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Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde · 1899-01-01 · 2 (1899) · p. Seite 104

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Journal
Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
Volume
1899
Issue
2 (1899)
Date
1899-01-01
Page
Seite 104 (sequence 18)
Language
German
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— 104 — Fusse fliesst das Wasser. Noah steht ausserhalb der Arche, in den Händen hält er ein Lämmchen, aus dem Fenster der Arche schauen zwei jugendliche liebliche Gesichter. Blatt 6. Oben: Noah liegt nackt schlafend in der Nähe eines Weinstockes, daneben steht auf den Vater hinzeigend Cham. Sem und Japhet bringen mit abgewandten Gesichtern ein Gewandstück. Unterhalb: der Thurmbau zu Babel. Ein Steinmetz bearbeitet mit dem Spitzhammer einen Stein am Fusse des bereits eine Etage hoch aufgeführten Baues, neben ihm zieht ein anderer Arbeiter mittelst eines Seiles über eine Rolle Material auf, andere tragen Werkstücke über eine Leiter auf die Höhe, von welcher ein Bauaufseher hinabschaut. Blatt 7 enthält in der oberen Hälfte die Zerstörung von Sodom und Amorah, eine in der Zerstörung befindliche Anzahl von Gebäuden, auf welche der Schwefelregen niederfällt. Mit dem Gesichte der Stadt zugewendet und sie an Höhe überragend, steht eine weibliche Figur wie aus dem Boden gewachsen, die Salzsäule, zu welcher Lots Frau geworden ist, farblich ist sie durch bläuliche Sehattirung charakterisiert. Der jugendliche Lot, der ein mehr weibliches Gesicht zeigt, ist abgewendet und schiebt mit beiden Händen seine beiden kleinen Töchter vor sich hin. In der unteren Hälfte Abraham, wie er sich mit Isak und seinen beiden Dienern nach Moriah begiebt. Isak, der ein Holzbündel trägt, besteigt den Berg, hinter ihm Abraham, eine ganz stattliche Figur, in vornehmer Haltung, hat in der einen Hand das Schlachtmesser, in der anderen die Kohlenpfanne; dann sieht man die beiden Diener, die mit dem Esel stehen bleiben. Blatt 8. In der oberen Hälfte Fortsetzung der vorigen Begebenheit. Abraham hat bereits die Höhe erreicht, auf dem Altar die Holzstücke geordnet, den gebundenen Isak darauf gelegt, diesen am Kopfe ergriffen und will das Schlachtmesser, das er eigentümlicher Weise in der Linken hält, ansetzen; aber er wendet sein Gesicht nach der Stimme, die ihm vom Himmel zuruft und bemerkt eine Hand, die sich ihm au3 den Wolken entgegenstreckt (so ist die Darstellung). Dabei kann er auf derselben Seite den Widder bemerken, der sich in Baumästen mit seinen Hörnern verwickelt hat. Auch Isak blickt nach jener Stelle. In der unteren Hälfte ist die Begegnung Rebekkas mit Isak. Isak als stattlicher Jüngling bleibt a,uf dem Felde stehen, er befindet sich in der Nähe eines Baumes. Vermuthlich auf Elieser blickend, deutet er mit der Hand auf Rebekka, will wohl sagen: Ist das sie? Rebekka neben Elieser auf dem Kameele*) reitend, *) Di*1 Kameele sind etwas verunglückt ausgefallen, sie gleichen zu stark den Maulthieren.

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