Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Volume
- 1899
- Issue
- 1 (1899)
- Date
- 1899-01-01
- Page
- Seite 34 (sequence 34)
- Language
- German
- Belongs to
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S. Mitteil. 1 68 und unten Landau s Aufsatz. Löw. Lebensalter 288 ]) giebt eine Zusammenstellungder üblichsten jüdischen Spiel(*. Ob aber diese Spiele nur bei Juden zu finden oder jüdischer Herkunft sind, lässt sich im einzelnen nicht immer mit Sicherheit nachweisen. Selbst die jüdischen Ke- Zeichnungen, wie .חברוחד (Parteienspiel).;בלל' נללאב־י (Handwerkerspiel). Rabbispiel. Samey und Pe-Spiel.!)arges. Parschen (das auch in anderen Kreisen verbreitete ..Paschen*4 von פרש!. bieten keinen einwandsfreien Anhalt. Doch stehen wir nicht an, als jüdisch die Spiele zu bezeichnen, welche vorzugsweise bei Juden auz 11 treffen oder durch gewisse Merkmal(.‘ als jüdisch naturalisirt sind. Denn sowohl in der Aufnähme und Vorlieb(* wie in der Umprägung־ äussert sieh jüdische Eigenart. Wie die Spiele überhaupt, sind auch die jüdischen liaeh uv und Jahreszeiten verschieden. Für erstere entscheidet die religiöse Bedeutung, für diese die in der Katar begründete Opportunität. der Aufenthalt im Freien, die Ernte der beim Spiel vorwandten Früchte. Die schon hierdurch bedingte lokale Scheidung vertieft die kulturelle Nüancirung der Juden in den einzelne?( Ländern. (renieinsames ist oft auf Wanderung zurückzuführen. Am ausgiebigsten wurde natürlich mit Spielen das Fest bedacht, welches dem jüdischen Frohsinn den reichsten Nährstoff bietet: das Purimfest. Wenn das Kind bei Tische noch zu essen verlangte, verwies man es auf die Aussicht: ,.Iss dich Purim satt!‘*1) ,,Das ganze Jahr siJcer [trunkenj und Purim nüchtern4* wurde stereotyp als Kennzeichen des Sonderlings. Adoptirteu doch selbst Fremde Namen und Charakter des Festes, als des Typs ausgelassener und doch religiös verklärter Freud(*. ,,Als die Kayserlicheu*־, b<־- richtet Lundius, Die alten, jücl. Heiligthümer S. 1071, .,Anno 160! von den Schweden bei Leypzig* geschlagen worden, hielten di*־• Erffurter das folgende Jahr darauf Anno 1632 . . den 7. Sept. . . ein grosses Fest. . und nenneten [es] . . die Tage Purim . . Liessen auch eine |S. 1070 abgebildete| Müntze schlagen da sie diss ihr Fest die Tage Purim nannten.“ Ueber das..Purim-Ansiugen44 der ,,Le/em־Geje1■“-). demllauMven am jjDrei-Könige“־Abend entsprechend, ist Mitteil. 1 58 und 106 bereits gehandelt. Nach dem Vorbilde der christlichen Mysterien man Szenen aus der biblischen Geschieht(‘ auf. z. K die 1l Vgl. di•- Erläuterungen zu den Oppenheimsc-lien Familienbilderu (Frankf. von Lenp. Stein, dessen Aufzeichnungen zumeist für Bayern gelten, ל. XII. ־! ebendas.