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Jüdische Presse · 1927-03-18 · 11 (18.3.1927) · page 5

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Journal
Jüdische Presse
Volume
13 (1927)
Issue
11 (18.3.1927)
Date
1927-03-18
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Nr. 11 JÜDISCfltC PRESSE Seite 83 Oberall erhfiltlich! Oberall erhältlich! Die weltberühmten amerikanischen Manisdtewita Matzos Manischewitz Farvel Manischswitz Grieß מאנישעווימץ מצות מאנ״שעוויט.ש גריעז מאנישעוויטץ,פארפעל werden von 5 Millionen Juden in der ganzen Welt bevorzugt, weil die besten und koschersten. Depot: Ignatz Frost, Wien, II., Haidgasse 9 Telephon 46-8-89 Zentrale: MsMtzMafzos-tfertrioti Wien, II, Nordbahnstr. 38 Telephone 75-8-32 u. 75-9-32 Es wurde durch die דברי תורה , die in hinreißender Weise gesprochen wurden, zu einer wahren סעורת מצוה Ganz besonders zeichneten sich bei dieser Gelegenheit die Rabbiner' Vorhand aus Mako, Viktor Susztnann aus Budapest, Dr. Abrahamsohn und Reih aus Novak aus. Der 7. Adar in N a g y ־ K a i 1 ö. Der Jahreszeittag der berühmten Kaliber Rabbi, der auf den 7. Adar fällt, wurde in diesem Jahre unter außerordentlich großer Beteiligung der jüdischen Bevölkerung der ganzen Umgebttng begangen. Nebst Extraziigeu haben hunderte Automobile und Wagen ununterbrochen immer neue Scharen von Chassidim gebracht, die den Jahrzeittag beim Zijun von dem berühmten Rabbi verbringen wollten. Unter den hunderten Rabbinern, die aus Ungarn, Tschechoslowakei, Rumänien sich hier zusammengefunden haben, war auch ־ der Munkaczer Rabbi anwesend. Letzterer wollte auf Einladung seiner Chassidim den Schabbos in Kisvärda verbringen, doch verbot ihm die Behörde, die Stadt zu betreten. Das Verbot rief großes Aufsehen hervor. Ansonsten vollzog sich die ganze Feier ohne jeden Zwischenfall. Freispruch unseres verantwortliiehen Redakteurs Otto Stern. Donnerstag den 17. März fand vor dem Strafbezirks- ' gericht die vom Oberiandesgerichtsrat Dr. H ö f e l m a y e r geleitete Verhandlung der von Emil Malkiel Griinwald gegen unseren verantwortlichen Redakteur 0.^. Stern erhobenen Berichtigungsklage statt.!Herr 0. Stern wurde f r e ■i g e s p r o c h e 11. Die Veröffentlichung der von Grünvvald angestrebten Berichtigung in der ״Jüdischen Presse“ wurde abgelehnt. Die Prozeßkosten hat der Kläger zu tragen. Das Fest der Frauenhilfe der Adas Jisroel. Montag;; •den 14. März fand ׳im Rahmen der gemütlichen Zusammenkünfte der ׳Frauenhiife gleichsam als Purimfeier eine größere Veranstaltung statt, die mehrere hundert Freunde und Gönner der Frauenhilfe bis in die späten Nachtstunden in angeregter heiterer Stimmung vereinigte. D.ie Feier, die Agudas Jisroel Jugendgruppe, Wien, Floßgasse t. Einladung :. i;hv '!׳;■׳ י׳■•:• u * ■"'■י־,'■■־■״ ' zi^ dei::.:am^Samstag ijan!8. März 1927, präzise ,8;■Uhr abends, irtk Festste des-*Hotel- Post״1 ,״ Fleischmarkt!24 (Eingang I., Drachengasse 3) stattiindenden Purim-Veranstaltung Karten (Damen und Herren) sind täglich von 8 bis 9 Uhr abends im Lokale der Jugendgruppe, II., Floßgasse 1, Dawid :Steinhof, II., Haidgasse 5, und bei den Vorstandsmitgliedern zu haben. Restliche Karten sind an der Abendkussa zu haben. durch eine geistreiche Begrüßungsansprache von Frau He 1111 y Schreiber eröffnet wurde, brachte eine Fülle künstlerischer Darbietungen, die den lebhaftesten Beifall der zahlreichen Zuhörerschaft fanden. Die Veranstaltung bot auch,׳ was den finanziellen Effekt betrifft, einen schönen Abschluß der Wintcrarbcit