Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 6 (1850)
- Issue
- 8 (22.2.1850)
- Date
- 1850-02-22
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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r a A ir -er Interessen -es orthodoxen Iudenthüms. s. R e d er e't e u r. Vr. G n o ch, Direktor und Obrlehrer zu Altona. 22. Februar 1850. > Mtona. j .p'v^ ''in i",b '' M8. Bon diesem Blatte erscheint wöchentlich einmal » Freitagsein Bogen. Das Abonnement auf ein Zair ist LK Ct. (2 Thlr^ pr.»3Fl. 3vTr.) Man äbonnirt bet allen löbl. Postämtern,.soliden Buchhandlungen uyd ZettungS'Erpedttionen. Inhalt. Leitende Artikel: Üeber den Eiüflüß» welchen bä» Beispiel der Eltern auf ihre Kinder übt. Bon Z. — Mora« lische Erzählungen^ Bon U***. — Die Nächstenliebe, der ^oH'TezEBanE/MGWMK.^ertWtzM cichr ich - ten aliS: Boiem, Kurhcssen. — Änzeiger. — Über de« GLnfluß, welchen das Beispiel der Eltern auf ihre Kinder übt. Von I. (Beschluß) Da demnach die Schule nicht als eigentliche Unterrichts-, sondern als Erziehungs- und Bildungsaustalt angeseben werden muß, so darf in derselben nichts verabsäumt werden, was dazu beitragen kannim: Herzen der Zugend moralische Gefühle zu erwecken, religiösen Sinn zu beleben, und beides, Moralität und Religiosität, in wohlthätiger Durchdringung, auszübilden und zu veredeln. Wenn daher auf der einen Seite der von seinem Berufe erfüllte und ganz durchdrungene Religionslehrer in heiligem Ernste den Unterricht ertheilen, wen« er nicht allein die Kunst besitzen, sondern auch den Drang in sich fühlen: muß, allen Lehrgegenständen durch, den Stempelnder Religiösität, den er ihnen aufdrückt, die heilige Weihe zu geben, so daß der Gesammtimterricht ein eigentlicher ReligiönSnuterricht wird: so muß auch auf der andern Seite, das m dem Kinde schlummernde moralische, und das demselben eingeflößie religiöse Gefühl angeregt und zu solcher Lebendigkeit gebracht werden, daß es auch im Stande sei, dem heiligen Ernste des Lehrers zu folgen, und demselben überhaupt nachzufühlen. Ist einmal die Religionsbildung in dieser Absicht als der Hauptmoment irgend einer, vorzüglich einer jüdischen Schule aufgestellt, dann wird bald von dieser Religionsbildung die Gesammrbildung durchdrungen sein. Der Religionsunterricht soll nämlich nicht ein bloßes Lehrsystem, ausgerüstet mit den Regeln und Formen eines abstrakten Unterrichtes sein, sondern Religions- und Elementarunterricht sollen, als koordiniere, sich ergänzende ^um praktischen Religionsunterricht gedeihende DiSciplinen angesehen werden, wie die Religion selbst, als des Lebens schönste Blüthe dieses nach allen Richtungen durchdrungen und zur Reife bringen muß, und also alles mit Recht in ihr Gebiet gehörig betrachtet wird, was auf Erhöhung und Veredlung der Lebensthätigkeit des Individuumsowol, als auch des Gesammtlebens abzielt, und das ist der gesammte Unterricht der Schule. Ls ist diese eine im Zudenthume selbst wohlbegründete,