Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 13 (1927)
- Issue
- 45 (9.12.1927)
- Date
- 1927-12-09
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 45 JÜDISCHE PRESSE Seite 279 Deber das jüdische Leben in Russland. Der ■Lubawiezer Robbe bat nach seiner Uebersied-!uns; nach Riga einem Presseberichterstatter gegenüber eine Schilderung der Situation der thoratreuen Juden in Rußland gegeben, die sicherlich auf allgemeine Beachtung Anspruch erheben kann. Der Lubawiczer Rehbe sagte, daß die ökonomische Lage der russischen Judemheit geradezu ka-tastro p h ■a 1 sei. Der alte R e i c 111 u m, die alte V e r dienst ׳m ö g 1 i c 11 k e i t wurden so systematisch 11 •1U so gründlich zerstört, wie wir es nie und nirgends in der .•jüdischen Geschichte treffen. Nahezu f ii r die g e־• samte Juden h e ׳i t 111 u ß erst jetzt eine 11 e u e E x i s t e n z g r 1111 d 1 a ge g e s e 11 affen werde 11. Man hofft., •daß die Kolonisation ein gedeihliches Fortkommen ermöglichen wird. Die Ueberführung •jüdischer Massen zu Landarbeit kann nicht restlos begrüßt werden. Sicherlich ׳ist es eine große Sache, jüdischen Menschen durch Urproduktion zur Existenz zu verhelfen. Schon mein Großvater, sagte der Rabbi, der berühmte Zomach Zedek, hat eifrig an der ׳Gründung der Kolonien im Chersouer Gebiet mitgearbeitet. Man muß aber bei der heutigen politischen Lage bedenken, d a ß ein etwaiger U!111 stürz sicherlich auch den Untergang der 11 e 11 g e s c 11 a f f e 11 e n Kolo- II i e n b e d e 111 e 11 w i! r d e. Einstweilen aber muß besonders, vom Standpunkt des religiösen Judentums aus, die Massenausiedluiig der Juden begrüßt werden, denn dort, wo Juden in größeren geschlossenen Siedlungen Zusammenleben und ei.11 gesichert e s D asei 11 f ii 11 r e 11 k ö 1111 e 11, kehren sie zu einer in ihren! innersten Wesen begründeten religiösen Lebensweise zurück. Schon heute ist dieser Zug nach Religiosität in den Kolonien! zu bemerken. Viele Tausende Briefe, die an mich geschrieben werden, sowie die mündliche Aussage von Hunderten meiner Freunde bestärken mich in dieser meiner Auffassung. Allerdings muß ein Unterschied gemacht werden zwischen den Kolonien des Joint lind jenen des Ozet. In den Kolonien des Joint wird der religiösen Betätigung der Juden gar kein Hindernis entgegengesetzt. III diesen! Kolonien ist es vielfach zu •beobachten, daß die K o 1 o 11 i •s t c 11, •bevor sie noch für ,ihre m a t er i e U e n B e •d ii r f ■n ׳i s s e sorgen, auch scho 11 f ii r ein B e t h 1 ־H a m i d r a s c h zu iLer 11- •und Betzwecken gesorgt •h a b e 11. Ganz anders ist es in ■den . Ozet-iKoJonien, die stark •unter dem ■Einfluß der J 0 v c- Sektia stehen; die mit einer Unduldsamkeit sondergleichen den religiöse Trieb bei ihren Kolonien ertöten möchte. Wie weit sie diesbezüglich gehen, kann aus folgendem Vorfall ersehen werden. Voriges Jahr wurden ■zu der Ozet-Konferercz auch orthodoxe •Juden eingeladen. Von!diesen orthodoxen Delegierten׳ hat einer den Antrag gestellt, daß man die Kolonisten in ihrer religösen Betätigung nicht stören möge. Der Vorsitzende, hat in aller . Objektivität diesen׳ Antrag einer Kommission zur Beratung •überwiesen. Dessenungeachtet wurde der Antragsteiler noch am selben Abend verhaftet nm׳d sein ganzes Vermögen in ׳der!Höhe von 7 5.0 0 0 Dollar konfis z i e r t. ׳Noch wichtiger als die ökonomische Gesundung durch bei Prag. Gott hat mich gesegnet mit allem, ich bin reich . und im Gesetze ׳bewandert,׳ nur einen Wunsch versagte mir Gott: meine 'Frau, die ich liebe, gab mir keinen Erben. Da tat ich das Gelübde zu Gott, daß, wenn er mir männliehe' Erben schenken würde, ich meinen ältesten Sohn, wie einst der Patriarch Abraham, ,ihm weihen wollte. Gott erhörte .mein Gebet, schenkte mir vier Söhne. Als mein ältester Sohn, den ich Isa'k nannte, 18 Jahre alt war, da dachte ich daran, mein Versprechen einzulösen. Ich begab mich nach Prag zum Rabbi Ezechiel und brachte ihm mein Anliegen vor. Dieser sprach:. ״Wenn du ein Geliibde getan, so mußt du es auch halten; gehe daher zur Behörde, übergib ihr •deinen Sohn, daß sie mit ihm anfangen solle, was ihr gefällt. Dein Sohn soll Soldat werden.“ ״Hierauf begab ich mich,“ fuhr der Greis zu erzählen fort,״ ־zum Stadthauptmaun und wollte ihm meinen Sohn übergeben, daß er dem Kaiser dienen möge als Soldat; der wies mich aber von sich, da es dem Juden nicht gestattet ist, unter den kaiserlichen Soldaten zu dienen. Dies betrübte mich sehr; ich weinte, betete und flehte Gott an, er möge mir das Herz erleichtern. Da erschien mir ein höheres Wesen •im Traume und sprach zu mir: ״Schimon, mach dich auf und gehe nach Wien; ich werde dich geleiten und werde dir zeigen den Weg, den du wandeln sollst. Da bin ich mm in Wien und ich bin gesonnen, zum Kaiser zu gehen, damit er meinen Sohn von mir annehme, damit ich ruhig sterben kann und der ׳Fluch Gottes nicht auf meinen Kindern laste.“ Der fremde Herr hatte der ׳Rede des Juden aufmerk־ sam zugehört und es gelang ■ihm nur schwer, sein Erstaunen zu unterdrücken. ״Wo ist dein Sohn?“ fragte der Herr. Der Greis rief einen schlanken Burschen mit freundlichen Zügen herbei, der sich vor dem Fremden verneigte. ״Ist es dein Wille, dem Kaiser zu dienen, in die Schlacht zu ziehen und dein Leben zu opfern?“ Der Jüngling sprach: ״Gott hat mich zum Krieger bestimmt, ich will seinem Rufe folgen, damit der Segen wohne im ׳Hause meiner Eltern.“ ״Kommt dann morgen um 10 ‘Uhr in die kaiserliche Burg", sprach der fremde Herr, ״ich werde daselbst Anstalten treffen, daß ihr den Kaiser sprechen könnt; wendet euch ׳nur an den Schloßhauptmaim und nennt euren Namen, ich selbst will für euch beim Kaiser das Wort führen.“ Der fremde ‘Herr entfernte sich rasch. Die Gäste blickten ihm lange nach und waren nicht wenig verwundert, zu sehen, daß er auf der Schlagbrücke von allen Leuten gegrüßt wurde. Wie groß war aber das ׳Erstaunen die Kolonisation ist, setzte der Rabbi fort, eine richtige Hilfe für die Handwerker. Hie Unterstützung der Handwerker ist aus zwei Gründen überaus wichtig. Den Handwerkern kann mit verhältnismäßig geringen Stimmen geholfen werden, ferner ist die Zahl der Handwerker unverhältnismäßig größer als jene der Kolonisten. Eine Produktiviormig ■der!Handwerker hat aber auch eine große religiöse <B odeu tu u g. Solange die Handwerker nicht