Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz
- Journal
- Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz
- Volume
- 1915-1916
- Issue
- Heft 1
- Date
- 1915-01-01
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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14 Gemäss der gemeinnützigen Bestimmung unserer Anstalt hat das Kuratorium trotz der gesteigerten Lebensmittelpreise und der Mehrausgabe für die notwendig gewordenen Vertretungen im Lehrkörper die Zahl der Freistellen im Alumnat zunächst nicht eingeschränkt u, die Halbfreistellen ganz bedeutend erhöht, Diese KnVgsfürsorge wurde auch auf die Stadtscbüler ausgedehnt, indem einer viel grösseren Zar:l als in Friedenszeiten das Schulgeld ganz oder zur Hälfte erlassen wurde. Ferner haben wir denjenigen Schülern der unteren Klassen, deren Väter im Heere stehen, gestattet, an der gemeinsamen Arbeitsstunde im Alumnate teilzunehmen. Ks machten durchschnittlich 14 — 15 Stadtschuler von dieser Einrichtung Gebrauch, und sie waren in der Lage, unter Aufsicht u. unter günstigen Beleuchtungsverhältnisseii, die bei dem derzeitigen Petroleum man gel in vielen Häusern fehlen, ihre Schulaufgaben anzufertigen Dank dem fürsorglichen Entgegenkommen der vorgesetzten Schulbeiiörde, die tunlichst einige Lehrer vom Eintritt ins Heer zurückstellen, andere für den Dienst an unserer Anstalt beurlauben Hess, konnte im grossen u. gan2en der Unterrichts- und der Alumnats betrieb seinen geordneten Gang gehen. Der Lebrplan wurde teilweise in den technischen Lein fächern (Tinnen Zeichnen, Schreiben u. Singen), in den wissenschaftlichen Gegen stau den nur in ganz wenigen lallen eingeschränkt. Wegen des Lehrermangels wurde es freilich notwendig, die beiden Quarten trotz der grossen Schülerzahl zusammenzulegen. Desgleichen war ein häufiger Wechsel des Lehrpersonals u. im Zusammenhang damit eine wiederholte Umgestaltung des Stundenplanes nicht zu umgehen. Es haben in dankenswerter Weise vorübergehende Vertretung übernommen, die Herren Cand.-theol. Ehlers (kurze Zeit zu Beginn des Schuljahres), Dr. Kndrich (im 2. Sommervierteljahr), wissenschaftl, Hilfslehrer Schlüter (vom ^0. Oktober bis 13, November) Herr Koenigsb erger, welcher der Schule am 1, Oktober zur Ableistung des Probejahres überwiesen wurde; er vejtrat im Winter einen Hilfslehrer mit nahezu voller Stundenzahl, Herr Musiklehrer G raf hat ausser dem Gesangunterricht wiederholt solchen in evangelischer Religionslehie und Schreiben erteilt, Zu ganz besonderem Danke sind wir unserem vereinten Kollegen Herrn Real schul lehrer a. D. Gutkind verpflichtet, der trotz seiner 74 Jahre sich freudig in den Dienst der Jacobsonschule stellte und in voller Frische des Körpers und Geistes da und dort im Schulunterricht mithalf und vor allem mit sichtlichem Erfolge mehrere Hausschüler durch Nachhilfestunden förderte. Alle diese Vertretungen wurden erforderlich durch die Einberufungen der Herren S trau ss, Harms, L o h d e , durch Abgang des Herrn Kandidaten K. Herz, der im Herhst v. J, nach ^jähriger, pflichttreuer Tätigkeit an unserer Anstalt eine andere Stelle übernahm, und auch durch Erkrankungen im Lehrerkollegium Zu Beginn des Sommers mussten Herr Prof. Dannenberg, für etwa einen Monat und im 1. Wintervierteljahr Herr Oberlehrer Grosse (5 Wochen lang krankheitshalber beurlaubt werden. Kürzere Zeit versäumten die Herrn Prof. B i w e r (i Woche), Ober). Dr. M ö n ch (l Woche), Sit e r n (8 Tage), Marcus I und 11 (3—t Tage) und Kocnigsberger (2 Tage). Herr Professor S ch ä f e r hatte leider den Schmerz, seinen Sohn Walter zu verlieren, der in Garnison in Braunschweig stand und dort iufolge einer Operation verstarb. Aus diesem traut igen Anlasse musste sich der verehrte Herr Amtsgeno&o einige Tage beurlauben lassen. Ebenso blioben Herr Piof, Iii wer und der Unterzeichnete der Schule an einem Tage fern» um dem Verstorbenen, der auch ein ehemaliger Jacobson seh üler war, das Ehrengeleite auf dem Biaimschwciger Friedhof zu geben. Zu diesen Störungen der Unterriclitstäti^keit der Lehrer kommen noch solche, die durch wiederholte Musterungen der jüngeren Herren und du ich duren Huuumelnmg st ad tisch ^rseils zu