der Frauenhilfe. All jene, die sich um, das Gelingen des Festes bemüht haben, konnten in diesem!Erfolg den verdienten Lohn ihrer ebenso mühe■: vollen wie segensreichen Arbeit erblicken. Samuel Fräiikel s. A. Mittwoch den 12. Wcader verschied in Wien Samuel F r äh k e 1. ein wertvolles Mitglied des Betli Hamidrasch Ez Chaim. Samuel Frankel kam vor dreißig. Jahren aus Ungarn nach Wien und erwarb sich durch seine .Frömmigkeit und Gelehrsamkeit eine uneingeschränkte Hochachtung bei all jenen, die ihn kannten. Die Bestattung fand Donnerstag den 13. Adar unter großer Beteiligung der Schiffscluilkreise statt. Die ersten Lelirerinnenprüfungen an der Bajs-Jakow- Lehrerinneübiidungsanstait in Krakau. Krakau. (A. J. P. B.) Am 27. und 28. Adar fanden hier die ersten Prüfungen an der Bajs-Jakow-Lehrerinnenbildungsanstalt statt. 27 ׳Kandidatinnen.'die unter der Leitung von Fräulein Judith Rosenbäum in den letzten beiden Jahren ihre Ausbildung an der Bajs-Jakow-Lehrerinnenbildungsanstalt in Krakau empfangen haben, wurden zu den Prüfungen zugelassen. Die Prüfungen erstreckten sich auf ganz Chnmoesch, ausgewählte Teile von Now.iim und Kosuwim, Pirko Owaus, jüdische Gesetzeslehre (Dinim), Dikduk und jüdische Geschichte, ferner auf Pädagogik, Psychologie und allgemeine Literatur. Die Prüfungskommission bestand aus Herrn Dr. L. Deutschländer, Frau S. Schenierer, Fräulein Judith Rosenbaum. Als Mitglied der Krakauer Schulverwaltung nahm Herr Lahfer an der Prüfung teil, ferner angesehene Mitglieder der Krakauer Gemeinde. Trotzdem der Termin der Prüfung ■den Kandidatinnen aus pädagogischen Gründen nicht bekanntgegeben worden war, war das Ergebnis nach dem Urteil aller ein überaus günstiges. Sämtlichen 27 Kandidatinnen wurde das Zeugnis der Reife zuerkannt, einigen mit dem Vermerk der besonderen Auszeichnung. Nach Abschluß der Prüfung fand in den Räumen der Anstalt eine schlichte, aber eindrucksvolle Feier statt. Vertreter der jungen Lehrerinnen erstatteten kurze, aber in- CESKA Herren- und Damenkleider-Schnelireparaturanstalt und prompt und billigst WIEN, I., JUDENGASSE 11 Komme ins Haus Neuheiten I FürFrühjahr u.Jormner 1 in Qualitätr^ar-e fm finden bei uns in reich- '1' sler Auswahlu.zu billigsten Preisen. Wv führen Crepe de Chine in sä mH. Mode• färben׳ Georgette ln allenTbstetl• lönen- Taffelas glatt u-schcßisch Horum- Foulard• ׳DeSSins in bedruckten» Crepe de tnealbndiS WIEN VII. NEUBAUGASSE 10. cDa£dm1 haltsreiche Referate. Fräulein Spira behandelte soziale Gesetze in der Bibel, Fräulein Teitelbaum und Fräulein Subotka sprachen über Wesen und Ziel der Bajs-Jakow- Erziehung. Herzliche Mahnworte richtete Fräulein Judith Rosenbaum au alle ■ihr so lieb gewordenen Schülerinnen. Dr. Deutschländer gab seiner Anerkennung über die Leistungen in warmen Worten Ausdruck und richtete an die zahlreich erschienenen Gäste, an die Vertreter der Krakauer Kehilla und insbesondere an die anwesenden Sejtndeputierteu die dringende Bitte, das große Werk, das nunmehr wiederum eine wichtige Phase seiner Entwioklung überschritten habe, mit allen Kräften zu fördern. Er verwies insbesondere auf die Notwendigkeit, die Arbeiten für das neue Bajs-Jakow-Heim nunmehr energisch in die Hand zu nehmen. Zum Schluß sprach Herr Schmelkes (Krakau), der seiner großen Freude über die Entwicklung für Bajs Jakow Ausdruck gab. Dr. Ludwig Lieben gew. Chefarzt und Assistent in Prag, ordiniert in Preßburg Franziskanerplatz 8. Telephon 3188. משכו וסחו לכם משלכם euigbeit משכו וסחו לכם משלכם IBas erst^,.