unabhängig ihr Gewerbe ausüben können, müssen sie die ׳Hilfe der kommunistischen G ew e r k s c 11 a f t e n und L e i .11 k a s s e .11 in Anspruch nehmen. Sobald jedoch diese Handwerker ökonomisch selbständig werden, so werden sie auch ihre religiöse und geistige ׳U 11 a b 11 ä .11 g i g k e 11 wieder gewinnen. Es wäre daher von ungchctirer Wichtigkeit, daß der Joint auch für diesen Zweck •der produktiven ׳Fürsorge größere Aufwendungen macht. Zum Schluß machte der!Rabbi einige überaus interessante Mitteilungen über die günstig fortschreitende Befestigung des religiösen Lebens in ׳Rußland. D i e S y 11׳ agogen und Bet 11 iiuser werd e 11 ׳a 1 1׳ m ä 1 11׳ i c h besser bc s u c 111 11 n d f aMs ein Rabbiner oder ein Lehre r w eg e!1 E r.t e!ilu(n)g eines verbotenen religiösen U111 e.r ri eih t׳e s an Minderjährige verhaftet wurde, pflegten sich bei mir jüdische Advokaten zu ihrer Verteidigung zu melden; von denen •ich bisher kaum gewußt habe, ׳daß sie Juden wären. Ich hoffe, schloß der Rabbi, daß das russische Judentum in Kürze noch einen ebenso wertvollen Teil des religiösen Judentums bilden wird, wie ehedem. VOM TAGE Eine einheitliche jüdische Gemeinde in Palästina? Verhandlungen zwischen Agudas Jisroel und Waad Leumi. Der gegenwärtig in Palästina weilende Präsident der Weltorganisation Agudas Jisroel, Rabbiner Dr. Pinchas Kohri, verhandelt mit dem W׳aaa Leumi 1(׳jüdischer Nationalrat Palästinas) über die!Position der extrem orthodoxen Gruppen innerhalb der jüdischen Gemeinde Palästinas, wie sie in der Gemeindeordnung fixiert ist. Dr. Kohn erklärte, die Agudah-Mitglieder seien gezwungen, separate Gemeinden zu bilden, da sie wegen der Meinungsverschiedenheiten bezüglich des Frauenstimmrechtes und des Unterrichtes in den jüdischen Schulen ihren. Platz innerhalb der allgemeinen jüdischen Gemeinde nicht finden können. Die Diskussion spielt sich in freundschaftlichen Formen ab, und es ist nicht ausgeschlossen, daß ein modiis vivendi gefunden wird, um eine Zersplitterung der jüdischen Gemeinde zu vermeiden. Der Bestand einer einheitlichen Gemeinde sei — wie von beiden Seiten zugegeben wird — gegenüber der Palästinaregierung und der Außenwelt sehr zu wünsehen. Es verlautet, Agudas Jisroel und Wtaad Hair Haaschkenasi würden einer einheitlichen Gemeinde "unter der Bedingung zustimmen, daß den Orthodoxen eine interne Autonomie in Sachen des ׳Religionsunterrichtes, der Schächtung, des Begräbnisses usw. gesichert wird. Ihre jetzigen Ein- Wendungen richten sich dagegen, daß der Waad ׳Leumi, der von Männern nichtreligiöser Art geleitet wird, kompetent sein sollte, in religiösen Fragen zu entscheiden. Würde der Gäste im Hugelmannschen Kaffeehause, als sie erfuhren, daß der fremde Herr der Kaiser Josef II. selbst gewesen sei; ein Bierwirt, der über die Schlagbrücke kam, hatte das Rätsel gelöst. ״Es wird dem Volke Israels Wohlergehen,“ sprach einer zum anderen, ״denn wir haben es aus des Kaisers Mund selbst gehört, daß er die Erlösung Israels will. Gott segne sein •Tun!