Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 13 (1927)
- Issue
- 11 (18.3.1927)
- Date
- 1927-03-18
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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Seite 82 JÜDISCHE PRESSE, Nr. 11 Die mißbrauchte Autonomie. Die spartanische Gesetzgebung kannte keine Strafe für den Vatcrtnord. Die Strafgesetze der alten Völker zeichneten sich bekanntlich nicht durch eine besondere Sentimentalität aus, sie verhängten sogar schon für manches Vergehen, das in späterer Zeit milde beurteilt wurde, die härtesten Strafen. Niemand wird darum auf den grotesken Einfall geraten, daß das uralte Gesetzbuch, das für den Vatermord keine Strafe festsetzt, dieses Verbrechen ungestraft lassen wollte. Man glaubt auch nicht, daß diese Lücke in der Gesetzgebung, dieser fehlende Paragraph etwa auf Versehen des Gesetzgebers zurückzuführen sei. Mau hatte eben die Möglichkeit eines furchtbaren, naturwidrigen Verbrechens, wie cs der Vatermord ist, als 1111־ denkbar, als ausgeschlossen angenommen. Man wird die lange Reihe schmachvoller Exzesse, die seit Jahr und Tag nicht nur das Ansehen der Wiener Hochschulen und des österreichischen Staates schädigen, sondern auch geradezu eine Verhöhnung der geltenden Gesetze bedeuten, nicht mit', einem Mord vergleichen wollen. Aber wer sich auch nur einen Funken von ]Rechtsgefiihl bewahrt hat, wird doch fassungslos gegenüber der Tatsache stehen, daß diese empörenden, nichtswürdigen Gesetzesverletzungen ungestört und ungeahndet unter den Augen, sozusagen unter dem Schutz der staatlichen Behörden verübt werden können, weil es die Autonomie der Hochschulen so will. Gewiß, die den Hochschulen gewährte Autonomie hat die Aufrcchterhaltung der Ordnung und Ruhe innerhalb der Räume der ,Hochschulen den akademischen Behörden und der Hochschuljugend anheimgestellt. Aber damals, als dieser den idealen Kämpfern für Wissenschaft und Freiheit verdankte Fortschritt errungen wurde, hat kein Vernünftiger daran gedacht, daß eine Zeit kommen könnte, in der Studenten, die Blüte der Intel!!‘-, genz, sich zu Werkzeugen niedriger, reaktionärer Be- Strebungen erniedrigen würden, daß Studenten diese, freiheitlichc Errungenschaft zu brutalen Ausschreitungen und Gesetzeswidrigkeiten mißbrauchen könnten, die, außerhalb der Räume der Hochschule verübt, jeden Radaubruder dem Arm der Polizei ausliefern würde. ׳ln Wien sind wir seit Jahren Zeugen des wahnwitzigen Schauspieles, wie unter dem Schutze der Autonomie ■der Hochschulen eine Gruppe verhetzter Bursche angeblich zur höheren ,Ehre ihrer . nationalen Gesinnung sich das Recht;herausnimmt, andersgesinnte, ׳lern Willi ge Studenten und Studentinnen׳ zu mißhandeln, ׳die Vorlesungen zu ׳stören. An der!Hochschule fiir Welthandel hat dieser Skandal seinen!Höhepunkt erreicht, denn ׳hier hatten ׳die hakenkreuzlerischen , Studenten zur )Krönung ihres Treibens die Vermessenheit, den Rektor!Hofrat 1Gruntzel, .de־r ihnen entgegentrat, mit gemeinen ׳Beschimpfungen!und |jeden׳klid1׳en Drohungen zu'überhäufen. .Wer ׳kann es leugnen, daß all die Skandale, die in der jüngsten Zeit;mit gewaltsamen Störungen der ׳Lehr- und Lernfreiheit und mit der Mißhandlung von Studierenden verbunden waren, offenkundige Gesetzesverletzungen bedeuteten? Soll aber die Autonomie der Hochschulen auch weiterhin als Schutzbrief, als!Privilegium für ,planmäßig inszenierte und durohiefüiifft* Handlungen gelten, die durch das Gesetz veirpörif slhdi? Das höchste Gut dePHochschnlen, die Ldhrdöd Lernfr-eiheit wird von einer•?