נ■®»■. JLn "Wien Die weltberühmten Palästina-Nlazzotk | | hergestellt tinter streng ritueller Aufsicht des ehrw. orthod. Rabbinates Sr• Ehrw. Herrn II Obertrab&iner Josef Chaini^Sönnenfeld,, Präses der;,Agudas Isroel in Erez Jisroel ־ Gepackt in ihygienischen Kartons 1/2 kg1 netto ,5• . . ■:■;י.: ■y;t ׳ - ■v-G'•'•»'»• ׳ Generalrepräsentanz für ganz Oesterreich: IW 2m ־i: lm. a. xm Jtff €* d e tz k i Wien, II., Leopoldsgasse 43, Telephon Nr. 46-1-90 — sind ׳populär gehalten und auch iür das minder gebildete ׳Publikum leicht verständlich. Oie technische Ausstattung des Werkes, ׳der typographische Eindruck, das Textbild, bergen alle ,neuzeitlichen Errungenschaften der;Buch- •druckerkmist in sich. Nicht unerwähnt darf bleiben, daß ׳das geschmackvolle Titelbild, die mehrfarbigen, künstilerisch ׳ausgeführten Textbilder den günstigen Gesamtemdruck erhöhen und zu dem berechtigten Urteil beitragen, daß hier das Beste nach •!Möglichkeit geschaffen wurde. קונטרס חק ישראל קובץ מכל דיני ערב פסח שחל להיות בשבת — ישראל וועלץ שיעור רב דחברה ש״ס בבודאפעסט. Rabbiner Israel Welcz, der gegenwärtig in Budapest als תופס ישיבה und Vereinsrabbiner wirkt, hat unter obigen! Titel eine sehr lehrreiche uiid brauchbare Broschüre veröffentlicht. Er hat die ganze, umfangreiche Literatur von ע׳ פסח שחל!בשבח durchstudiert und in seinem Werke systematisch geordnet und verwertet. Die interessanten Erörterungen über סיוסבכירות (s. 16) מי ששכח ליטול חלה בע״ש׳ (S. 20)בלילשק von בדיקת (S. 28) verdienen besondere Aufmerksamkeit. In der Broschüre werden auch Probleme, die■־.mite den technischen Errungenschaften der Jetztzeit in Verbindung stehen (Verwendung des elektrischen Lichtes bei בדיקת חמץ s. 18, Käschern־ der falschen Zähne בשבת שחל, בה ע״פ s. 37) sehr ausführlich und gründlich, behandelt, Der Verfasser, der den'!Ruf eines währen גחל □ih תלמוד geuteßt, hat seinen Stoff nach dem Schema des, Ganfriedschen ק צ 1 ר ש״ ע gruppiert, Die Broschüre ist schön ausgestattet und ist beim Verfasser (Rabbiner Israel Welcz, Budapest, ViL, Kertesz' utca 27) erhältlich. •י■ _ — , ־ ' ■; : D. ' . Sefer, Aßudrabam von . RabhJ wDayid Abudrahara. Dieses alte,, für *die jüdische Liturgie^gruhdlegeHde Werk,. dä;i scHon einige Auflagen erlebte, \yürde! neuerdings vom Rabbiner; Ch. •L.'Ehrenreich ediert..und 'mit,'einem grqßangelegten Kommehtajre versehen! Diese Ausgabe über-? trifft. an Korrektheit des Testes sätniliche Editionen, die, nach dem Jahre 1489 .erfolgten,' Jede spätere Ausgabe ’ über-׳.. trifft nämlich ihre Vorläuferin au strotzenden Fehlern und Mängeln, die uns den Genuß des hochwichtigen Werkes gründlich verleiden. ׳Herr Rabbiner Ch. L. Ehrenreich, der sich durch Herausgabe und ■Kommentierung der 13״!Regeln der Hermeneutik von Rabbi Saadja Gaon“ und des ״Pardes“ von Rasch! bereits einen bekannten Namen in der Gelehrtenwelt erworben, verfuhr auch bei der durch ihn besorgten Neuerscheinung des ״Abudraham“ nach seiner schon langbewährten Gründlichkeit und peinlichen Minutiosität, so daß die jüdische Lesewelt, die Sinn und Verständnis für hervorragende Quellenwerke vom Schlage des Abudraham besitzt, beim Studium des in Rede stehenden neugedruckten Buches auf!ihre Rechnung kommen wird. Der Herausgeber nahm sich zur Basis die 1489 in Lissabon erschienene erste und verläßliche ׳Ausgabe, die er noch mit einer in der Bibliothek der Jerusalemer Jeschiwa Rabbiner Ganins verglich, verbesserte und mit Zusätze bereicherte. 