Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 13 (1927)
- Issue
- 46 (16.12.1927)
- Date
- 1927-12-16
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 286 JÜDISCHE PRESSE Nr. 46־ I GRATIS! REST BIS ZU 3 METERGRATIS GRATIS I Witterung die Ausschreitungen der 'Studenten und versicherte, die Schuldigen würden strenge!bestraft werden. Es seien alle Vorkehrungen getroffen worden, um eine Wiederholung der Zwischenfälle unmöglich zu machen. ,In der heutigen Scnatssitzung interpellierte Oberrabbincr Dr. Nicmirovcr wegen der Studentenexzesse in Großwardein und 'Klausenburg. Er gab eine Schilderung der bestialischen Taten der studentischen Jugend, die vor den ,Andachtsstätten nicht ׳Halt machte, ja gerade an ihnen ihr Mütchen ,kühlte. Innenminister Duca drückte das Bedauern der Regierung über die Taten der Studenten aus, die!geeignet sind, Rumänien vor der Außenwelt zu kompromittieren. Auch wenn die Studenten tatsächlich provoziert worden seien, hätten sie solche Exzesse nicht verüben dürfen. Die Regierung werde darauf sehen, daß alle Schuldigen bcstraft werden. Die Regierung werde sofort alle Schäden, die an den Synagogen und;Privatwohnungen angerichtet wurden,!gutmachen. Unterrichtsminister Lapedatu sprach gleichfalls sein ׳Bedauern über die Vorgänge aus, erklärte aber, er sei ■überzeugt, daß Lockspitzel die Studenten!herausgefordert hätten. Das Kultusministerium werde alle seine!Fonds zur Wiederherstellung der an den Synagogen angerichteten Schäden zur Verfügung stellen. Ein Urteil des amerikanischen Komitees der religiösen Minderheiten über die Lage in Rumänien, New York, 8. Dezember. (JTA.)!Bekanntlich hat eine fünfgliedrige Abordnung!des American Committee of ׳Rel'igious. Minorities (Amerikanisches Komitee für Schutz der religiösen!Minderheiten) vor einiger Zeit Rumänien besucht,״um die ׳Lage der religiösen Minder- .hei tön in diesem Lande zu studieren. ׳Die Abordnung sprach •mit den Vertretern der Regierung, mit politischen und rcligiösen Führern und sammelte erschöpfendes!Material. Der Bericht dieser Abordnung ist heute erschienen und klingt in ein vernichtendes Urteil!über die Zustände in!Rumänien aus. Mit!Bezug auf die!Lage der Juden in Rumänien wird ausdrücklich erklärt, daß •die Regierung dieses ׳Landes •die •Schuld trägt an den antijüdischen Exzessen und an der Nichtverwirklichung der Gleichberechtigung ■der Juden. Das Komitee wird sich mit diesem ׳Bericht^einer Ab- Ordnung ׳in seiner nächsten Sitzung beschäftigen und eine Aktion einleitcn. 1111 dem Bericht wird festgestellt, daß in Rumänien ׳eine •ununterbrochene antisemitische Propaganda vor sich geht, die von der Regierung geduldet wird. lEs wird anerkannt, daß das zwischen der liberalen Regierungspartei und der Union rumänischer Juden getroffene Wahläbkommen zu einer Abebbunig der antisemitischen ׳Welle geführt hat, und der •Hoffnung Ausdruck gegeben, daß nicht •bald wieder eine Verschlimmerung eintritt. Die Unterdriiekung der Rechte der Minderheiten, heißt es in dem Bericht weiter, sei eine ständige Gefahr für den Frieden in Europa. Die geringe. Besserung in den Verhältnissen — sagt der Bericht — ist auf die Tatsache zimickzuführen, daß die Juden so• engeschüchtert sind, ■daß sie sich vorn öffentlichen . Leben ifernhalten. Die liberale Partei hat sich zu ihrem : Abkommen mit den Juden aus Rücksicht auf das ru- ■ mänische Prestige im Auslande entschlossen. In dem Be-; rieht wird an die Staats'kirchc Rumäniens appelliert, sich; von den Schlacken des Antisemitismus und der Intoleranz; gegen Angehörige anderer Rassen zu reinigen. 