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Jüdische Presse · 1927-12-09 · 45 (9.12.1927) · page 5

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Journal
Jüdische Presse
Volume
13 (1927)
Issue
45 (9.12.1927)
Date
1927-12-09
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Nr. 45 JÜDISCHE PRESSE Seite 281 in dem von der Ghewra Kadischa gewidmeten Ehrengrabe -erfolgte. _ Einladung! Die Frauenhilfe der Adas tlsroel bittet auf diesem Wege ihre p. t. Mitglieder zu der Samstag, den 10. Dezember, in den Räumen der Frau Johanna Deutsch, II., Herminengasse 10, stattfindenden gemütlichen Jause. E i 11■ leitendes Referat: Frau Heny Schreiber. Die Einschränkung des Apparats der Zionistischen Exekutive. (J. T. A.) Die!Zionistische Exekutive ,in Palästina verkleinert aus Ersparungsrücksichten ihren Beamtenstab. 32 Angestellte wurden in den letzten Tagen entlassen; weitere Entlassungen stehen, besonders im Finatizdeparternent, bevor. Herr Henriques, der Chef des Technischen Departements der Exekutive, hat •sein Amt niedergelegt. Schließung des Immigrafionsamtes der Zionistischen Exekutive. (JTA.) Im Zusammenhang mit dem Sparsamkeitsprogramm der palästinensischen Zionistischen Exekutive ist das Einwanderungsamt der Exekutive in Jerusalem geschlossen worden. Lemberg. Wie das neugegründete agudistische Wochenblatt ״Unser Weg“ meldet, finden zu anfangs Tewes Landeskonferenzen der polnischen Zeire Agudas Jisroel und der Poale Agudas Jisroel statt. Ferner berichtet das Blatt von der Gründung einer Bank in Lodz durch Senator Mendclsohn. Es .ist beabsichtigt,־ auch in anderen Zentren agudistische Banken ׳zu gründen und diese dann zu einer Zentrale;zu vereinen. Auf Initiative des ■Sejmabgeordnetert Kirschbraun hat die Leitung der polnischen Agudas Jisroel ein Komitee von sieben Mitgliedern gewählt, in dessen ,Hand die Vorbereitungen für die kommenden Sejmwahlen gelegt werden. Zionistische Exekutive und Agudas Jisroel fordern in einem gemeinsamen Memorandum jüdische Schulauto־ nomie. (J. T. A.) Die Zionistische Exekutive •in Palästina, die Agudas Jisroel und die Jeschiwaleitungen überreichten Feierliche Einführungsversammlung der Agudas Jisroel-Fraueny und Mädchengruppe in Nitra. Am שבח פ׳ 1יצא und dem darauffolgenden Sonntag stand das!jüdische Leben :in ׳Nitra im Zeichen •der Agudas Jisroel. Diie allgemeine Aufmerksamkeit war in! besonderen auf die eben erst ins Leben gerufene Agudas J1 s r 0 e 1-F r a u e n- und Mädchengruppe gerichtet. Was schon lange erhofft war, •ist zur Tatsache geworden. Fast sämtlichen orthodoxen jüdischen Frauen und Töchtern ist das Bewußtsein von den hohen Aufgaben, die sie zu erfüllen haben,!zur freudigen Pflicht, zum •innigen Herzenswünsch geworden. Die große Begeisterung, mit ■der sich :alle orthodoxen!Frauen und Mädchen, •denen die strengen Aufnahmsbedingungen den Eintritt in die Aguda ermögliehen, •der neugegründeten Gruppe anschlossen, berechtiigt zu der Hoffnung, •daß damit •das religiöse Leben in Haus und Gesellschaft einen mächtigen Aufschwung erfahren hat und den Bestrebungen, das Interesse der ׳Frauen und!Mädchen vom Zentrum •des ׳jüdischen Lebens, von Thora und Mizwoth abzulenken, endgültig ein •Damm gesetzt wurde. Die Gruppe ist im großen und ganzen nach dem Muster der Preßburger Gruppe angelegt und will durch belehrende Vorträge und Veranstaltungen, zu •denen selbstverständlich nur Frauen und Mädchen zugelassen sind, auch über den Kreis •ihrer Mitglieder hinaus, auf alle jüdischen Frauen und •Mädchen in Nitra, auch wenn sie •derzeit •infolge ihrer Erziehung und Lebensführung