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Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz · 1915-01-01 · Heft 1 · page 11

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Journal
Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz
Volume
1915-1916
Issue
Heft 1
Date
1915-01-01
Page
– (sequence 11)
Language
German
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11 ^Deutschen Alpenkorps« nach Tirol, Jag dort den Sommer über auf den Höhen des Tre-Sassi- Sattels, vielfach unter dem Feuer italienischer Artillerie, und wurde im Oktober an die Front nach der Champagne geschickt. Bald darauf wurde sein Truppenteil nach Serbien befohlen, wo er zwar keine grösseren Gefechte erlebte, aber auf den Verfolg ungsmarscben bis zur montenegrinischen Grenze unter mancherlei Mühen und Entbehrungen litt. Er zog sich ein Ischiasleiden zu, musste längere Wochen in Lazaretten in Ungarn, dann in Regens bürg weilen, ist aber erfreulicherweise jetzt soweit wiederhergestellt, dass er seinen OFfiziersdienst in der Garnison Osterode tun kann. Auch die wissenschaftlichen Hilfslehrer^ die Herren Harms und Schlüter, sowie der Volksschullehrer, Herr Lohde, wurden im Laufe des Winters ins Heer einberufen, Herr Harms nach einjähriger Tätigkeit am l. November, Herr Lohde, der Osiern v. Js. bei uns eintrat, am 9. Dezember und Herr Schlüter, der am 20. Oktober v. Js. eine Vertretung übernahm, am 13. Dezember v. Js. Den drei genannten Herren, die mit aller Hingabe sich ihrem Lehrauftrage und auch dem Dienste im Alumnate widmeten, sei an dieser Stelle der Dank der Schule ausgestochen. Wir hören von Zeit zu Zeit, dass ihnen der militärische Dienst recht gut bekommt. Auch Herr Leb er, der eine Oberlehrerstelle verwaltet, welche ihm vertragsmäßig übertragen wird, ist als felddiensttauglicher Landsturm mann für den Lo. d. "Mts. einberufen. Wir wünschen derilliebon Kollegen frohe Rückkehr aus dem Feldzuge. Von den früher an der Anstatt wirkendem ehemaligün Lehrern, die zu uns freundschaftliche Beziehungen mnerhaUen haben, stehen irn Felde Herr Oberlehrer Dr. Scher p in g als Leutnant an der Ostfront und Herr Dr. Süss mann im Westen. Beide haben wiederholt an die Kollegen und den Unterzeichneten geschrieben; Herrn Dr. Scherping hatten wir das Vergnügen, hier im Herbste zu begrüssen. Konnten wir von den im Felde stellenden Mitgliedern des Lehrkörpers berichten, dass sie zwar manches körperliche Leid erfahren haben, aber sonst im allgemeinen zurzeit sich wohlauf befinden, so haben wir die traurige Pflicht, aus dem Kreise unserer ehemaligen Schüler zahlreicher Opfer, die der Krieg forderte, zu gedenken,, Fast die gleiche Zahl wie im Vorjahre (24) weist unsere »Ehrentafel« auf, darunter meist sJche, die wir in den letzten Jahren unter unseren Augen heranblühen sahen, lauter kernige, hoffnungsvolle Jünglinge, die voll glühender Vaterlandsliebe unter die Fahnen geeilt waren. Der jüngste von allen auf unserer leider langen Totcnlisfce ist Rudolf Holze Nach bestandener Notprüfung im Juni v. Js. trat er ins Heer ein, zog, nach wenigen " aten zum Gef reiten einer M^sch inenge weh rabteüung befördert, nach Serbien, und fiel dort zu Beginn de« Feldzuges. An seinem 17. Geburtstage verkündeten wir seinen Klassenbrüdern die Trauerbotschaft. Wie in der Schule, willensfest und treu auf sein Ziel hinarbeitend, ernst und besonnen, so zeigte er. sich auch als Soldat nach dem Urteile seines Hauptmannes, der den tiefbetrübten Eltern schrieb, dass sein »tadelloses Benehmen« ihn zu den schönsten Hoffnungen berechtigte. Sein Bild und ein Kaiserbild, das er sich durcii Sammelmarken erworben und das uns sein Vater, Herr Back er me ister Holze, geschenkt hat, hängt in der U IL rpg, beide sollen die künftigen Schutergeschlechter an den jungen deutschen Helden erinnern. — Nicht viel älter waren die beiden ehemaligen Schüler Siegbert Saalberg und Simon Abraham, als sie die tötliehe Kugel traf, der orstere ein bcwcgichei .er, der zweite ein Khcinlünder, frohgemut und liebenswürdig, der einzige Sohn und doi einer

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