'Die Be-! Zeichnungen ״National-christliche Liga“ und ׳״Nationalverband christlicher ■Studenten Rumäniens“ seien sehr un-' passend gewählt, •da ■das Programm dieser Verbände alles, andere al.s christlich, ja eine Schande für unsere!Zivili-' ,sation, für das Christentum und ein schwarzer ,Fleck auf ■dein Namen ׳Rumäniens sind.__: _Schadchen— gesucht, der im In- und Auslande gute B Ziehungen hat Offerte unter Chiffre ״Z O. 3654“ befördert Rudolf Mosse, Zürich erhält jeder zehnte Käufer bei unserem am 14. d. beginnenden bekannt billigen Weihnachtsverkauf von SEIDENSTOFFEN Seidenhäuser t. WILLHEIM 1!!!!ו!!!!!!ו1;!ו!וווו!!ווו!וווו!וווו!!ווווווו11וו!ווווווו1ווווווווו I. Tuchlauben Nr. 8 I. Bauernmarkt Nr. 2A Enorme Auswahl aller Arten SEIDENSTOFFE zu fabelhaft billigen Preisen! Zur Frankfurter Tagung der Agudas- Jisroel-Jugendorganisationen. Von befreundeter Seite erhalten wir foigenden ■Artikel, dem wir gerne Raum geben. Die Redaktion. Zum ersten Male werden sich die Führer und eine größere Anzahl ׳Mitglieder aller Agudas-Jisroel-Jugendor- ganisationen ׳Europas an einer speziellen Jugendkonferenz treffen. Dieses große Treffen, welches wir ohne allzu großen Optimismus schon heute einen!Markstein der Agudajugend-, vielleicht auch für die ■gesamte Agudabeweguiig nennen dürfen, wird in Frankfurt a. M. vom 23. bis 26. Dezember stattfinden. Nicht allein daß eine internationale Zusammenkunft der Jugend bis heute in der Chronik!der Agudajugendbewegung fehlt, wird es in Frankfurt das erstemal sein, daß sich die Jugendführer des Ostens ■und d£s Westens zu gemeinsamen Beratungen an den grünen Tisch setzen. Mit ■dem Tage der Eröffnung der Frankfurter Buttdestagung wird genau ein Jahr verstrichen sein, ׳seit in einer Sitzung in Köln Vertreter der Westeuropäischen J11- Düs FBiüil te Tita Baii findet Sonntag, ten; 18, Dezember, am ersten TagGhanuka abends um V27Ul1r ira Turnsaal der Talmud Thora-Schule, II., Malzgasse 16, 8tatt. Karten beim Vereinsvorstand, 51., Nesüroyg. 11. uiiiiiniiiiiiii lllllllllllllllj: 5 ארטה, כשף S eines streng 1 I Kaltee-Restaarant E unter Leitung J. FISCHER, RESTAURANT ־ BRATISLAVA E .TillllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllE WMgHMMBMMBggMMWMfBMBdaMMreEBBfflFBfflTBflM'inftHMBMBMMMBMMB■ gendorganisationen iibereinkamen, die von ihnen vertretenen Jugendorganisationen in einem ״Westeuropäischen Jugendverband“ zusammenzuschließen. Die Ratifikation dieses Abkommens wurde von allen Vcrbaiidsvorstäiiden vorgenommeu.!Im Protokoll dieser Kölner Sitzung wurde ausdrücklich vermerkt, ■daß cs nur •im Interesse der gesamten Jugendbewegung geschehe, wenn der Zusammen- Schluß vorerst auf die westeuropäischen Jugendorgauisationen beschränkt bleibe. Denn bei sofortigem Zusammenscliluß in einen europäischen J.ugendverbaiid, in welchem also