Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Volume
- 1899
- Issue
- 1 (1899)
- Date
- 1899-01-01
- Page
- Seite 39 (sequence 39)
- Language
- German
- Belongs to
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39 der mit den Falmenlichtehen verbundenen Feuersgefahr abgeschafft wurden. j)ie besonders am Ausgang letzterem Festes üblichen Tanz* Vergnügungen zeigten wohl wenig Originelles, lieber den ,,Fiseiltanz“ der Sefaradim in Serajevo berichtet nach (hu* Allg*. Ztg. d. Jud. der ,?G10־bus<£ 1891 S. 128. ln der Wohnung des Bräutigams treten die Verwandten nach einander vor die Braut hin muh jeder legt (1inen oder mehrere Fische, di(‘ am Kopfe mit Blumen und am Leibe mit Rauschgold geschmückt sind, zu den Fussen der Kraut nieder, die dann über jeden Fisch hinweghüpfen muss. .Die Symbolik des Fisches (vgl. Mitteil. II S. ob) berührt sich auch hier, wie• beim schlagen*‘, wobei in Hamburg auch Fische verwendet werden, mit der des Huhns, welches sonst (vgl. Mitteil. 1 88 Nr. 40f., s. dag. Jiof/eay354 § ׳ u. Br er hetrb zu Ebben htt-efrr § 03 fin ) diese Rolle bei der Hochzeit spielt. Böhmes Gesell, des Tanzes in Deutschland. Leipz. 1880, L berichtet über das Tanzhaus der Juden, dem ,.Juden**־ und .,Barbiertanz**, welch letzterer sich wohl mit dem Doktor Faustus-Tanz an ]■hirim( Mitteil. I69Nr.6 )deckt, lind( S.322f:vgl. 210) über dem.Totenta uz**, den Glückei von Hameln auf einer jüdischen Hochzeit tanzen sah. Ls war ein märkischesV)) Tanzspiel, welches noch 1800 geiiht wurde, wobei ein Tänzen* niedertiel und den Föten spielte, während er von allen Damen im Yorbeischreiten geküsst wurde oder umgekehrt eine Jungivau auf diese Weise sich küssen lies.-. Sind wir so in der Aufzählung der Fest«‘ und ihrer Spiele unwillkürlich dem Lauf(‘ des bürgerlichen Jahres gefolgt, so bleibt noch zu erwähnen, dass auch der Sylvesterabend von (hm Juden, und zwar durch Kartenspiel, besonders bedacht wird. Die Juden des Ostens wählen dafür den. Weihnachtsabend, ..Xitel״)־־ natale, noch vgl. Zunz GV 441 Anm: Jiid. Yolksbl. 1850 S. 148). Diese Bezeichnung gilt nämlich auch für Sylvester und hlg. 3 Körnige, die Weihnachten alten Stils. Das Kartenspielen an diesen Abenden gilt in manchen Kreisen gradezu als inirwo | Gebot], während es ausserdem um* an Xanuko. Rurim u. in der Wochenstube geduldet wird. Sonst war es so verpönt, dass man. wo der gleiche Zahlemvert von ,.Karten“, in hebräisehenLettern 1009-־;־200 ־ r 50. und ,,Satan*׳ 9+501־1 ־'300:־- | nicht abschreckte, zu dem schärfsten Drohungen griff.210 Um so bemerkenswerter ist.es, dass (vgl. Ivriegk a. a. < K 403f.) 1520 in Landau ein Jude, während sonst jüdisch(‘ Handwerker in jener Zeit selten sind, als Kartemmaelier ,,in diesem seinem allen niffen Geschäft vom Stadtrat geschützt״ wird. jr1) wozu 0 Kirkels ..maukm emur״ ied. Tvaufm. 1.471 ז rt־fliici1 pux.m. ״־) Vu* 1. Kriegk. Oentxc.hes ßürgertlmm im Mittelalter. X. Folge. Frankt.;1 \J. 1871. S. 425. 584 Not»• 416. Fe her «las Schachspiel zrzz .םידזמד .s. (lestot.m*!•. עבי־י ־צחק בגו (]’)er lö!ן*־uel 1 I S. :2<׳lh; im übrigen s. Uüdemvtnn in (irät׳z4־uholschriit.