Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 6 (1850)
- Issue
- 8 (22.2.1850)
- Date
- 1850-02-22
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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SI wieder, und Erzählte ihm-daß er dem Fürsten einen Pallast rrrichtet habeder viel wehr «erth sei, als der damals gegebene Kaufpreis. Per Mann dankte für die ihm erwiesene Wohkthatdaß er ihn und seine Familie erhalten, und Eliah rrwiederte ihm: Gieb Preis und Lob dem Herrn der Welt, der Dir diese Gnade erwiesen hat. Dis Nächstenliebe, der Thora Text. Von M. Ä. G, Die Thora gleicht dem Spruche unserer Weisen gemäß, jenem Heilmittel, daß auf ^richtiger, vorschriftsmäßiger Weise, angewendet, heilend daS Leben befördernd ist, hingegen heim unrichtigen Gebrauche tödtend sein kann, so/ auch die Worte der Thora, so belebend, belehrend und heilend sie, dein sind, der in Wahrheit - sie aussucht, so bieten sie nun aber auch dem verrätherischen, frevelnden Blick .Stoff zu seinem Verderben rM av v'2vbv!> r-H'bv.LvL! — So hoffen denn auch unsere Reformatoren für ihr Treiben Geltung und Unterstützung der Thora zu finden — Besonders aber ist es der Tanno Hillel, ein Mann, auf dem unsere Weisen sagen, daß er dem göttlichen Gesetze gleich Mvscheh fähig war, wäre sein Zeitalter tüchtig dazu gewesen; der Weise, nach dessen Lehren ein großer Theil unserer Coder festgesetzt ist, mit einem solchen Namen verschmähen es unsere Zeithelden nichtihr Wesen zu zieren. So z. B. Dr. K***, in seiner Rede, »die Nächstenliebe im Heiligthum das Allerheiligste", in welcher er so ziemlich die ganze Thora bis auf diesem Gesetze den Abschied giebt, bietet daselbst seinen Zuhörern als Beleg, wenn sie auch etwas von einem alten Weisen (!!!) Hören wollten, den bekannten Satz Hillel's an. Es kann -war unser Zweck nicht sein, einem solchen Standpunkt entgegeyzntreten, da nur blöde entnervte Augen einen solche» Schein in einem solchen hellleuchtenden Lichte erblicken können; wollen vielmehr, was unsrerwenn auch schwacher, doch reiner Blick hierin wahrnehmen konnte, entfalten. Die betreffende Stelle' (Schabbos 31.) heißt: Einst kam ein Heide vor Schamai mit den Worten: Nehme mich auf in das Judenthum, aber mit der Bedingung, daß Du mir die ganze Thora lehrst. Mährend ich auf einem Fuße stehe. Schgmai stieß ihn mit dem Baumaaße, welcheer in der Hand Hatte von sich. Darauf ging er dann mit seinem Ansuchen vor Hillel, welcher ihn auch aüfnahm und ihn. lehrte: Was Du nicht gerne flehest, daß thue Du auch Deinem Nächsten nicht, djeseS ist die ganze Thora, das Uebrige Erklärung. »Geh' und lerne." DaS Herz, die Triebfeder alles menschlichen Thun und Lassens, ist der Kampfplatz zwischen dem Guten, dem Bösen, in ihm tauchen die Gefühle und der Reiz des Thierischen, Sinnlichen, in ihm entflammt, das Licht des Höhern und Edlen, dadurch die Veredlung und Höhere Bildung in ihm eine Stätte, 'einen Ruhepuukt findet, und von da aus seine Strahlen, seine» Geist über das ganze Menschliche Wesen und sein Streben erschüttet. Sinnlich und thierisch bei seinem Hervortreten ins Dasein ist das Herz von jenem, dem Guten femdseligen Elemente der Leidenschaften eingenommen, 'ob 'vvv r-'b^ 'rw'co und würde auch in diesem niedrigen, sinnlichen Zustande bleiben, wenn nicht das Licht, das Veredlung und Bildung die Flamme des Höheren in ihm entzündet bö ob' szn obvo z'v/'. Und glücklich, der diese Himmelspforte erobert, glücklich der, welcher die Banden des Thierische» aus dieser heiligen Stätte zu verbannen wußte und ein edleres höheres Licht eines göttlichen Slrebens darin anzufachen nicht versäumt — glücklich der, der diese setne Bestimmung so in Menschenwürde nicht vergeudet. Denn siehe, das ist ja Mensch, was Gott von Dir will, hörst du die liebliche milde Stimme der Gottheit, 'ö '-I -s'wi. Gieb mein Sohn dein Herz mir, und deine Augen werden meine Wege beobachten! Dein Herz also weihe ihm, eS zu reinigen und zu veredeln, und gewiß deine Äugen werden lauschend die Tritte Gottes beobachten, seine heiligen Wege sorgfältig nachspüren, denn daS ist ja nur, was die Gottheit von Dir will, b^ brow. Das Herz ist es, was er will, und wenn dieses ihm gewidmet, dieses sstr.ihn schlägt, für ihn fühlt, dann finden die Klänge der Thora heiteren Einklang in dir! — Höre Israel sagt die Thora, nehme es auf in deinem Herzen, daß der Ewige unser Gott, der Einzige ist, und dann wirst du ihm deine ungetheilte Liebe schenken, ihm dein Herz und seine