auch die Jugendorganisationen des Ostens eingcschlossen sein würden, sali man die Durchführung der organisatorischen und technischen Arbeiten für unüberwindbar an. Es wurde aber in diesem Protokoll auch hervorgehoben, daß eine der Arbeiten, die sofort in die Hand genommen werden müsse, folgende sei: Die Fühlungnahme mit den osteuropäischen Jugendorganisationen zwecks baldigen Zusammenschlusses zu einem gemeinsamen europäischen Jugendverband. Daß der Gedanke des Zusammenschlusses in so kurzer Zeit so weit durchgedrimgen ist. daß nach einem Jahr seit der!Kölner Sitzung diese große Tagung in Frankfurt Möglichkeit geworden ist, hatten die Teilnehmer au der Kölner Besprechung nicht erwartet. Es faßte in der Kölner Sitzung die Ueberzeugimg Wurzel, daß ein scharfumgrenztes Gesamtprogramm aufgestellt werden müsse, uni sowohl nach innen wie nach außen organisatorisch Wertvolles und Bleibendes in der Jugendbewegung zu schaffen. Daß der nunmehr ausgesprochene Gedanke des Zusammenschlusses schon längere Zeit •im Kreise der Jugend geschlummert hatte, •das wird uns die Frankfurter Tagung zeigen. Jede .Opposition liegt fern. Nur das Verlangen, eine überzeugte, selbstbewußte und tatkräftige Agudas-Jisroel- Jugend •heranzubiiden, die später als Vollagudistin in die Ortgruppe eintritt ׳lind so die Erhaltung und Weiterentwick- 11mg der Agudabcwegung gewährleistet, ist der Geist, ׳der die Frankfurter Konferenz beherrschen wird. •Die Jugend des Ostens •und des Westens wird gemeinsame Gesetze der Disziplin schaffen. Disziplin der Agudaidee, Disziplin der Organisation und Diszpliti •den ■Führern gegenüber. ■Sie wird in Erkenntnis der ernsten Lage nach ihren Kräften, mithelfen, ■die momentanen äußeren .und. inneren Schwierigkeiten zu überwinden. Reife Aussprache wird sie ■dem Problem ■der Jugendführer widmen, welches ■der dringenden Lösung •harrt. Hauptsache wird ihr sein, Mittel und Wege .zu!finden, wodurch die ׳Zeirc Jisroel ■die sittliche Höhe des Volljehudi ■erreichen können. Verlangen wird sie ■die moralische und־ geistige Unterstiitzung seitens ihrer großen Führer, hinter denen die ganze Jugend wie eine Mauer steht. Nicht eine Manifestation •nach außen, sondern eine Manifestation nach innen soll ׳diese Tagung sein. Das ׳Bewußtsein, daß wir heilige und schwere Ar- •beit zu leisten haben, wird uns die Kraft verleihen, das gesetzte Ziel zu ereichen. M. D. L. ןןזז1זזזזזזוח1וווו1וווווו1ו11ו1וווווווווווווזזחזוזזזזזזחחווו?ו!זוו₪וווחוווו1זו!ווווווווו1ווחזחווווווו1ו1ווו1וווווווזוש1₪ו11וו1ווו1וו^ | Anfang 7 Uhr Anfang 7 Uhr | I llllllllllll EINLADUNG Hllllllllll j 1 zur | I Chanuka-Festakademie I dt!r Agudas-J!sro«l-Mädchengruppe, welche Dienstag, § den 20• Dezember um 7 Uh! .abend:; Im Theatei- I sial des Hote■ Post I., Fleisohmarkt (Ein ang Dtachen- § I gasse 3) stallfindet. Karten nur im Vo! verkauf. Restliche! § Karten erhältlich bei Stella Richter, II., Franz-Hoch- ediinger-Oasse 2 (Telephon 41-7-65) | Nur für Damen 5 Nur für Damen! § ז)1וווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווו«ווו1ווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווןוווווווווווןןווןןןןןןןןןף ב״ה. Nuchim Günsberg Sophie Lanner Sanok Wien, U. Hermineng. 