“ Am nächstfolgenden Tage erschienen Schimon und sein Sohn in der Burg und wurden daselbst freundlich einpiaugen und dem Kaiser vorgestellt. Der Greis, als er den Kaiser erblickte, sprach das .Gebet, welches das Gesetz dem Juden zu sprechen befiehlt, wenn er vor den Regenten tritt; ״Gelobt seist Du, Gott, unser Herr, der mitgeteilt hat von seiner Ehre und Herrlichkeit dem Menschen von Fleisch und Blut.“ ״Ist es also dein unabänderlicher Wille, daß dein Sohn mir diene?“ fragte der Kaiser. ״Es ist der Wille Gottes,“ sprach Schimon, ״dem wir alle gehorchen müssen.“ ״Ich bin lange m!t dem Gedanken umgegangen, die Juden in meine Armee auizunehmen, ׳doch man sagte mir, daß dies gegen euer Gesetz sei und daß es euch an Mut fehlte zum Waffeuhandwerk.“ ״Herr!“ sprach der Jude. ״Gott befiehlt uns, dem Könige zu gehorchen, denn die Obrigkeit ist an Gottes Stelle eingesetzt. An Mat wird es dem Juden nicht fehlen; wenn du ihn frei machst, der Sklave hat noch nie die Zuversieht und das Selbstbewußtsein des freien Mannes gezeigt; wer da kämpfen soll, muß wissen, wofür er sein Leben einsetzen soll; wenn der Jude weiß, daß das Gesetz sein Ereund!ist, so wird er es mit seinem Blute auch verleidigen; willst du, daß der Jude dir tapfer, treu, hingebend in den Schlachten diene, so lasse ihn einen Teil haben an den Rechten der Bürger, lasse ihn ein!Haus haben, das er verteidigen soll.“ ״Detin Sohn," erwiderte der Kaiser, ״soll mir dienen, er soll der erste jüdische Soldat sein und ich werde mein, Augenmerk auf ihn richten. Sein Name soll sein Isak Opferlamm, ich werde Sorge tragen, daß• er viele Kameraden seines Glaubensbekenntnisses finde.“ Isak Opferlamm diente dem Kaiser treu und hingebend und fand den Heldentod in der Schlacht bei Belgrad. Als der Kaiser in dem Rapport den Namen des Gefallenen las, konnte er eine tiefe Rührung nicht verbergen. ״Meine Herren“, sprach er zu den umstehenden Generalen, ״beten Sie mit mir gemeinschaftlich zu Gott für כשר KUNEROL (ss'Aäiiii Verbärgt reines Fett aus Kokos» nässen. Die Kokosnässe werden bei der Kunerolwerke A. G.,Wien» Atzgersdorf, gepreßt und die Er» zeugung steht bis zur Verpackung des fertigen Fettes unter strengster Aufsicht des Herrn Bezirksrab» biners S. Ehrenfeld zu Mattersburg. Kunerol kann daher von jedem Streng* gläubigen ohne Bedenken zur Zuberei* tung der Speisen verwendet werden. ihnen Autonomie in religiösen Angelegenheiten gewährt werden, so würden diese •Einwendungen fallengeiassen werden, so daß das palästiiiensische Judentum gegenüber der Regierung und der Außenwelt eine Einheitsfront darstellen würde. Diese J. T. A.־Meld1111g ist mit großer Vorsicht aufzunehmen. Wir konnten von zuständiger Seite in Jerusalem nur soviel erfahren, daß zwischen׳ Rabbiner Dr. Pinchas Kohn und Dr. Thon eine ganz private Aussprache stattfand, in der die prinzipiellen Gegensätze, die den Anhängern der Aguda unmöglich machen, innerhalb der von Waad Leumi geleiteten Gemeinde zu verbleiben, scharf zutage traten. Dr. Thon lehnte entschieden ab, eine gemeinsame Intervention in Schulangelegenheiten vorzuiiehmen, solange a׳n den Schulen der Agudas Jisroel, wie es fn Jerusalem der Fall ist, in jidischer Sprache unterrichtet wird. Da Dr. Kohn nicht die Möglichkeit ׳hatte, irgend welche Zusagen betreffs Abänderung der Unterrichtssprachen