׳■,.Qtuppe r,v1er!ü^t^tp^jS|1jtf dlhten mißachtet, unter dem Schutze vdef Autonomie der Hochschule wird die Ehre der Hochschule mit Füßen getreten. Verdienen wirklich nationale Gefühle, denen durch! Schändung des Deutschtums und der Wissenschaft Ausdruck verliehen wird, eine so weitgehende Schonung? :Sollte man ׳nicht vielmehr glauben, daß gerade der geheiligte Boden der Hochschule, die die Pflanzstätte der כשר של פסח ijSIl® iliiiiniiilK iiiiiilül Verbürgt reines Fett ans Kokos« nüssen. Die Kokosnüsse werden bei der Kunerolwerke A. G.j'Wien« Atzgersdorf, gepreßt und die Er־ zeugung steht bis zur Verpackung des fertigen Fettes unter strengster Aufsicht des Herrn Bezirksrab־ biners S. Ehrenfeld zu Mattersburg. Kunerol kann daher von jedem Streng־־ gläubigen ohne Bedenken zur Zuberei־־ tung der Speisen verv/endet werden. Wissenschaft sein soll, einen besonderen Anstand erfordert? Die hakenkreuzlerischen Studenten sind, das muß allerdings ihnen als Milderungsgrund zugebilligt״ werden, vielleicht durch die unerklärliche Langmut, die die Staatliehen und die akademischen!Behörden so ׳lange ihren Exzessen gegenüber bewahrten, in dem ׳Glauben bestärkt worden, daß sie nichts zu fürchten hätten. Die Vorgänge an der Hochschule für Welthandel dürften aber ■da's :Maß vollgemaoht!haben. Endlich hat Höfrat iGruntzel, der Rektor dieser ׳Hochschule, von sittlicher!Empörung und wahrem Rechtsgefühl gedrängt, im Bewußtsein der Verantwortung, die ihm seine hohe Würde auferlegt, den Mut ׳gefunden, zur Ehre ׳der ׳Menschlichkeit, der Wissenschaft und des ,Gesetzes das erlösende Wort zu sprechen. Der Rektor Gruntzel hat der Heuchelei, die einer schamlosen, verbrecherischen!Hetze, mit dem •Nimbus nationaler Gesiunung umgeben wiill, ׳die Maske von der scheußlichen Fratze gerissen. 'Er hat mit ehrlichen, deutschen Worten, .wie sie einem Manne der Wissenschaft geziemen, da« freche Treiben der Hetzer als ein Attentat gegen die Hoch- 1schule, ,als einen Schlag gegen Recht :und Gesetz gebrandmarkt. Das ’ war endlich die so Jang vermißte Sprache eines^an der Spitze einer ׳Hochschule stehenden!Mannes, dem^is Manu der ,Wissenschaft ׳die Lehr.־ , und Lefjjr!; freiheit höher gilt, als die Sympathie, die die rad$$|•! lustigen hakenkreuzlerischen Bursche den RektoMü! anderer Hochschulen zu wenden. Der Rektor ,!Gruntzel hat gesprochen, wie er nach seiner Ueberzeugung und seinem Verantwortungsgefühl sprechen mußte. Er hat dadurch ijjcht iö|f.;^lic geistigen, sondern mj'cl^die wirtschaftlichen, ■iu:t^r.e^e1^|.i,pesterreichs gewahrt,' *‘die 'durch das tobsüchtige Treiben verantvvor- tungslpspr׳,/Hetzer schwer verletzt werden. Wer das Ansehen ■unserer Hochschulen kompromittiert, di׳e, um auf ihrer Höhe ׳zu bleiben, auf den Zuzug wissensdurstiger Hörer aus dem ■Auslände angewiesen sind, ׳müßte geradezu als Verräter värdJiÖllt werden. Was soll ׳man in dem gesitteten Auslande von einem Staate denken, in dem es ungestraft ׳bleibt, wenn eine Rotte mit Knütteln bewaff- .neter Studenten;in• die Lehrsäle mit dem Rufe ,stürmt: 1״Juden und Ausländer ׳hinaus!