Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz
- Journal
- Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz
- Volume
- 1915-1916
- Issue
- Heft 1
- Date
- 1915-01-01
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
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_lrl_ der Aufnahme der Bestände au Nahrungsmitteln, Ivupfer und Petroleum, wie sie von den Behörden angeordnet wurden, veranlasst wurden. Glücklicherweise trat im letzten Schul Vierteljahr durch die Rückkehr der Herren Bode u. Dr. M arcus eine gewisse Stetigkeit in der Arbeit der Schule ein. Immerhin wird es nötig sein, gewisse Teile des Lehrstoffes, 11 am entlieh in den unteren. K lassen, wo (Jer Lehrerwechsel am häufigsten war, auf der folgenden Klassen.^Life gründlich zu wiederholen. Auf diese Umstände wurde bei der Versetzung weitgehend Rücksicht genommen. Unterbrechungen erfuhr der Schulunterricht durch den Gang der Kriegsereignisse. Als die Nach lieh ten von dem Siegeszug unserer Heere im Osten (Sieg am Dunajctz am 3 Mai, Fall von Przemysl am 3. Juni, Eroberung von Lemberg am 23. Juni, von Warschau und Iwaugorod am 5. August, von Kowno am 17. August, von Nowo Georgiewsk am 10. August, von Wilna am 19. September) einliefen, wurde der Unterricht an einigen Stunden oder am ganzen Vormittag gemäss einer früheren Veifügung der Herzog Ii chen Oberschul komuii-siou ausgesetzt. In einer * Kriegast unde» wurde auf die Bedeutung der Waffen tat unserer Truppen Inn gewiesen, oder die Schüler zogen mit ihrem Lehrern — zuweilen unter Vorantritt der Sehulkapeile — auf einem Umwege durch Wahl und Berge nach dem Spiel platze, wo sich die Schar nach einer knrzen Ansprache des Direktors trennte. So wurde der freie Vormittag nutzbringend für Leib und Gemüt verwendet. Schulfrei war auch der 10. Mai (Taufe des jüngsten Prinzen unseres hohen Landesfürstenpaares), der 20. Mai (als Belohnung der Schüler für die erfolgreiche Goldsammlung) und der 2L Mai, an dem die Klassen, diesmal unter Vermeidung der Eisen bahn fahrt, den üblichen ScbuJausfiug unternahmen, den wir als willkommenes Mittel betrachten, um Lehrer und Schüler einander zu nahem und daher tmtü des Ernstes der Zeit nicht ausfallen lassen wollten. Auch die v a t c r 1 ä n d i 5 c h e n F e s t - und Gedenktage wurden in herkömmlicher Weise gefeiert, wobei wir bestrebt Ovaren, in der Wahl der vorzutragenden Gedichte und Lieder sowie des Gegenstandes der Ansprachen der Zc'tstimmuug Rechnung zu tragen. Bei der Jahrhundertfeier der Schlacht von Quatrebras am 16. Juni wurden folgende Zeitgedichte aufgesagt: Poincare und Nicolaus (VI), «Der schwarze Husar* von Geissler (V), «Du Adle Hand» von Fontane (IVj, «Bayerlied* (UHIr) und «Hannoversche Vorhut* von Paul Langköpf (UHr). Herr Harms gab in seiner Festrede eine wissenschaftlich veitiefte Darstellung der «Dardanellenfrage». — Am 2 L Oktober, dem 0 0 0 j ä h r i g e n Höh enzolle rnj u b i 1 ä u m , schilderte Herr Prof. Dr. Schäfer in lehrreichen Ausführungen die Entwicklung des Hohenzollerngeschlechtos. — Am G e b u r t s t a g e S r. K g 1. H 0 h e i t des Herzogs (lfi. Nov.) sprach Herr Loh de über im Druck erschienene «Feldbriefe eines pveussischen tte~ serveleutnants*, seines früheren Lehrers^fcöder, der mit dem Eisernen Kreuz II. und I. Klasse geschmückt, auf dem Felde der Ehre ist. Vorher sang der Schulchor, und Schüler der Klasse VI — Ullrpg trugen folgende^Wrehte vor; «Für uns!» (von einem Charlottenburger Obertertianer), «Den Helden vom 8. Dezember» (von Kunzend orf), «Held Hin den bürg» (unbekannter Verfasser), «Unser Feldmarschalb (von E König), «Emden» (von L. Ganghofer), «Von Beigrad zu den Pyramiden» (unbekannter Verfasser). — Der Feier von Kaisers Geburtstag wurde ein ganz besonders zeitgemasses Gepräge gegeben. Nach einem Entwurf unseres Zeic' enlehrers Hm, Marcus wurde in der Werkstätte des Herrn Bildhauers G ud ehus zu Braun schweig ein Kriegs w ahrzeichen angefertigt, eine Eichentafel, aus welcher das Sinnbild der Schule, die zwei verschlungenen Hände, wirkungsvoll hervortritt. Das Relief war auf der Theaterbühne unserer Turnhalle aufgestellt worden, in der sich am Festtage ausser der engeren Schulgemeirtue