an den orthodoxen Schulen in Jerusalem zu geben, wurden die Unterhandlungen unterbrochen. Man nimmt aber in eirigeweihten Kreisen an, daß in diesen Angelegenheiten noch nicht das letzte Wort gesprochen wurde. Dr. Weizmann in Rumänien. Der Präsident der Zionistischen Weltorganisation weilt zurzeit in Rumänien. Die üblichen Empfänge bei den 1hohen Staatswürdenträgern und ׳die üblichen prozionistisehen Kundgebungen. In den zionistischen Blättern erscheint zurzeit das •ansonsten grau in grau gehaltene Bild über Rumänien, •in hellen Farben. Der propandistische Trieb siegt über die nüchterne Erwägung, was sich die Leser eigentlich über ■die •höchst widerspruchsvolle ׳Berichterstatturig, über die Lage der Juden lin Rumänien denken werden. Es scheint eine zionistische!Berichterstattung für den Alltag und ■einen für die Besuche zionistischer Führer zu geben. Vor einigen Jahren war Präsident Sokolow ׳in Bukarest und die zionistischen Blätter konnten über die judenfreundlichen Aeußerungen der Minister berichten. Kaum aber •hatte Sokolow das Land verlassen, so hat man einen gefallenen׳ Helden, der die Weihe zum Soldaten erhielt, ehe er noch geboren war. Ich will, daß dieses Blut ein Ehrendenkmal sei, es soll ein schöner Baum demselben entsprießen, der Baum der Toleranz, unter welchem eine geächtete Nation •nach Jahrtausenden mühevoller iWanderungen das Dasein eines bürgerlichen Friedens wiederfinden möge.“ Die Feldhauptleute entblößten die ׳Häupter und beteten mit ihrem Kaiser gemeinschaftlich für den ersten jüdischen Krieger. (W. Mitteil. Jahrg. 1958, Nr. 34.) Am 22. April 1793 wurde R. Ezechiel Landau, dieser von der!ganzen Judenheit so hochverehrte und gefeierte Rabbi vom Schauplatze seiner langjährigen überaus segensreichen Tätigkeit abberufen. Der berühmte Ra'bbi Elieser FlekeJes widmete ihm einen sehr ergreifenden Nachruf. Zum Wochenabschnitt■ Aus dem Midrasch. Und Jakob sandte Boten vor sioli her zu seinem Bruder Esov. Und er befahl ihnen und sprach: So sollt ihr spreche« zu meinem Herrn Esow: So spricht dein Knecht Jakob (XXXII, 5). Unser Rabbi sprach zu Rabbi Ephes: Schreibe einmal einen Brief in meinem Namen an unseren Herrn König Antonius. Er erhob sich und schrieb: Von Jehuda dem Fürsten an unseren Herrn König Antonius. Rabbi ׳nahm den Brief, las ihn und zerriß ihn. Er sprach zu ihm: Schreibe: Von deinem Knechte Jehuda an unseren Herrn König Antonius. Da sprach Ephes: Warum hältst du so wenig auf deine Würde? Er antwortete: Bin ich denn besser als mein •Alter, der sagen ließ, so spricht dein Knecht Jakob? * Und Jakob sandte'Boteu vor sich her. Warum sandte Jakob Boten an Esov? Er dachte: Ich will Boten an ihn senden, vielleicht wird er anderen Sinnes werden. Darum sprach er zu den Boten: Saget ihm: Denke nicht, daß Jakob noch auf dem Wege stehe, auf welchem er stand, als er von seinem Vaterhause fortging. Denke nicht, daß er, als er von dir wegging, etwas vom Hause mitnahm, nein, ich habe mir das alles mit meiner Kraft erworben, wie es heißt, ״und nun bin ich zwei Lager geworden.“ In dem Augenblick, wo Jakob Esoy mit den Worten: Mein Herr! begrüßte, sprach G-tt zu ihm: Du hast dich selbst er-