“ Daß dieser jüngste, alle vorangegangenen Skandale überragende Exzeß just gelegentlich der jetzt abgehaltenen Messe arrangiert wurde, verrät deutlich die Absichten, von denen die Drahtzieher geleitet sind, die, unsichtbar hinter den Kulissen stehend, das Kommando zu den Demonstrationen geben. Der Minister Schiirff, der sioh sicherlich mit Recht als guten Deutschen bekennen darf, hat vor kurzem erst in einer Rede seiner freudigen Genugtuung Ausdruck verliehen, daß die Hochschule für Welthandel von nahezu tausend Studierenden ׳ aus dem Auslande besucht ist. Wenn es weiter nach dem exzedierenden Rottenführer Korber ginge, würde sich dieses erfreuliche Verhältnis bald ändern. A. Nachrichten m Der 7. Adar. W i c n. Die jüdische Bevölkerung des 2. Bezirkes, die alljährlich am 7. Adar in der Schiffschul sich einzufindeu gewohnt ist, um am Todestage Mosche rabbenu eine Stunde dem pietätsvollen Gedanken an die verstobenen Größen in Isroel zu weihen, ist in diesem Jahre um diese Gedenkfeier gekommen. Infolge Unpäßlichkeit des Ehrwürdigen Oberrabbiners der Ados Isroel (Schiffschul) mußte von der Veranstaltung eines Hesped Abstand genommen werden. Hesped in der S t u m p e r s y n a g o g e. Die Trauerfeier in der Stumpersynagogc fand wie alljährlich mit dem gewohnten Programm statt. Der Rabbiner der Synagoge, Sr. Ehrw. Herr Rabbiner M. F 1 e s c h, hielt einen tiefergreifendeu Hesped nach den im Laufe des Jahres heimgegangenen Rabbinern, unter denen Herr Rabbiner F1 c s c h seinen großen Lehrer und Meister, Rabbiner Dr. Salomon Breuer, Frankfurt, in warm empfundenen Worten beklagte. Budapest. In festlich-feierlicher Weise wurde dieses Jahr der Chewra-Kadischa-Tag begangen. Im Prachtsaale der orthodoxen Gemeinde, der im hellen Lichterglanz erstrahlte, wurde die Generalversammlung abgchalten, bei der Dr. I. F r i e d m a tt n als Präses der Chewra im Rahmen seines großzügigen Jahresberichts der frommen, jüdischen Geisteshelden gedachte, die im letzten Jahre ihre reine Seele aushauchten, deren Körper auf unserem heiligen ״guten“ Ort die letzte Ruhe gefunden. Es zitterte ein wimmerndes Schluchzen durch den hellen Saal, als man die Namen von S. ׳Ehrenfeld, L. Großberg, Aaron Weber, M. ׳Epper und Gawricl Humwald ז י ״ ע erwähnte, die als Talmude Chachaivhn, Tmimim wijreim wirkten: Fahnenträger heiliger Jüdischkeit und jüdischer Heiligkeit gewesen und nunmehr nur als ideale Lichtgestalten aus dem Reiche der einigen Wahrheit zu uns herüberstrahlen. Mit markanten Strichen zeichnete in gewohnt meisterhafter Weise der Kassier der Chewra, Adolf S c h 1 e s i n- •g e r, das finanzielle Gebahren des ׳Institutes, das seine ganze Tätigkeit in der ausschließlichen Uebung von גמילזת חסד erschöpft. Mit den trockenen Zahlen und Ziffern, mit denen er operierte, zauberte er das kunstvolle Bild des Liebeswerkes vor Augen, mit;■dem die Chewra den Rahmen ihrer Tätigkeit ausfüllte ■und’1‘gab eine Perspektive für die