6, T. 2 Verlobte Wien, 5688 כסלו Mir einen Tag kaum ausreichte, durch acht ■volle Tage brannte, ■bis frisches reines Oel vorbereitet werden konnte. Deshalb ist ■das Anzünden der Chanukahiichter so wichtig, daß ein!Armer, der aus öffentlichen ׳Mitteln ausgehalten werden muß, sogar sein Kleidungsstück verkaufen muß, um das Gebot des ILichtanzündens erfüllen zu •können. (Aber nicht nur am Weihefeste erscheint das Licht als Symbol der weihevollen religiösen Stimmung, bei allen Anlässen im Leben des Juden ist es das Licht, das den •Juden aus der Alltagsstimmung lierausfiihren soll. Licht ist zunächst das ■Zeichen der Freude, denn schon der Psalmist sagt:1)!Das •Licht scheint für die Gerechten •und •die Freude für ■die im Herzen Aufrichtigen. ■Die Thora selbst wird mit dem Lichte verglichen, ■denn es heißt:־’) Ein Licht zu meinen Füßen sind deine Worte und eine!Leuchte zu ■meinem Pfade, Gott allein ist das Licht:3) Der Ewige •ist mein Licht und mein Heil. Auch die Seele wird mit dem Licht verglichen, und wenn ein Mensch stirbt, wird sofort ein Licht angezündet, um anzudeuten, daß die Seele weggegangen , ist, Aber am häufigsten treffen wir das Licht als ■Zeichen :der frohen Stimmung im jüdischen ,Leben. ■Saibbateingang und -ausgang vollzieht sich ׳bei Lichtschein und die ■Bedeutung der Sabbatlichter wird so hochgehalten, •daß ein . Armer, der nichts zum Essen hat, eher um ■Oel für die . Sabbatlichter ‘bitten soll, damit ihm die Sabbatfreude nicht . entgehe.!An den ׳Feiertagen ׳brennen die ,Lichter im Hause,‘ denn ohne Licht gibt es keinen ׳Frieden im!Hause.!In der Synagoge, wo immer der Friede weilt, 'brennt das ewige : Licht •beständig. Gibt es ein frohes Familienfest, eine Beschneidung oder ׳Hochzeit, dann ist es Brauch, Lichter anzuz'ünden. Auch im ׳Gehet wird das Licht erwähnt. Wir preisen Gott als Schöpfer des Lichtes und beten, daß ein neues Licht über Zion leuchten soll und wir für würdig befunden werden, daran teilzunehmen. Es ■kommt in diesem Gebet . der Wunsch nach der Wiederaufrichtumg der heiligen Stätte •zum Ausdruck und nicht zuletzt die Sehnsucht nach . der Erfüllung der Verkündigung des ■Propheten,*) ״daß von Zion soll ausgehen die Lehre und das Wort Gottes von Jerusalem“. Licht ist für den Juden seit den ältesten Zeiten gleichbedeutend mit Wissen, denn schon in der *) Psalm 97, 11. 2)!Psalm 119, 105. a) ■Psalm 1׳ ,27׳. *) Jesaiah. Lebensweisheit •des großen Predigers wird als Grundsatz verkündet:“) Die Weisheit tVbertrifft die Narrheit sowie das Licht die ׳Finsternis ■übertrifft. Die ׳Bedeutung des Lichtes als ,Quelle des Lehens und der ■Erhaltung ׳jeglichen Lebens ist jedem Menschen klar. Licht ist eines der Ziele im menschlichen Leben, •dem •die ganze Menschheit zustrebt. So ist es verständlich, daß die!große ׳Lichtquelle, die Sonne, zum Gegenstand ■der höchsten Verehrung ■und Anbetung wurde. ׳Die alten Völker ■beteten die Sonne als Spenderin des Lichtes göttlich an und von unserem Stammvater Abraham berichtet der Midrasch, daß er!in seiner Kindheit, bevor er sich zur Erkenntnis des einzigen Gottes durchgerungen hatte, ein Sonnenanheter war. Auch während der!Herrschaft der späteren Könige in Juda ■blühte der Sonnenkultus