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Der treue Zionswächter · 1850-02-22 · 8 (22.2.1850) · page 2

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
6 (1850)
Issue
8 (22.2.1850)
Date
1850-02-22
Page
– (sequence 2)
Language
German
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S8 -her oft auf einseitiger Meise angelvanble Ansicht, Dadurch alleinkann die durch LM materielle RrW tung unheilrg gewordene Zeit eine höhere Weihe wieder erhülken, und auf die Schule als Borbeticktung für, und Einführung in das Leben aUgewandkdadurch alliist^ kann die Aüwenvung des Relrgionsauf dest GesaMmlünterticht Möglich gemacht Merven.- War. es dahex die Aufgabe der Erziehung, die mos ralische und rntellektNelle Bildung des Geistes zu fördern, war die Schule unentbehrliches aKests zur Lösung dieses Problems der Erziehung, so ist endlich vornehmlich das Beispiel, daß von Unberechenbarem Einflüsse, vornehmlich auf die moralische und religiöse Entwicklung des zu Erziehenden ist. Prägen sich schon sinnliche, nur für das äußere Auge empfängliche Eindrücke unserem Geiste und Gemüthe tief ein, lassen sie nimmer zu verhallende Nachklange in uns zurück, um wie viel mehr muß dies bei geistigen Eindrücken der Fall sein. Der Mensch, vorzüglich aber der auf den ersten Stufen der Entwickelung stehende, bedarf der äußeren Wahrnehmung zu sehr, ist naturgemäß zu innig auf dieselbe angewiesen, als daß, wenn er auch bei größerer Selbstständigkeit, bei erlangter Reife, sich von derselben frei Mächen wollte, hiezu überhaupt noch fähig wäre. Bedürfest wir nun aber im Allgemeinen schon solcher Anhaltspunkte und Stützen, wie viel größer und entschiedener muß ihr Einfluß auf uns sein, wenn sie uns von denen, durch die geboten werden, die Gefühl nnd Pflicht zugleich als Muster jeder Tugend uns darsiellten, als Ebenbilderzu denen wir in heiliger Scheu emporblicken, deren Leben, den Urquell des eigenenwir nachzustreben unser höchster Stolz, unser höchstes Streben ist, kurz, wenn sie von Eltern auf Kinder übergehen. Der Einfluß, den bas Beispiel der Eltern auf Kinder übt, ist daher ein unberechenbarer, von den entschiedensten Folgen. Wenden wir uns nun zurück zu der Frage, von der wir ausgegangen, wie so es kömmt, daß Kinder so häufig bei herangereifterem Lebensalter die religiöse Lebensmeise der Eltern verlassen? Mld ob das orthodoxe Judenthnm in der That nicht im Stande fei, die jüngere Generation mit seinen Praktiken zn befreunden? so ergiebt es sich klar, daß diese beiden Fragen sich gegenseitig ergänzen, daß in der einen Beantwortung für die andere zugleich mit enthalten sei. Werfet Nicht, Ihr Eitern, die Ihr den Abfall Schuld auf diese Meist zUrSck;^klltgeiÄichtHieVsrdertttheic eines sinnlich' Materiellen Zeit, die - nur > dem - Genüssedem Egoismus und der Eitelkeit fvöhnt, ün, die Schuld ist häufig, ja am Meisten.Ellroeigsn^ Schule, Erziehung, Beispiel, diese Trias fordert das orthovoIe JydenchumHls-M einer religiösen KinderWiehung. Aber wie bei allen seinen Lehren unh.Praktiken fordert es hier ganz besonders Entschiedenheit "und Konsequenz, festen Millest, heiligen würdigest Ernst. Wenn aber unsere Kinder entweder 'überhaupt christl. Schulen besuchen, wenn in der jüdischen der' religiöse Unterricht als entbehrlichsterals unerquicklich Und beschwerlich dargestellt wird, wenn wir ber unserer Erziehung von dem' Grundsätze" ausgehen, dem Kinde dürfe ist der Jugend Nicht zn viel aufgebürdev werden, damit W bei vorgerücktem Alter nicht Alles zugleich von sich abwerfe, wenn wir argwöhnisch dieses „Zu-Viet" überall hervorblicken sehen, wo vorürrherls'fteies UrLheilwo rÄigiöses Gesetz nur Nöthwendiges,' Über'auch Erträgliches ausfpricht, wenn wir endlich durch das eigene- Beispiel den Eindruck bei Unfern Kindern Hervorrufen- und stets mehr bestärken- Erleichterungen, und zumal eigenmächtige seien nicht nur erlaubt, sondern vielmehr durch die Dringlichkeit der Umstände u. Verhältnisse geboten; wen hätten wir alsdann anzuklagen, durch die versührifche Sirenenstimme des Genusses Und Egoismus, begrüßt von der zujauchzenden Schaar unheiliger Alltägsgeschöpfe, während sie auf der andern Seite nicht das Gewicht ernster Unverletzbarer Grundsätze, nicht die Macht der Ueberzeugung, nicht die Kraft und den Muth des Opferns nnd Entsagens in der Waägschaate zu legen habennach und nach jene kindlich heiligen Eindrücke immer mehr aus dem Gemüthe entfernen, die ganze Stufenleiter hindurch bis zum gänzlichen JNdiffekentismus herabsinken? Wahrlich, Niemanden anders, als uns selbst, die wir auS Mißverstandener Vorsorge, oder viel häufiger noch stüs eigettW Bequemlichkeit, Lauheit und UnenHchiedenheit den ersten Keim zu jenem allmähligenALsterbea gelegt habey. Das orthödoro JuVenthum fordert nMdas„Zu-Viel^ von uns, im Gegenchril verwahrt fich sehr nach-

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