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Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz · 1907-01-01 · Heft 1 · page 9

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Journal
Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz
Volume
1907-1908
Issue
Heft 1
Date
1907-01-01
Page
– (sequence 9)
Language
German
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10 unbedenklich der Jugend gewährt werden dürfen, damit die Erinnerung an die zweite Heimat, ■die unsre Anstalt der ihr anvertrauten Schar sein will, kein trübender, pein voller Eückblick anf eine verkümmerte, freudlose Jugend sei. Hunderte von Männern und Jünglingen segnen heut das Andenken des Mannes, der Tinermüdlich bestrebt war, Geist und Gemüt seiner Schüler in harmonischer Weise zu entwickeln. Wie die Erinnerung an den edlen Mann in uns nie erlöschen wird und seine Anschauungen in uns fortleben werden, so ist auch die Saat, die er ausstreute, in den Herzen seiner Schüler unvergänglich, und Generationen werden die Frucht seiner Lehren ernten. — In seinen Anschauungen zu leben, ist der Dankeszoll, den Ihr ihm geben sollt; und dass aus seinen Schülern tüchtige und gute Menschen werden, bleibt der Lohn seiner Arbeit. Dafür aber, dass er der Unsere sein durfte, danken wir dem Allmächtigen, der ihn in unsere Mitte stellte, und nie werden wir aufhören, mit treuer Yerehrung des Geschiedenen zu gedenken. Segen seinem Namen! c) Ansprache des Untersekundaliers Abrahamson. Kaum ist ein Jahr verflossen, dass wir unsern lieben, unvergesslichen Herrn Direktor Professor Dr. Phüippson zu Grabe trugen. Nicht ziemt es mir, auf sein Leben und Wirken an der Jacobsonschule hinzuweisen, umsoweniger als seine Verdienste um die Schule von bewährter Redner Mund hervorgehoben worden sind. Aber wenn auch die Schule als solche diese Verdienste anerkannt hat und ihre Dankbarkeit hier wiederholt zum Ausdruck gebracht worden ist, so darf die Schülerschaft nicht zurückstehen. Sie ist dem Verblichenen zum grössten Danke verpflichtet für alles, was er für sie getan hat — und was er getan hat, das geschah ja nur, um seine Schüler zu fördern, um sie zu bilden, um sie aufs Leben vorzubereiten, damit sie .spater brauchbare Mitglieder der Gesellschaft, damit sie Männer, ja deutsche Männer würden. Um ihre Liebe und Dankbarkeit zu beweisen, haben viele seiner Schüler den Wunsch gehegt, ihm ein bleibendes Denkmal zu setzen. Daraufhin ist die Aufforderung an die früheren 'Schüler des Hingeschiedenen ergangen, sich an diesem Werke zu beteiligen, und Hunderte haben -dem Rufe Folge geleistet, und aus allen Ländern Europas sind die Spenden reichlich geflossen. :So haben die Schüler des Verstorbenen ihre Dankbarkeit zum Ausdruck gebracht, — und diese Dankbarkeit wird ihr dauerndes Gepräge in dem wertvollen Ölbüdnis haben, das der hier anlesende Maler, Herr Krupenie, mit Meisterhand geschaffen hat Mit stolzer Freude entledige ich mich hiermit des mir gewordenen ehrenvollen Auftrags und überreiche das Bild im Namen der ehemaligen und jetzigen Schüler mit der Bitte, dass es -seinen Platz in der Aula finden möge. d) Ansprache des Herrn Kurators Justizrat Dr. Julius Jacobson. Gestatten Sie mir, im Namen des Kuratoriums Ihnen unseren herzlichsten Dank für das Bild des verewigten Direktors Professor Dr. Phüippson auszusprechen, welches Sie uns soeben für unsere Aula überreicht haben. Sie werden begreifen, dass ich mit wehmütigen, schmerzlichen Gefühlen heute hier erscheine, und dennoch hat es mich gedrängt und tut es mir wohl, heute an dieser Feier teilzunehmen, welche den Manen, welche dem Andenken des weiland Direktor Phüippson, unseres Philippson, gilt, mit welchem ich durch mehr als 20jährige innige

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