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Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz · 1907-01-01 · Heft 1 · page 22

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Journal
Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz
Volume
1907-1908
Issue
Heft 1
Date
1907-01-01
Page
– (sequence 22)
Language
German
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IRI
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23 Schuljahres, bei der Versetzung Küeksieht zu nahmen ist, bleibt dem pflichtmässigen Ermessen des Direktors und der Lehrer überlassen. Unzulässig ist es, Schüler unter der Bedingung zu versetzen, dass sie am Anfange des neuen Schuljahres eine Nachprüfung bestehen. 5. Zur Beschlussfassung über die Versetzungen treten die Lehrer klassenweise unter ■dem Vorsitz des Direktors zusammen. Der Hauptlehrer der Klasse schlägt vor, welche Schüler zu versetzen, welche zurückzuhalten sind; dann geben die übrigen Lehrer ihr Urteil ab, für welches jedoch immer die Gesamtheit der Unterlagen massgebend sein muss. Stimmenmehrheit entscheidet, bei Stimmengleichheit gibt der Direktor den Ausschlag. Demselben steht auch das Recht des Einspruchs gegen jeden Beschluss der Konferenz über Versetzung oder Zurückhaltung zu; in diesem Falle ist die Entscheidung der Herzog!, Oberschulkommission einzuholen. 6. Ein Schüler, dem auch nach zweijährigem Aufenthalt in derselben Klasse die Versetzung nicht hat zugestanden werden können, hat die Anstalt zu verlassen, wenn sich mit der Mehrzahl der Lehrer auch der Direktor dafür ausspricht. Doch muss den Eltern oder deren Stellvertretern mindestens ein Vierteljahr zuvor eine darauf bezügliche Nachricht gegeben worden sein. 7. Diese Bestimmungen treten mit dem 28. April 1908 in Kraft. Mit demselben Tage verlieren alle entgegenstehenden Bestimmungen insbesondere auch unsere Verfügung vom 1. Dezember 1S96 Nr. 825, ihre Geltung. IV. Zur Geschichte der Schule. 1. Kuratorium und Lehrerkollegium. Das Kuratorium besteht unverändert aus dem geschäftsführenden Mitgliede Herrn .Justizrat Dr. Julius Jacobson, Rechtsanwalt in Berlin, Herrn Bankier August Jacobson in Hamburg und Herrn Justizrat Dr. Emil B e r e n d, Rechtsanwalt in Hannover. Im Kollegium fanden innerhalb der zwei Jahre von Ostern 1906 bis zum heutigen Tage mancherlei Veränderungen statt: Der als wissenschaftlicher Hilfslehrer beschäftigte Kandidat des höheren Schulamts, Herr Dr. Scheiping, wurde von Ostern 1906 ab zur Ableistung seines Militärdienstjahres und seines Seminarjahres, welches letztere er am HerzogL Wilhelm-Gymnasium zu Braunschweig verbrachte, beurlaubt Ihn vertrat Herr Probekandidat Otto M e v e s von 1906 bis 1907, der als Oberlehrer an die städtische höhere Mädchenschule in Braunschweig berufen wurde. Von Ostern bis Weihnachten 1907 übernahm Herr Kand. Hartstein die Vertretung des Herrn Dr. Scherping und im letzten Vierteljahr musste leider eine neue Vertretung durch den wissenschaftl. Hilfslehrer F. X. L c h e r erfolgen. Letzterer bleibt auch für das nächste Schuljahr an der Anstalt und swax in der Eigenschaft als Erzieher, dem vornehmlich die Beaufsichtigung der Hausschüler im allgemeinen und die Erteilung von Nachhilfeunterricht an schwächere Schüler obliegen wird. Für Herrn Mittelschullehrer J o h a n s s e n , der zu Ostern 1906 nach 5 V*jähriger erspriesslicher Tätigkeit ausschied, trat als wissenschaftl. Hilfslehrer Herr Dr, Rindskopf ein, welcher im Herbst 1906 wieder in den bayerischen Staatsdienst zurückkehrte.

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