Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz
- Journal
- Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz
- Volume
- 1915-1916
- Issue
- Heft 1
- Date
- 1915-01-01
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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lo C Lehrer und ehemalige Schüler unter den Wäfferi. Ausser den im vorjährigen Berichte genannten vier Mitgliedern des Lehrkörpers (Ober* khrer Harke, ord. Lehrer Germer und Bode und dem wissensch. Hilfslehrer Dr. Friedr. Marcus) wurde auch Herr Strauss zum 15. Juni v, J, unter die Fahnen berufen. Herr Kollege Strauss ist gedienter Infanterist, wurde aber in Königsberg i. Pr. beim 1. Trainbataillon für den Dienst in Hunitions- und Magazin-Fuhrpark-Kolonnen ausgebildet und kam nach 14 Tagen in Feindesland, wo er nach der Einnahme der Festung Ossowiece unseren siegreichen Truppen nach Grodno bis in die Xaho von WiJna folgte, wo in dem Städtchen 0 Standquartiere bezogen wurden. Hier erkrankte er am 26, Dezember v. Js., lag längere Zeit im Feldlazarett zu Ol sc ha ny und wurde alsdann in die Heimat zurückgeschickt. Nachdem er mehrere Wochen im hiesigen Lazarett zugebracht hatte, wurde er am 5. März d. Js, als gehoilt entlassen und auf Antrag der Direktion der Jacobsonschule dieser zur Dienstleistung vorläufig überwiesen. Zur Schule zurückgekehrt ist auch Herr Lehrer Bode. Mit einem Landwehr-lnf.-Regt. zog er am 14. August nach Belgien, nahm in den letzten Tagen des September 1914 an einer Reihe von Gefechten in der Gegend von Termonde teil, dann vom 18. Oktober bis 30. Nov. desselben Jahres an der Schlacht an der Yser. erlebte die Tage der schweren Kämpfe um Ypern in der r' von Anfang Dezember 1914 bis Anfang Mai 1915, wobei er am 22. und 23. April 1915 ^osseu Durchbrach über Pilken uud Langernark bis zu den Höhen 3 km nördlich von Mtmachte, Zwar hat ein freundliches Geschick unseren Amtsgenossen vor Tod und Verwuriuung geschützt, aber seine Gesundheit war docli stark angegriffen, sodass ihm Ende 51 ai ds. Js. ein längerer Heimatsurlaub bewilligt wurde. Vom L Juli ab wurde er der Garnison in Hildesheim zugeteilt, wo er mit der Erteilung des Unterrichts in Handels- und technischen Le^rgegenständen an Verwundete beauftragt worden Mar. Seit dem 1. Dezember ds Jrs. ist Herr Bode bis auf weiteres der Schule überwiesen worden. Zu derselben Zeit nahm auch Herr Dr. Marcus seinen Dienst an unserer Anstalt wieder auf. Auch er hat Grosses und Schweres erlebt. Nach etwa viermonatltcher Ausbildung rikkie er im Juni v. Js. ins Feld zur Armee Mackensen in Galizien. Von Jaroslau aus erreichte tin Heerestoil in grossen Märschen die galiziseh-mssische Grenze, nahm Anfang Juli Tomaschow, machte ei'1""'1 grossen Sturmangriff gegen die russische Hauptstellung bei Krasnostaw (Mitte Juli) und erobere Ende Juli die Bahnlinie Üholm-Lubhn. Am 2. August wurde er bei eiuenj Sturmangriff in der Nähe von Lentschua an Schulter und rechtem Arm durch Schuss schwer verwundet, kam dann in ein Lazaiett in Oberschlesien und von da in das hiesige. Nachdem er sich mehrere Wochen bei seinem Ersatzbataillon iu Braun schweig aufhielt, wurde er als zeitig garnisondienstfähig der SehitIg zur Verfügung ge^teJU, er ist auch weiterhin für diesen Zweck beurlaubt Herr Lehrer Germer, der seit Ausbruch des Krieges an einer einsamen, vorgeschobenen Stelle der lothringischen Grenze in Garnison. war, erkrankte dort schwer an Ruhr, doch konnten wir ihn zu unserer Freude wieder wohlauf und vergnügt im Sommer hier in der Heimat begrüssen, wo er einen in ehr wöchentlichen Urlaub verbrachte. Seitdem ist er wieder an der Westfront, dieses Mal aber nicht mehr auf der kalte'n Schreibstube seines lothringischen Gehöftes, sondern im — warmen Schützengraben. Und schliesslich erfreute uns durch seinen Besuch im Januar d. Js. Herr Oberlehrer Harke im grünen Rock des Jägerleutnants. Von Flandern kam er zur Grenzwacht mit dem