Zukunft, wenn — nicht wie diesmal — die wirtschaftliche Depression gewichen sein wird. Es war herzerhebend zu hören, was das kleine Häuflein der Ansche-Chessed unter der Leitung der ״Fürsten der Tausend“ an Opferbereitschaft und Liebestätigkeit an אהבת ישראל לגמילות חסד leistete Und wenn sonst immer bei solchen Anlässen die kritischen •״Nörgelmänner und Bessermachenwoller mit spitzer Sonde den Jahresbericht zerfasejn und im hohen Diskantton — ganz besonders vor einer Neuwahl — die Leitung :schärf kritisieren, diesmal bReb^lles^stümm', :Die ausgegebeifen Millionen standen irrF richtigen Verhältnis zum sichtbaren Erfolg. Anerkennung und ehrfurchtsvolle Liebe war der Dank des Präsidiums für sein Tun. Bei der Neuwahl rückte Herr Adolf Schlesing e r zum Präsesstellvertreter vor, während Herrn Abraham Kornfein die Funktionen eines Gabbai übertragen wurden. Mit einem Festbankett, dessen Arrangement Herr Morton S t e r n glänzend löste, fand der Tag seine Krönung. anderen Beruf ergriffen — 0, möchte er es je früher tun! —, sondern עונש בטול Vergeltung ,harret seiner für den ungerichteten Schaden von d e in, der Herz und Nieren, prüft und über •unsere Gesinnungen und Handlungen urteilt. Dieses frevelhafte Hinübergreifen in das ״Thoraherrschaftsgebiet‘■ ,eines anderen Rabbiners hat sich noch ׳immer bitter gerächt; es ist. ein Vergehen, das kaum je gutgemacht werden kann wegen seiner bösen Folgen, schädlichen Auswirkungen bis in die späteste Zukunft hinein, an denen allerdings Schwachköpfe u׳nd schwache Charaktere, auch wenn sie Rabbiner heißen, die aber nach einem unserer großen Rabbiner treffend : Stiefrabbiner, nach einem anderen noch treffender: רע בנים genannt zu werden verdienen, ihre helle Freude, ihre niedrige Schadenfreude haben; es ist ein häßliches und gräßliches Vergehen, dem äußerst selten, vielleicht nie eine tiefempfundene Reue, der aufrichtige Wille, zu retten, zu verbessern, wä's; hoch möglich ist, folgt. Es erwacht nicht die Reue, weil .man Öefangen, weil 'man eben b e s t p c׳h e n ist; bestochen von Neid, bestochen von Eifersüchtelei, bestochen von Herrsucht, bestochen von Ruhmsucht, bestochen von ׳Sensationslust,.;. bestochen von Geldgier, von Gewinnsucht odeL, von allen!diesen zusammen, und um 4er unwissenden!Masse Sand in die Augen zu streuen, erdichtet ׳trian ׳ mit ausschweifender Pliantaste schws^endsyRankende, hinkenden völlig hinfällige Begründungen (sogenannte ״Heterchen“), die־ bei dem uhbefängenen; vorurteilsfreien, ' in der Halacha ‘yvirkUeh : bewanderten Thoragelehrten, einerseits tiefe ׳Entrüstung* andererseits ein miiteidvolles, höhnisches Lächeln hervorrufen.!Denn es ist lind bleibt eine ■unumstößliche Wahrheit, dje heilige Thora selber verkündet sie: ״Die כי השחר יעוד פקחים ויסלף דברי צדיקים (שמות בג׳ ח׳) , die Bestechung ׳blendet H e l'l seh e n d e und macht schwankend die Worte des Gerechten; erst nun, wenn es mit der ״!Klugheit“ ׳und mit dem ״Zidkum“ nicht so weit ist. ׳Mit der ganzen Entschiedenheit ■unserer tiefsten Ueberzeugung stellen wir nun das Paradoxon auf; Je mehr Wissen ein Rabbiner sich ■angeeignet, je höhere Intelligenz er besitzt, je mehr edle Eigenschaften ihn zieren, je