und im Buche der Könige w׳ird uns von dem schlechten König IMenassah“) erzählt, unter dessen Regierunigszeit der Sonne ■von eigenen Priestern Opfer dargebracht wurden. Auch ■der Sonne geweihte Kriegswagen* * 7) und Pferde wurden für den •Sonnenkult benützt und erst während der .Herrschaft des frommen Königs Josiah beseitigt. In unserer Zeit ist man allerdings weit davon entfernt, ■der Sonne göttliche Ehren zu erweisen, ■aber die Liebe zur Sonne und ■zu ihren wärmenden Strahlen ist dieselbe geblieben wie vor Jahrtausenden. Die ,Bedeutung der belebenden Lichtstrahlen!für das Naturheilverfahren, künstliche Heilstrahlen■ als epochale Entdeckung der modernen Therapie erhöhen die Wertschätzung des Lichtes und geben dem Satze des ׳königlichen Philosophen eine ungeahnte ׳Bedeutung:8) Wahrlich süß ,ist •das ,Licht und gut für die Augen, die •Sonne zu sehen.“ ,Die hellen Lichter des Chanukahfestes sprechen eine einfache 'klare Sprache, weit verständlicher als die ׳Schilderungen von Schlachten und Kriegen in den Makkabäerbiiehern. Sie wollen nicht das nationale ׳Bewußtsein heben und anspornen, sie wollen Vergangenheit und Gegenwart verbinden nicht durch Macht und Kraft, sondern durch den Geist.8) Vielleicht ist es dieser Satz des Propheten Secharjah, der die Bedeutung der •Lichter am •Weihefeste in der treffendsten Form kennzeichnet. “) Koheleth 2, 13. 8) Könige II, 23, 5. 7) Könige II, 23, 11 8) Koheleth 11, 7. ״) Secharjah 4, 6. Jüdischer Humor. Der Eifersüchtige. Schamschel hat geheiratet. Er liebt Seine Frau, die ihn gleich einer Mutter betreut, und kann sogar sehr eiferisüchtig sein. Eines Tages muß er in Geschäften auf die Dörfer; als er sich von seinem Frauchen verabschiedet, wird er traurig und fragt: ״Wirst du auch an mich denken?“ ״Gewiß werd׳ ich an dich denken!“ ״Wie werd׳ ich aber wissen, daß du an mich denkst?“ ״Na,“ meint die Frau und lächelt, ״immer wenn du niesest, wird das ein Zeichen sein, daß ich an dich denk’.“ Sehr zufrieden verläßt Schamschel sein Haus. Kaum hat er die Landstraße erreicht, begegnet ihm der Baßsänger der Synagoge, Als er an ihm vorbeigeht, geschieht es, daß ■der Sänger ■heftig niest. ' ' " Da bekommt Schamschel einen roten Kopf und murrt in sich hinein: ' , ״Kaum bin ich weg, denkt sie schon an den Baß...“ Dalles. Ein Schnorrer betritt das Kontor eines reichen Bankiers in!Frankfurt, der ■als sehr geizig gilt, und trägt seine Bitte vor. Der Bankier läßt ihn ausreden und sagt ■dann ruhig: ,;Ich geb‘ nichts! Wer hat Euch denn zu mir geschickt? Man weiß doch, daß ich nichts gebe!“ Der Schnorrer wendet sich darauf zur Tür und geht weg. ׳Dem reichen Mann fällt das auf, denn er ■ist nicht gewohnt, daß Bettler sich so ohne weiteres abweisen lassen, und ruft den Mann zurück. , ״Ich versteh‘ nicht," sagt er, ״Ihr wißt, ich bin ein schwerreicher Mann, und Ihr geht weg, ohne daß ich ׳Euch Geld gegeben hab‘? . . . Das versteh‘ ich nicht . . .־ Ihr macht nicht mal den Versuch, etwas aus mir rauszukriegen? Wer hat Euch denn zu mir geschickt? Darauf der Schnorrer: , . . ״Ich will!Euch sagen . . . Der Dalles bat mich^zu Euch geschickt . . . Schmeißt Jhr mich raus, soll er selber zu Euch kommen, der Dalles!“