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Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz · 1915-01-01 · Heft 1 · page 12

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Journal
Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz
Volume
1915-1916
Issue
Heft 1
Date
1915-01-01
Page
– (sequence 12)
Language
German
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n Witwe. — Adolf Pabst, der stattliche, sportgewandte und bieder ginnte Harzer Jüngling fieJ bei Ypern; Otto Graf, der sich vor dem Kriege nach längerem Aufenthalt in Russland zu einem tüchtigen Kaufmann einwickelt hatte und dessen Vater, H&r Musiklehrer G, mit freudiger Rührung kurz vor seinem Tode uns von seiner Auszeichnung Mitteilung machte, blieb auf dem üsJJichen SchJacbtfelde. In den Kämpfen im Osten (f^alfzieii und Südpolen) im Apiil und Mai v. Js. Hessen auch ihr junges Leben unser begabter und strebsamer Hausschüler Georg Schlote!, unser lieber Kail Clus m a n n , unser braver Wilhelm Meier, beide aus der Seesener Nachbarschaft, und Eduard Dom m er, dessen Vater, Herr Pastor D,T der allseits verehrte frühere Seelsorger in Seesen, seinen einzigen Sühn mit stolz bewegtem Herzen in den Kamt f ziehen sah Walter Crorae, der hoffnungsvolle Beamtensohn, ruht ebenfalls in polnischer Erde — Willi Möker, der nach Beendigung unserer Schule die Obersekunda eines Realgymnasiums durchlief und als Apothekergehilfe ebenso gewissenhaft seine Pflicht erfüllte, wie er sie in der Schute tat, wurde von einem Granatsplitter in einem Gefechte bei Perthes an der Seite seines Freundes aus der Jacobsonschulo Karl Fessel, der selbst schwer verwundet sich jetzt im hiesigen Lazarett befindet, getötet. Kurt B ocko w aus Berlin, der sich schon auf der Untersekunda in Kants Schriften zu vertiefen suchte, hat nach dem Vei lassen unserer Schule die drei oberen Klassen eines Mecklenburgischen Realgymnasiums durchlaufen, darauf die Hechte studiert und das Reforendarcxamen bestanden, Er kämpfte zuletzt als Leutnant an der Ostfront und starb in einem Lazarett an den Folgen einer schweren Verwundung. Noch in der Tode>stunde geflachte er in rührender Weise der Eltern, denen er in den Entwicklungsjahren manche Sorge bereitet halte. Aus dem etwas Eigenwilligen war ein starker Charakter und liebevoller Solin geworden, — Wir erinnern uns ferner voll Wehmut unserer Alumnats- Zöglinge Günther Lampe aus Schön ingen, des stillen Ludwig S e l i g m a n n , des gediegenen und klugen Alfred Storch aus Stadthagen, der so stolz als einjährig-freiwilliger. Garde- Füsilier* des Königs Rock trug, und schliesslich des Schülers H u g o G o 1 d s c h m i d t, der als Kriegsfreiwilliger eingetieten, wegen einer ganz besonders tüchtigen Leistung zum Unteroffizier befürdeit und kurz vor seinem Heldentode mit dem Eisernen Kreuz geschmückt wurde. Die übrigen auf der »Erhrcntafel« verzeichneten ehemaligen Schüler kennt der Unterzeichnete aus ihrer Schutzeit nicht. Herrn Leutnant Otto Hart mann hatte er die Freude voriges Jahr zur Kaisergeburtstagsfeier in der Schule zu begrüssen, und am 14. Dezember d. J-\ ei füllte er die traurige Pflicht, ihn mit den Herren Amtsgenossen und den Schülern der oberen Klassen zur letzten Ruhestätte auf dem hiesigen Friedhof zu geJetten, wo seine irdischen Uehernste vom Schlacht Felde überführt, unter militärischen Ehren bestattet winden. In heimatlicher Erde wurde auch Hein rieh Wol f pebetter, dem die Schule ebenfalls das Ehrengeleit gah. — Von dem Heldentodo eines ehemaligen Jacobsonschülers, dessen sich seine Lehrer wegen seiner Begabung und seines Fleisses gern erinnern, des Fritz Meyer aus Freiburg (i B.\ berichtete uns seine Schwester: Er hatte seine Postsektefarprüfung mit »gut« bestanden und meldete sich freiwillig zur Front, wo er in einer Vogesensch lacht als Offizierssteil Vertreter sich hervorragend auszeichnete und für das Eiserne Kreuz vorgeschlagen wurde. Er wurde schwer verwundet und galt als vermissr. Erst mich einem Jahrejfangen Hofrens erhielten die Angehörigen die trautraurige Gewissheit, dass er tot sei. Im übrigen ist es eine beruhigende Tatsache, dass trotz aller Gefahren die bei weitem grösste Zahl aller ('erjenrgen ans unserem Kreise, die im Heere stellen, sich wohlauf befindet- Dies bestätigte eine Umfrage, die wir bei den als »reif« entlassenen Schülern aus den letzten

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