selbstloser, je uneigennütziger, je friedliebender, mit einem Worte, je gottesfürchtiger er ist, und alle diese Vorzüge vereinigten sich docli harmonisch in der Person des Rabbi Natan Adler, um so eher wird er verfolgt, um so eher wird er als Friedensstörer verschrien von denen, die tief unter ihoi stefiend ' .den allerhäßlichsten, Leiden-‘ schäften frönen und :die eigenen moralischen Defekte und Gebrechen dem Rabbiner ohne jede Ge- Wissensskrupel ganz einfach ändichten. (Fortsetzung folgt.) 00® I Bücher |©ÖÖ Die Pessach-Haggadah, übersetzt!und erklärt von!Dr. Philipp Schlesinger und Josef Güns,, Mit .!zahl- |reichen farbigen. Bildern. Wien 1927. Verlag Jos. Sc hiejs d n g e r. Preis S 10. Fast!jedes ■Nachkriegsjahr bringt eine Fülle von neuen »Haggadah-Auegaben, ׳gewissermaßen! als Zeichen der wiederer wachten Erkenntnis ׳derßedeutung dieses Volksbuches, das• wie׳ .koth 'aftderes berufen ist, in uaverblaßter!Frische auf jedes!jüdische!Gemüt einzuwirken. Die weihevolle Stimmung der Seder׳aben!d!e verlangt gebieterisch nach einem künstlerisch angepaßten Ausdruck. Die- , sem ■Begehren entspricht die vorliegende Pracht-Haggadah in hohem Maße. Schon die Anordnung und ,Uebersichtlichkeit des Urtextes, die (Riesenlettern des klaren und •prägnanten Zweifarbendruckes bieten auch für das verwöhnte Auge des modernen Menschen einen starken Reiz und laden fast unwiderstehlich!zur neuerlichen Vertiefung in den liebgewordenen Text ein. Das Verständnis des Urtextes wird wesentlich erleichtert durch die klare und leichtfaßliche Sprache der UeberSetzung. Trotz der Offensichtlichkeit der!Bestrebungen, sich genau an das Wort des Urtextes zu halten, ist nicht nur der Sinn des Wortes, sondern auch der Geist der :heiligen Sprache zur Geltung gekommen. In der Uebersetzung scheint der durch neuere Forschung ermittelte und festgestellte Sinn des .hebräischen Wortes an manchen Stellen ׳mitberücksichtigt zu sein. So wird hier das Schriftwort 11ירעו אותנ nicht wie üblich ״sie haben, ׳uns schlecht behandelt“, sondern ״sie machten:!uns schlecht“׳ ׳übersetzte;Sie haben ׳uns schlecht behandelt 1—־diese Fassung berück-׳ ׳< sichtigt lediglich das physische ■Uebel der ägyptischen Knechtschaft; sie haben uns schlecht gemacht — verdeutlicht uns, daß das ,jüdische Volk!in Aegypten! .;nicht nur . •körperlich gelitten, Sondern durch die schädlichen׳ tEinwir- ■klingen der ■fremden ägyptischen Kultur nahe daran war, zugrunde zu gehen. ׳ Das Streben nach!Einfachheit und :Klarheit ,in der ׳Uebersetzung des Textes ist auch bei der: .,Erklärung desselben durch die unter ■diesem stehenden Glossen zum Ausdruck gekommen. Nicht weitschweifige ׳Betrachtungen sind: es, welche den sachlicher! Inhalt verdeutlichen wollen, sondern die!Auffassung des!Midrasch und ׳ Talmud ds{;es,'V^fphe allenthalben he rVÖ!gehoben ■und.;mitunter ■mit';^!qeft“^lrefferiiden״©emertoin^ett '0. des WHnaer ::Gaon gewürzFsihd.^Eifie bemerkenswerte!Netierung ist dif' Punktierung ׳ ־der 'wörtlich ׳angeführten Talmud-׳ und Midraschstelien, welche aüch׳־blinder Belesene zum besseren Verständnis anleitet. Die exegetischeh Bemerkungen — wi’r ’ weisen besonders auf ־ diejenigenbei den Hallelpsalmeh hin