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Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz · 1889-01-01 · Heft 1 · page 8

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Journal
Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz
Volume
1889-1890
Issue
Heft 1
Date
1889-01-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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IRI
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3. Die Einweihungsfeier, Nachdem die aus den Ferien zurückkehrenden Alumnen bereits seit Sonntag, den 20. Oktober, in ihr neues Heim eingezogen waren und sich, dank der übersichtlichen und bequemen Einrichtung desselben, schnell hineingefunden hatten, nachdem auch alle von ihnen mitgebrachten Kleider, Wäschestücke, Bücher, Koffer etc. an den dazu bestimmten Stellen untergebracht und somit der Betrieb des neuen Hauses in geordneten Gang gekommen war, konnte endlich am folgenden Sonntag, den 27. Oktober, die officielle feierliche Einweihung stattfinden. Zur Teilnahme an derselben hatte sich, ausser den beiden Herren Kuratoren Rudolf Jacobson und Rechtsanwalt Dr. J. Jacobson aus Berlin, eine grosse Zahl Ehrengäste eingefunden. Wir erwähnen hier unter diesen seitens der Behörden den Vertreter der Herzogl. Ober-Schul- Kommission, Herrn Schulrat Prof. Dr. Eberhard aus Braunschweig, und als Vertreter der ■ Herzogl. Kreis-Direktion Herrn Regierungsrat Dannenbauni aus Gandersheim, aus Seesen die Herren Bürgermeister Hille und Superintendent Lutterloh, als Vertreter befreundeter Stiftungen die Herren Landauer und Rechtsanwalt Dr. Magnus, Kuratoren der hiesigen Jacobson1 sehen Waisenanstalt und der Samsonschule in Wolfenbüttel, sowie den Direktor der letzteren, Herrn Dr. Tachau, endlich als einen Enkel des Stifters unserer Schule Herrn August Jacobson aus Hamburg. Ferner waren der in mehreren Zeitungen ergangenen öffentlichen Einladung zur Feier viele alte Schüler von nah und fern und eine stattliche Schar von Bürgern der Stadt gefolgt. Auch mehrere ehemalige Mitglieder unseres Lehrerkollegiums durften wir in unserer Mitte begrüssen, wie Herrn Direktor Dr. Jahn aus Braunschweig und Herrn Pastor Weber aus Vallstedt bei Alvesse, und wenn wir auch andere Herren vermissten, die durch Gesundheitsrücksichten oder dringende Berufspflichten ferngehalten wurden, wie namentlich den Kurator Herrn Prof. Rubo aus Berlin und den früheren Direktor Herrn Dr, Arnheim, so hatten doch auch diese schriftlich ihre herzliche Teilnahme an der Feier und ihre wärmsten Segenswünsche zu derselben ausgesprochen. Der erste Teil der Feier, der eigentliche Weiheact, fand vormittags um 11 Uhr auf dem zu diesem Zwecke hergerichteten grossen Handarbeitssaal statt. Über der mit grünen Blatt- _ gewachsen umstellten Rednertribüne blickte die lorbeerumkränzte Büste des Stifters auf die Festversammlung herab. Nach dem einleitenden Vortrag des Chorals »Nun danket alle GotU durch die gesamte Schülerschaft hielt Herr Dr. J. Jacobson namens des Kuratoriums die Weiherede. Er schilderte die Entstehung und den Fortgang des nunmehr vollendeten Baues und sprach allen dabei beteiligten Meistern und Handwerkern, sowie allen denen, die sonst durch Rat und That das Werk gefördert haben, herzlichen Dank aus, insbesondere auch den Staats behörden und dem Direktor Dr. Philippson, dessen Händen das Kuratorium die Leitung des neuen Hauses vertrauensvoll übergebe, — Sodann folgte als Redner Herr Schulrat Eberhard. Er beglückwünschte die Anstalt zu der schönen Schöpfung, um die sie bereichert sei, und äusserte seine freudige Genugthuung über das Gedeihen der Schule, mit der er seit einer Reihe von Jahren in Verbindung stehe, die er nicht nur als Vorgesetzter überwache, sondern als warmer Freund besuche. Er könne dies, denn die Leitung der Anstalt habe es, ganz im Sinne des menschenfreundlichen, einsichtsvollen Stifters verstanden, das Arbeitsfeld zwar zu beschränken auf eine gediegene wissenschaftliche Vorbildung zu praktischen Berufszweigen, aber dennoch sich einen ehrenvollen Platz unter den höheren Lehr- und Erziehungsanstalten des Landes zu erringen. — Im Anschluss an diese-ebenso wohlwollende als eindringliche Ansprache trug der Schülergesangverein »Philharmonia« das Lied »Preis und Anbetung« von Rinck vierstimmig vor. — Der Direktor drückte in seiner Erwiderungsrede zunächst die grosse Freude aus, die Lehrer- und Schülerschaft am heutigen Tage erfüllen müsse. Ein prächtiger Neubau

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