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Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz · 1908-01-01 · Heft 1 · page 5

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Journal
Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz
Volume
1908-1909
Issue
Heft 1
Date
1908-01-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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IRI
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6 Die Reise gelang in jeder Beziehung. Am 22. Juli 1808, am Tage nach der Rückkunft berichtet Hofrat Schott an den Geheimen Finanzrat Jacobson, dass die Schüler > durchgehen ds gesund und unversehrt* angekommen seien, und dass sie sich * überall durch ihr artiges Benehmen allgemeine Liebe und Achtung erworben und durch ihre Lernbegierde und Aufmerksamkeit sich eine Menge schätzbare Kenntnisse gesammelt«. Den Lehrern — es nahmen sechs daran teil — zollt er für ihre aufopfernde Tätigkeit höchstes Lob,, und er drückt seine Freude darüber aus, dass er von den 150 Thlrn,, die ihm der Schulpatron in hochherziger Weise für die Reise zur Verfügung gestellt hat, noch 6 Thlr. erübrigt hätte. Ob die Ausgaben nach unseren Begriffen hoch oder niedrig waren, lässt sich nicht sagen, da wir nicht wissen, wie viel Schüler teilgenommen haben. Nach einem statistischen Bericht aus dem J. 1808 an den Prafekten des Leinedepartements — Braunschweig war bekanntlich um diese Zeit ein Teil des französischen Königtums Westfalen — zählte die Jacobsonschule damals insgesamt 70 Schüler, von denen 14 Stadtschüler waren. Söhne von »Honoratioren und andern Bürgern«, wie in dem Aktenstück bemerkt wird. Ob alle 70 Zöglinge an der Wanderung teilgenommen haben, lässt sich nicht feststellen. Es ist auch schade, dass wir die Reisebeschreib un gen der Schüler, die Direktor Schott seinem Vorgesetzten Isr. Jacobson in dem oben bezeichneten Briefe in Aussicht stellte, nicht mehr besitzen. Der beste von diesen Aufsätzen sollte dem Stifter vorgelegt und mit einer Medaille belohnt werden. Aufschluss über manche interessante Einzelheit der Fahrt wurden wir durch diese Reisebeschreibung erhalten. Auch dieser kleine Ausschnitt aus der Entwickelungsgeschichte unserer Anstalt zeigt uns deren Stifter, Israel Jacobson, als einen Mann des Fortschrittes, der die neuen Erziehungsgedanken seiner Zeit gerne aufnimmt und sie für sein Lieblingswerk, unsere Schule, fruchtbar macht 2. Schiileraustausch mit einem französischen Gymnasium. Eine Schülerfahrt besonderer Art haben zwei Obertertianer und 3 Untersekundaner (3 Haus- und 2 Stadtschüler) in Begleitung eines Lehrers unserer Anstalt, des Herrn Dr. Scherping, zu Beginn der Sommerferien unternommen. Sie reisten nach Boulogne-sur-Mer, wo sie im Internat des College Mariette, eines städtischen und staatlich subventionierten Gymnasiums, den Monat Juli verbrachten. Mit dieser Reise ist der erste Versuch eines Austausches von Schülern zwischen einer französischen Anstalt und der unserigen gemacht worden. Der Gedanke eines solchen Schüleraustausches liegt nahe, nachdem man begonnen hatte, zwischen den einzelnen Landern Kandidaten des höheren Schulamts und Universitäts-Professoren auszuwechseln. Allerdings begegnet der Schüleraustausch einer Reihe von Schwierigkeiten. Man hat zunächst daran gedacht, Adressen von Eltern zu vermitteln, die geneigt waren, ausländische Knaben aufzunehmen und dafür ihre eigenen ins Ausland zu schicken. Es besteht auch eine solche Vermittlungsstelle in Paris, die von Lehrerkreisen vielfach befürwortet wird. Neuerdings ging aber eine Warnung durch die Zeitungen, die nicht mit Unrecht auf die Gefahr hinwies,.

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