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Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz · 1914-01-01 · Heft 1 · page 17

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Journal
Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz
Volume
1914-1915
Issue
Heft 1
Date
1914-01-01
Page
– (sequence 17)
Language
German
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IRI
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Ifi Vheleldwebel der Keserve befördert — In den Lehrkörper der Jacobsonschule trat er Ostern 1907 als wissenschaftlicher Hilfslehrer ein, wurde von Ostern 1910—11 zur Ableistung seines Seminarjahres an Herzog], Pädagog^Seminar zu Braunschweig beurlaubt, kehrte dann aJs Probekandidat an die Jacobsonschule zurück, wo er nach Erlangung der Anstellungsfähigkeit Ostern 1912 endgiltig angestellt wurde. Gestützt auf gediegene wissenschaftliche Kenntnisse und ausgestattet mit einer natürlichen pädagogischen Befähigung, widmete sich F. unter Einsetzung seiner ganzen Persönlichkeit dem Lehrer- und Erzieherberuf. (ranz besonders ist sein gewissenhafter Fleiss in der Vorbereitung seines Unterrichtsstoffes und die Wärme des Tones, mit welchem er diesen seinen Schülern nahe brachte> hervorzuheben. Er unterrichtete vornehmlich Deutsch und Geschichte und wirkte durch diese Lehrgegenstände im besten Sinne erzieherisch auf unsere Jugend, in die er die Saat der Liebe zum Deutschtum senkte. F. beschränkte sich nicht bloss auf seine Unterrichtstätigkeit, sondern hatte eine herzliche Freude am persönlichen Verkehr mit den Schülern. Daher war er ein eifriger Förderer des Wandersports an der Anstalt; er war immer bereit, mit seinen Schülern in die nahe und ferne Landschaft hinauszuziehen, blieb tageja wochenlang (in den Ferien) mit ihnen unterwegs, teilte mit ihnen das einfache Mahl im Freien oder das harte Lager in der Kaserne und auf dem Heuboden oder unter dem Feldzelr. Dr. F. hatte etwas von der Kraft und Schlichtheit der westfäl. Erde, der er entstammte. Daher seine körperliche Frische und Hurtigkeit, daher auch die Einfachheit und Biederkeit seines Wesens. Wegen dieser Eigenschaften war er in allen Kreisen gern gesehen; €r hinterlasst auch bei seinen Amtsgenossen nur Freund ef die sein Andenken stets in Ehren halten werden. Seinen Schülern wird er aber als ein strahlendes Beispiel eines deutschen Mannes voll Kraft und Biederkeit voran leuchten, Der Abschiedsgrives, den Dr. Füser an den Direktor Fried land am 8, August beim Scheiden von Biaunschweig sandte, lautete: «Auf Wiedersehen und auf den Sieg der deutschen Waffen!» Der erste Teil des Wunsches ist leider nicht in Erfüllung gegangen. Aber wir hoffen voll Zuversicht, dass der zweite Wunsch erfüllt wird, und dann hat auch Dr, Füser dazu beigetragen — so dürfen seine Witwe und einst seine beiden Söhne, so darf auch die Jacobsonschule mit Stolz sprechen — das Vaterland von einem heimtückischen Feinde zu befreien und ihm den Frieden zurückzubringen. Die Feier schloss mit dem Chorgesang: »Morgenrot, Morgenrot, leuchtest mir zum frühen Tod.» Nachträglich wurde Dr. Füser von Sr. Kgl. Hoheit das braunschweigische Tapferkeitsverdienstkreuz verliehen. Ein tragisches Geschick hat es gefügt, dass vier Tage früher, bevor die töttiche Kugel unseren Dr. Fuser erreichte, am 24, August, sein Studiengenosso und Freund, der wissenschaftliche Hilfslehrer Karl Greulich, den Heldentod in Frankreich gleichfalls fand. Er war mir vorübergehend, 1Jahre, an der Jacobsonschule tätig, aber seine Kollegen und seine Schüler werden sieh des hühuenhaften, lebensfrohen und tüchtigen Mannes gerne und voller Hochschätzung erinnern. Die Liste der gefallenen ehemaligen Jacobson Schüler enthält die Namen vieler Jünglinge, deren Erinnerung von der Schalzeit her noch frisch in unserem Gedächtnis ist. So mancher ist darunter, der auf der Schule von etwas ganz anderem als vom Schlachtengetümmel träumte, der aber zum Helden wurde, als ihn die Not des Vaterlandes rief. Da ist der frohgemute Siegfried J a c o b s o b n , der strebsame Richard Adam, beide ausgezeichnet mit dem Eisernen Kreuze; da ist der etwas schüchterne, brave Otto Adami, der biedere, dicke A c k e nh au s e n , der so pflichttreu seine grammatischen Regeln auswendig

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