Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Volume
- 1899
- Issue
- 1 (1899)
- Date
- 1899-01-01
- Page
- Seite 26 (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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26 Ui' gewoien amul amimter man. 116t er gehat fil kinder. er 661 gehat a ■mineg jGewohnheit], jede xvby af kibes fis ee kojfen. er 1 i* ober jede wo^e arousgegangn ein tay fis kojlen, lmt er nist n16r getrofen wi far fey in di kinder nor ce ejne fisley. bot ei* 1tmied [stets] ba iey getraut, wen er hot nist aioi hl kinder. weit im a hsl mer geblibn. darna/ if im a ldnd gestorbn in er is arousgegangn cim taj fis kojfen, bot er sojn nist mer getrofn, nor wenig(.*!־ eju fisl. bot ei* darnuy gewejnt, farwus er hot gedurft ei. beten fJot. af e k'md lbl im starbn. af er krigt nist mer kan fis. Zalosce, Galizien. III. Sprichwörter und Redensarten. 1. Arm«* Leut sind Gotts Leut. Hamb. 2. Von einem armen Mann soll man sich nichts borgen und einer misen |hässlichen] Mod kein Kuss geben. [Vgl. Tendlau 914.j JS. 3. Beiss du, sonst heissen dich andre. Kissingen. 4. Der Blinde sogt, ich seh es gern. .IHW. 5. Ein yoyem [ Weiser] stösst sich an allem. Pos. 0. Wo man klingt, is a yoge [Fest). HM. 7. Wenn die yonten [Demimonde. wohl von ־:ותא (wie Kethubb. 9. 4j, vgl. זונה פונדקיתא] aufgehört haben, yonten zu sein, gehen sie cicis [Schaufädeuj spinnen. (J011. Sehern Bettschwestern — Betschwestern.! Posen. S. Dei* dales [Armut! kommt auf’11 Rücken, aber nicht auf dem ponem ,;Antlitz!. llamh. 9. Wem bestimmt ist. Graupe zu essen, esst nie Farwel. Posen. 10. Wer viel fragt, bekommt viel Antwort. Pos. 11. Wann rieht die Frau nach dem Mann '1 — Nach de!־ habhdolo. .18. 12. Wer da lauert auf die ge ule (Erlösung!, der is bald meyule |banquorot]. Kassel. 13. Der goj. was red losen haqondes [heilige Sprache] und die Jklene, was h'rnt gemore (Teil des Talmuds]. Lbllen werden a>gepore [zu schänden(! .LS. 14. Wer liebt ’s Hfindche, lieht 's ganze Gesindche. Hamb. 15. Was nützt die jir'oh!-Gottesfurcht], wenn die tnw'oh [Unreinheit] gilt? We.stpr. 16. Wenn kein Joinkiper und kein Pesay wäre, kämen wir um vor yafernlh [Schweinerei] und ' awtrouth!Sünden]. Hamb. 17. Wenn der .lud' singt und der srore!Edelmann] pfeift., haben sie beide kein Geld. Garz. 18. Dem Kärgsten geilit es am ärgsten. A. 19. Je mein• qcmay [Mehl], desto mehr Kloiskes. •LS. 20. Wenn der qoeen verdirbt, wenn der dalfen [Armer| erwirbt, ist küm gleich. Hamb. 21. Wenn man!lischt, gibt zu ף oh l!Gemeinde]. foll man!lischt reden zu qnhl. Posen. 22. Im Senfgang1) wohnen die guten leico weser [Herzen, — Mitt. 1 27 Nr. 16]. Hamb. ') Hier soll ,auch, als Variation eines bekannten Theinas. eine Geschichte: ..Der Senator als Sabesgoje“ gespielt hoben.