noch •nicht Mitglieder einer gesetzestreuen Gemeinschaft sein können, ■im religiösen Sinne cinwirken. •Außer diesen Vor- .trägen gedenkt die Gruppe auch eine •edle und echt-jüdi- .sehe Geselligkeit zu pflegen, um damit den Beweis dafür zu liefern, daß ׳im Judentum auch dem Frohmut genügend Platz gelassen ,ist und daß •die jüdische Frau und das jüdische!Mädchen •es durchaus nicht nötig ׳haben, den Rahmen des Religionsgesetzes zu übertreten und dem neuen thoralosen nationalistischen ״Judentum“ zu huldigen, wenn sie ׳Unterhaltung und gesellige Freuden genießen wollen. Das provisorische Komitee unter Vorsitz von Frau I. •H. W e i s z berief auf Sonntag, •den 10. Kislew eine allgemeine Versammlung der jüdischen •Frauen und Mädchen ein, um die neue Grupe in feierlicher Weise zu inaugurieren. Aber schon am vorangehenden Sabbat begann man mit den Vorträgen. ׳Be!i dichtbesetztem Saal — im Sitzungssaale der orthodoxen Gemeinde — eröffnete Frau Oberrabbiner Katz diesen ersten Vortragsnachmittag mit •einer herzlichen Begrüßungsansprache. Hierauf •hielten Frau Rabbiner Vorhand, Frl. Blanka Neuwalder, Frl. Leah Steinberg und Frl. Terez Hönigsber wahlgelungene Vorträge über den Wochen- Abschnitt und •jüdische Weisheit, die großen Beifall fanden und allgemeine Befriedigung auslösten. Am Sonntag •nachmittags erwartete ein Damenkomitce •die aus Frau Eduard Schienger, Frau •Isidor Pappenlieim, Frau Josef W e i s z, Frau J. J. Braun und Fräulein ׳Ida Ungar bestehende Delegation •der Preßburger Frauen- und Mädchengruppen am Bahnhofe. Zunächst wurden die Gäste!im Hause der provisorischen Präsidentin, Frau W e i s z, mit einer vornehm arrangierten Jause bewirtet. Darauf versammelten sich die Mitglieder der provisorischen Leitung gemeinsam mit den auswärtigen Gästen bei ׳Frau Oberrabbiner K a t z. Dort wurde auf Grund des ßerichtes von!Frau P a p p e n 11 e ׳; m über die Arbeitsmethoden •der ׳Preßburger Gruppe •in ungezwungener Ausspräche über die Einzelheiten des Programmes und über ihre Anwendbarkeit auf die Nitraer Verhältnisse beraten. Um 6 Uhr abends fand dann das große Meeting •im Prunksaale der orthodoxen Gemeinde statt. Fast die gesamte jüdische Frauenwelt von Nitra, ohne Unterschied der religiösen Gesinnung und auch aus •den naheliegenden anderen Gemeinden war anwesend und es herrschte eine begeisterte Stimmung und freudige Erregung im ganzen Saale, als Frau •Oberrabbiner Katz •die Vertreterinen begrüßte. Frau Rosa Sc 111 eng er, Präsidentin der Agudas Jisroel-Frauengruppe in Bratislava, dankte gerührt für die freundliche Aufnahme, begrüßte namens der Zentrale die Nitraer Schwestergruppe und skizzierte in treffenden Sätzen die Hauptzüge jener Tätigkeit, die religiös gesinnte jüdische ׳Frauen und Mädchen nach •dem der Regierung ein!gemeinschaftlich .abgefaßtes Memorandum, in welchem die Forderung aufgestellt und begründet wird, daß die von der Regierung vorbereitete Verordnung, das Schulwesen! betreffend, in der Weise ,abgeändert werde, daß die Autonomie der!jüdischen Schulen im Lande nicht angetastet werde. Der russisch-jüdische Siediungsplan für das kominende Jahr. (J. A. T.) Die Gesellschaft Ozet und das Landwirtschaftskommissariat der ukrainischen!Regierung haben den Plan!für die •jüdische Landansiedlung im Siedlung.s1j.ahr 1927/28 fertiggestellt. Danach sollen in diesem Jahr ׳mindestens 4000 •Familien in den Kreisen Cherson, Krivojrao, Muriupol sowie auf der Halbinsel Tschangar und auf der Krim seßhaft gemacht werden. Ozet hofft, etwa 1600 Siedlerfamilien durchschnittlich mit je 200 Rubel unterstiitzen zu;können. Ozet