Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz
- Journal
- Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz
- Volume
- 1914-1915
- Issue
- Heft 1
- Date
- 1914-01-01
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/3504366-3504433-3504434--796-3525056- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Goslar 1× ep/1044636
- Seesen 1× ep/1048106
OCR text
15 Name ii Geburtsort Von öer Schule abgegangen Bemerkung Steiner, Hans Siemann, Heinrich Krzesinski, Paulus Abraham, Simon Sieber, Gustav Kahle, Karl Berlin Velpke Goslar Bendorf Seesen Seesen M. 14 M."l3 M. 12 M. 11 0. 12 D) Lehrer und ehemalige Schüler im Felde. Die Pflege des vaterländischen Sinnes ist die erste und wichtigste Aufgabe der deutschen Schule, und dass sie dieser Aufgabe gerecht wurde, zeigt die Begeisterung für die grosse Sache des Deutschtums, die Millionen von Herzen in dieser ernsten Zeit durchglüht und sie zu Taten edelsten Opfermutes treibt. Auch die Jacobson schule kann mit freudiger Genugtuung feststellen, dass alle, die ihr nahe stehen, Lehrer und ehemalige Schüler, dem Vater lande gegenüber ihre Pflicht in hingebender Treue üben, alle, ohne Unterschied der Herkunft und des Glaubens. Wie gross die Zahl aller derer ist. die auf den Ruf des Kaisers zu den Fahnen geeilt sind, lässt sicli nicht angeben. Auch die drei oben aufgeführten Verzeichnisse dürften nicht vollständig sein. Jedenfalls enthält die «Ehrentafel der Jacobsdnschule» leider schon eine recht lange Liste von Kämpfern, die ihr Leben für Deutschlands Recht und Ehre gelassen haben. Zwei Lehrer und 25 ehemalige Schüler stehen darauf, und es ist uns eine schmerzliche Pflicht, ihrer zunächst zu gedenken. Als die Nachricht von dem Tode unseres lieben Kollegen Dr. Heinrich Füser cinlrbf, versammelte der Unterzeichnete am 24. September v. Js. die Sc hui gern ein de zu einer Trauerfeier, an der auch die Damen der Amtsgenossen und ein Freund des Verstorbenen, Herr Redakteur Hofmann, teilnahmen. Nach einem gemeinsam gesungenen Choral schilderte der Direktor in längeren Ausführungen den Leb^nsgang und die Persönlichkeit des Verstorbenen. Er bemerkte in der Einleitung, dass er die Freude hatte, am Sedantage der Schülerschaft eine am selben Tage eingelaufene Feldpost karte vorzulesen, worin Dr. Füser am 26. August mitteilt, dass sein Regiment gerade die französische Grenze überschritten hätte, nachdem es manches Gefecht dem Feinde geliefert hätte. Zwei Tage darauf, am 28. August traf den Wackeren eine feindliche Kugel in einem Gefecht bei Etreux in der Nähe von St. Quentin. Durch einen Kopfschuss schwer verletzt, kam er ins Lazarett in Etreux, wo er am 12. desselben Monats verschied. Auf dem Kirchhof zu Etreux schläft der tapfere Streiter den ewigen Schlaf. Füser entstammt einer westfälischen Gutsbesitzersfamitie, durchlief in seinem Heimatsorte Hemmern bei Lippstadt die Volksschule, besuchte dann eine Rektoratsschulo und trat hierauf in das Königliche Gymnasium zu Paderborn, das er als tüchtiger Schüler nach vierjährigem Besuche mit dem Zeugnisse der Reife verliess. Er studierte in Münster und München Germanistik und Geschichte, bestand in Münster das Oberlehrer-Examen, das er später durch eine Lehrbefähigung in Franzosisch ergänzte, nachdem er sich längere Wochen in Paris studienhalber aufgehalten hatte. Er genügte seiner Dienstpflicht vom Herbst 1904—1905, wurde zum Unteroffizier mit der Qualifikation zum Reserveoffizier und später zum