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Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde · 1899-01-01 · 1 (1899) · p. Seite 42

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Journal
Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
Volume
1899
Issue
1 (1899)
Date
1899-01-01
Page
Seite 42 (sequence 42)
Language
German
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42 Gebrauch ist. Bei dieser (iclcgenheJt erlaube ich mir die Yermutung auszudrücken. dass das Heft I 8. 101 angeführte‘. ..קולייצי“ vielleicht ..Kolatscheir־ auch ..Golatschen“, eine Art Baekwcrk, 131 Böhmen und Mähren gebräuchlich, sein dürfte. Die unter Nr. () angeführte Redensart könnt(‘ ich mit \\ ien bezeichnen, da mir deren Entstehung bekannt ist, und zwar hat ein Wiener jüd. Kapellmeister, namens ()ser. vor ungefähr 40 Jahren einen Liederwalzer komponiert, dessen Refrain, oben bezeichnet(* Redensart, bald zum geflügelten Wort wurde. Die Orthographie betreffend, habe1 ich mich nicht genau au di<‘ üblich(‘ »Schreibweise gehalten, sondern, di(‘ Aussprache in phonetischer W eise darzustellen gesucht, da diese als die natürliehst(‘ am huchtesten fasslich ist. — Zur Illustration der Wertschätzung des Jargons, wo er noch als Lmgangssprachc dient, erlaub(1 ich mir mit nachstehender selbsterlebten Anekdote zu sehliesscn. Ein etwa!)jähriger Knabe hi Galizien. den ich aniforderte. entweder!•(;in. deutsch oder pol-!lisch, nicht aber ..jiddisch״ zu sprechen, gab mir zur Antwort: ..Nu nier seuti doch dulden! Mansche Rehbene hot ach jiddisch gered’t.״ Auf meine Entgegnung, dass Mose nicht jiddisch, sondern hebräisch, wie es in der Thorah steht, gesprochen habe, erwiderte der Kleine sofort: ,.Joi! Mansch(1 Rebbene hot lauschen kodeseh gcredt, ober nur an Schabbos iiu Jontef. Unter der Wroch 11 ot er jiddisch gered't.״ ■— Sprich wö r tc r. 1. Tiiu a kdef [Hund] But's, s»» bellt er. 2. Neben a golden Wägele find .sich a golden Nägel(‘. [Vgl. Teudlau 744.| 4. A gitter .Jid braucht ka Brief, a sei deuten Jid nutzt kn Briet. 4. Wem! trat ley d«*r youker [Bucklige]? Wenn er en andern seht. 5. Mischpet [rechteJ mit a Schnorrer (snoren and. : faullenzen, vgl. •Kid. Yolksblatt 1855 8. 80] in cliapp a Loes. (Ealiz.) b. A kiscrnil■ | Liigj 1er] mnts a git fiknrttt [(redächtnis| 11 aIx‘11. [Yrgt. Teudlau 956.] (Galiz.) 7. Au e niogeru galay jtfoistlichen] is ka broye [Segen]. (Vgl. Teudlau 941־], S. Vor jidisehe Kupp in gqjhscJie lländ soll an Bott bewahren. |Ygl. T Al. 27. 22. Teudlau 10] 9. Mit an /....ל• (hier: Leib] kenn me nischt äf zwa yasenes [Hoch- /eiten] sein. 10. Viiu schmole Linsen kriegt me ka braten t. . . •v. 11. MitTi vollen t . . ..ל• is leicht k . . . . 11. 12. Kriegt der ludammecl | Kinderlohrer] Erdäppel. larnt w ErdüppeL kriegt er Flasch, lernt, er Flasch. (ttalixJ 18. Nach de!• yasene [Hochzeit] klimmen de* scheinsten Lat. 14. Wenn (fott will, geht e Stecken los. 15. E kikern [Trunkener] mtits a Heuwagen ansveichen. 16. A mekügener ]Verrückter] rnüls a hassen Ofen kuschen. 17. E leerer Sack steht nicht. )8. Leister e Sack Flöh!1 fiten als e verliebte Mäd. 19. Nach und nach kommt der rote!Rabbiner] in die /,7?־c jOemeindoj.

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