111׳ seinem ausgedehnten!Kommentare verwies er auf alle einschlägigen Stellen, wo die Ansicht des Verfassers geteilt, unterstützt, ■bewiesen, bestritten, entkräftet oder nur angeführt wird. Er tut dies aber nicht in einer trockenen, ermüdenden Weise, die ■bloß geeignet wäre, die stupände Belesenheit des Kommentators an den! Tag zu legen, er versteht es Vielmehr, die 'einzelnen Fragen in eine solche Beleuchtung zu rücken, in der sie durch ihre Vielseitigkeit und •Farbenpracht das Auge ergötzen, das Herz erfreuen und das Interesse stets wach erhalten» ja zu anknüpfender und fortspinnender Gedankenarbeit ,anregen. Zu bedauern ist nur, daß es dem verdienstvollen Herausgeber an Mitteln gebrach, sogleich das ganze Werk drucken zu lassen. Dieser erste Teil besteht aus 260 Seiten ■Quart, und es steht zu wünschen, daß Herr Rabbiner Ehrenteich durch raschen und massenhaften Absatz des ersten Teiles bald in den Stand versetzt werde, auch die;anderen yier Teile samt der iti diesem Teile versprochenen :großen Einleitung, die uns die Geschichte des Verfassers jund; seines Werkes geben Söll, so schnell als ,möglich er- ‘ 1scheinen lassen zu können.; R. J.VA. Sch. i Toidoth G’dola Horaab. Biographien von zehn be-;rühmten, hplachischen Autoren׳ von־.Seh e׳wac h■ Kn ö: bi 1. Verfasser, der bereits durch Biographie des berühmten׳ Rabbi Meschulem T i s m i e n i c in Preßburg und durch die Herausgabe einer ausgezeichneten Hagada schcl Pessach tüchtige Proben seines literarischen Könnens geliefert und einen guten Namen in der jüdischen Gclehrtenwelt erworben hat, bearbeitet im vorliegenden Werke die Biographie von zehn Koriphäen der talmudischen Welt. Raschi, Rambam, Rosch, die Bale-Thurim, Josef Karo, Rabbi Mosche Isserles, Ture Sohob und Schach, Rabbi Abraham Gumbiner und Rabbi Josef Tlumin (Peri Mgodim) erscheinen in diesem Werke vor unserem geistigen Auge in ihrer ganzen Größe. Verfasser zeichnet in klarer und kerniger Sprache auch das Milieu, aus dem diese Leuchten des Judentums hervorgingen. Wir können an der Hand der Lektüre dieses ausgezeichneten Werkes einen tiefen Blick in die geistige Werkstatt tun, in welcher fast ein Jahrtausend hindurch der Talmud gepflegt, kommentiert, ausgelegt, in seinen Tiefen erfaßt und für die Entscheidungen des alltäglichen, praktischen Lebens zurechtgelegt wurde. Das Werk ist in leicht faßlicher, klarer hebräischer Sprache abgefaßt. Preis S 5. Zu beziehen bei Schewach Knöbil, Wien, XX., Romanogasse 11-13. Robert Griepenkerl: ״Ein Ueber lebender“. Novelle Mit einem; Nachwort von Ernst Sander. Reclams Universal- Bibliothek Nr. 6740. Heft Pf. 40, Band Pf. 80. — Eine abem teuerliche Erzählung aus dem .Seemannsleben von erschütternder dramatischer Gewalt. Die Novelle spielt in einem kleinen Ort an der deutschen Nordseeküste; ihr Held ist ein alter Leuchturmwächter, der, zu Unrecht eines Mordes angeklagt, zu seiner Rechtfertigung ein Erlebnis ,junger Jahre enthüllt; jene grandiose. Schilderung eines Schiffbruches im Polarmeer bildet den' Höhepunkt der Erzählung. — Diese Meisternovelle Griepenkerls entstand itn Gefängnis; eine packende Darstellung׳ von des Unglücklichen Dichterg^Leben ergänzt das \^erk.: j ' Julius Berstl: ״Lichtenbergs ׳Idyll";' fyit Nachwort '.vp|1 Dr. Ldfcz ■ Weltmann. Reclams UniversaKBibliothek Nr. 6731. Heft. Pf. 40, Band Pf. 80.. -— Lichten.berg, der große;, Satiriker und. Aphoristiker, ist der Heid Betsjtls neuester Novelle. Eine echte Rokokogeschic.hte, die jedermann mit Abtellnähme und Spannung lie^t.; r׳ : *

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