errichtet hundert Stipendien für Kinder der!jüdischen •Dorfschulen. Kongreß der jüdischen Orthodoxie in Amerika. (J. T. A.) Am!Sonntag wurde in New-York die Nationalkonvention •der Union orthodoxer!jüdischer Kongregationen Amerikas eröffnet. Der Präsident der •amerikanischen Ar- •beiterföderation, William Green, hielt ein Referat über die F ü n f t a g e-Arbeitswochc, •die den Juden die Beobaahtung *des Sabbat ohne Einbuße au Einkommen ermög-!liehen würde. Vor allem aber erstrebe die gesamte ameri- 1,kanischc Arbeiterschaft die Fiinftage-Arbeitswoche, die ein ethisches Arbeitsprinzip verwirklichen wird. Richter Irving Lehman, Präsident ׳des Wohlfahrtsausschusses, berichtete über die religiösen Auswirkungen ׳der Tätigkeit dieses Ausschusses. Ueber •jüdischen Unterricht •sprachen der Präsident der Jizchaik Elchanan Jeschiwa Dr. Bernhard iRevcl,!Rabbiner Dr. Leo Jung und Dr. Seidal. 9,160.000 Dollar Bareingänge der letzten Jolntkampagne.!(J. T. A.)!Im Verlauf der letzten, auf •drei Jahre berechneten Kampagne •des American Joint Distribution Committee zur Aufbringung von •25 Millionen Dollar ■für jüdische Aufbauzwecke in der Alten Welt wurden bis!jetzt 20,202.313 Dollar gezeichnet, ■davon 9,160.000 Dollar in bar eingezahlt. Programm der Agudas Jisroel entfalten müssen, um den zwingenden ׳Notwendigkeiten der •Gegenwarty, im Sinne von Thora und Mizwos gerecht zu werden. Hierauf entwarf Frau Leah We!isz in einem schönen Vortrag ein Bild von den geistigen Zuständen unter •den •jüdischen Frauen und schilderte die, Gefahren für das •gesamte Judentum, denen durch die Gründung von zielbewußt arbeitenden Agudas Jisroel-Frauen- und Mädchengruppen gesteuert werden soll und auch bereits in wirkungsvoller Weise gesteuert wird. Daran schloß sich der schwungvolle Vortrag von Frau Recha Braun an, ■der die Stellung der jüdischen Fra׳u in der thoratreuen jüdischen Gesamtheit beleuchtete und die Pflichten darlegte, die aus den Wirrnissen unserer Zeit •der jüdischen Frau erwachsen, wenn sie gleich ׳den frommen Frauen der Vergangenheit — ohne den 'Rahmen und die Grenzen zu überschreiten, die das jüdische iReligionsgcsetz und die jüdische Sitte ihr ziehen — ■an ׳der Erhaltung ׳des wahren Judentums Anteil nehmen will. Fräulein Ida Ungar wandte sich in ihrem gefühlvollen und gedankenreichen Vortrag speziell an die. ׳jüdischen Mädchen •und zeigte an ׳der Hand der bisherigen Erfahrungen, welche Fülle 'inneren Glückes und echter Lebensfreude die Arbeit für die •jüdische Gesamtheit nach dem Programm der Frauen- und Mädchen-Aguda allen Mitwirkenden bereitet. Den Rednerinnen wurde von der ganzen Versammlung mit rauschendem Beifall •applaudiert •und •aller Anwesenden bemächtigte sich eine enthusiastische Begeisterung, die sich spontan in herzlichen Ovationen für die Preßburger Gäste äußerte. Fräulein Sari Weisz gab •in •ihrem Schluß- Worte dem Danke des provisorischen Komitees und der Versammlung temperamentvollen Ausdruck. Nach Schluß der Versammlung •begab man sich in die Wohnung des Herrn Oberrabbiner Katz zurück, wo ׳die Gäste abermals in gastfreundlichster Weise bewirtet wurden. Spät am Abend geleitete ein großer Kreis neuer Freundinnen die Gäste zum Zuge. Vor der Entscheidung im Gcmeändeslreite von Dun. Streda. Wie wir bereits mitteilten, steht der sattsam bekannte!Gemeindezwist in Dunäjska Streda (Dunaszerdahely) vqr seinem — hoffentlich endgültigen — Abschluß. Das rabb'inische Schiedsgericht, das •die Angelegenheit auszutragen berufen •ist, wird Montag, den 18. Kislew in Dun. Streda zusammentreten. Als Richter sind von •dem Gemeindevorstand ׳Rabbiner David Schlüssel aus Munkacs und von •der Gegenpartei Rabbiner David Wessely aus Preßburg nominiert worden. Als Laienbeisitzer fungieren von seiten des Gemeindevorstandes Lazar P 0 rges z aus Preßburg ׳und von der Gegenpartei Markus Griinfeld aus Vysny Svidnik. •Der Obmann mußte im Sinne •der Organisationsstatuten vom Landes-Rabbiner- Komitee ernannt werden. Die Wahl fiel auf •Herrn Oberrabbiner Josef Tiger mann in Nov6 Zamky. (3. .. /. sich an Ihrem Geld, o>1e versündigen wenn Sie Pelze ein- I kaufen, ohne sich von unseren billigen Preisen zu überzeugen! Riesige Auswahl in allen Pelzgattungen Verkaufs en gros, en detail! Reparaturen werden schnell und billigst durchgeführt! Parisienne Pelzwarenbaus Braiialawa, Kristinengasse Nr. I Kolben-Palais Samstag gesperrt! Der König ist absolut, wenn er meinen Willen tut... Der Oberrabbiner der Nov6 Zamkyer Neologengemeinde Dr. Samuel Klei 11, der etwa zwei Jahre lang an einer Abteilung der zionistischen sogenannten ״Universität“ in Jerusalem als Professor für talmudische Geographie wirkte, hat offenbar seit seiner Rückkehr Zeit gefunden, seine palästinensischen Eindrücke zu überprüfen und wohl auch manche seiner früheren Ansichten über den Geist, den die Zionistische Organisation aus kulturreformatorischen Absichten dort pflegt, zu ׳korrigieren. Darauf deutete augenscheinlich ein Vortrag hin, den er vor kurzem ׳vor den Nitraer!Zionisten hielt. Der Vortrag bewegte sich in den gewohnten zionistischen Gedankengangen und überströmte sogar von Lobhudeleien für den Zionismus. Trotzdem stieß er auf entschiedenes Mißfallen und den stärksten Widerspruch von seiten, der Nitraer Zionisten, soweit, daß sie ihn in ihrer Presse völlig totschweigen. Dieses Mißbehagen rief, wie es scheint, eine Einzelheit in seinem Vortrage hervor. Er erwähnte •nämlieh — wahrscheinlich ohne zu wissen, daß ein zionistischer!Agitator auch allbekannte־ Wahrheiten nicht erzählen darf —, ■daß •die zionistischen Schulen in Palästina Bibeikriti'k üben und ihre Schüler nicht nur der jüdischen Religion entfremden, sondern sie auch zu ׳politisch umstürzlerisch gesinnten Elementen erziehen. Das ׳von einem Manne zu hören, der bisher als treu gehorchender Zionist galt, war den Nitraer Zionisten nicht gerade angenehm. Ein junger Zionist rief auch dazwischen: ״Unwahr!“ Die Nitraer zionistischen Besserwisser waren über die Wahrheit, die ihrem hervorragenden Gesinnungsgenossen entschlüpft war, so erbost, daß sie ihm in ihrer Empörung das Geleite zum Bahnhof versagten. Aus der Aguda-Jugendgruppe in Presov. Man :berichtet uns aus Presov: Am 29. November fand hier •die Neuwahl der Leitung der Agudas Jisroel- Jugendgruppe statt. Es gingen folgende Herren als gewählt hervor: Salomon Reinitz (Präses), Leopold Lauer (Vize- Präses), Heinrich Gerstl, ,E. Gottfried, Moses Blaß,!David Feld, Is. Neurnann,!Ign. Szinay, Artur Lefkovitsch, M. Wachs, E. Krautwirth, M. L. Kögel, Josef Steinlauf, Jakob Müller und Andor Deutsch (Repräs.). Am 30. November konstituierte sich die neue Leitung und schritt sogleich zu energischer Arbeit. Gründung einer Aguda-Mädchengruppe in Piestany. ׳Wie uns aus Piestany mitgeteilt wird, hat sich dort dieser Tage unter Leitung von ׳Fräulein Feiner eine Agudas Jisroel-Mädchengruppe gebildet. Die •Gruppe plant für Chanukkäh einen öffentlichen Vortragsabend, zu der auch Vertreterinnen der Preßburger Zentrale erwartet werden. Aus der Aguda-Jugendgruppe in Nitra. •Aus Nitra erhielten wir folgenden Bericht: Unter dem Eindrücke des hier stattgefundenen Delegiertenlages der Landesorganisation der Agudas Jisroel-Jugendgruppcn versammelten sich ׳die Mitglieder •der hiesigen Jugendgruppe zur Neuwahl ihres Vorstandes. Wir können mit Genugtuung ׳feststellen, daß der neugewähltc Vorstand aus solchen Herren zusammengesetzt ist, die der Idee der Agudas Jisroel mit ganzem Herzen ergeben sind und zu der Hoffnung 'berechtigen, daß •die Gruppe unter ־ ihrer Führung amfblü'hen wird. Die Wahl ergab: Heinrich Weisz (Präses), Wilhelm ׳Stark und Emi'l Hirsch (Vizepräses), Israel Weisz (Kassier), Moritz Fritz und Arnold Rosental (Kontrolle), Emil Klein und Siegmund Holländer (Gab'boim), Julius ׳Bock (Obmann des Keren Hathora), Jenö Glück (Obmann des Bilkur •Cholim), Michael Blumenfeld, Ph. Braun, Ladislaus Weisz und Josef Weisz .(!Beisitzer). F. S. Reorganisierung der Aguda-Ortsgruppe in Nitra. Als •Ausfluß der neubelebten Aguda-Arbeit ׳in •der Slowakei wurde nun auch die Agudas Jisroel-0 r t sgruppe •in Nitra •auf Initiative Sr. Ehrw. des Herrn Oberrabbiner Aron Katz reorganisiert und auf eine Basis gestellt, diie eine fruchtbare Tätigkeit gewährleistet. Auf 1Einladung, des vorbereitenden Komitees hielt Sonntag, den 10. Kislew Herr Jacob Braun aus Bratislava einen Vortrag über ״Agudazicle und Aguda weg e“, worin er besonders auf die Pflichten hinwies, die jedem einzelnen orthodoxen Juden in den jetzigen jüdischen Kämpfen als Glied des orthodoxen Klal Jisroel erwachen. Seine Ausführungen übten einen tiefen Bindruck aus und führten zu dem erwünschten •Resultat• Herr Joel Neuwalder, der •den Redner auch in einer •herzlichen Anspräche begrüßt hatte, forderte in seinem Schlußworte •die zahlreiche Versammlung •auf, sich in die Liste der aktiven Mitglieder einzutragen. Sämtliche Anwesenden ohne Ausnähme leisteten seiner Aufforderung Folge und ein provisorischer Vorstand wurde mit der ׳Leitung •der Gruppe bis zur Neuwahl betraut. Ueber Beschluß der Versammlung begab sich eine Deputation zum Oberrabbiner, um •ihm über •das Resultat der Versammlung Bericht zu erstatten. Vortrag über Jugenderziehung in Topolcany. Aus Topolcany wird uns berichtet: Vergällgenen ויצא 'D ש״ק hielt der seit dem Krieg ■in W!ien wohnende Rabbiner Chajim Gold klang aus Subatin (Bukowina) In unserer Schomre Thora vor zahlreichen Zuhörern einen tiefsinnigen, auf Zitaten aus Talmud und Midrasch aufgebauten und sehr beifällig aufgenommenen Vortrag über Jugenderziehung. A. B. Vorstandswahl in Nove Mesto n. V. Wir erhielten aus Nov6 Mesto n. V. die Mitteilung, daß bei ■der am 4. Dezember stattgefundenen Neuwähl der orthodoxen Gemeindevertretung die Herren Alexander Fischer zum Präses, Moritz R e i c h m a 11 n zum Vizepräses, Leopold ׳P 0 11 a k zum Kassier, Ignatz Braun zum Kontrollor und Ludwig Fürst zum Schriftfiihrer gewählt wurden. Personalien. Jakob Joel Braun fünfzig Jahre alt. Am 17. Kislew feiert Generalsekretär Jakob Joel Braun seinen 50. Geburtstag. Brauns Name ist mit dem Werden und der Entwicklung der Agudas Jisroel aufs engste verknüpft. Zählte er doch zu der mutigen Schar Unentwegter, die bei jener denkwürdigen Beratung zu Homburg a. •d. H. die ersten Schritte zur Verwirklichung einer gebieterischen Notwendigkeit, der Schaffung einer Organisation aller Glaubensstarken, wie Agudas Jisroel sie darstellt, eingeleitet hatte und die in Kattowitz diese Idee verwirklichen mithelfen durfte. Seit dieser Zeit stellt Jakob Joel Braun all seine geistigen, seelischen und körper- ■י ® § Tschechoslowakei I fä Bä *B»BnBBBBBBBflBBBBB»nE11a&BBflBnBBSga1fflBflBflBBBBflaSBRBB0HE9S1nB«BBGaBBSBtSSSBSBBBBBilBBaBaB1gBBlB

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