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Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz · 1889-01-01 · Heft 1 · page 7

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Journal
Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz
Volume
1889-1890
Issue
Heft 1
Date
1889-01-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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IRI
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5 den Herren Dr. Julius und August Jacobson der Anstalt gestifteten 6 Fenster sind mit allegorischen Glasmalereien*) versehen, die Wände mit Malerei in Kasein färbe verziert. Von der Vorhalle des Gebäudes führt ein gedeckter Gang nach einer geräumigen Wandelhalle, neben welcher sich die Aborte befinden. In dem Hauptgebäude sind solche für die dort wohnenden Lehrer > die Familie des Hausvatersi die Dienerschaft, sowie für den nächtlichen Bedarf der Schlafsäle vorgesehen. Die Heizung der grösseren Räume des Gebäudes geschieht durch Keidelfsche Mantelöfen, die der Schlafsäle durch Kachelöfen; die Beleuchtung der Arbeitsräume und des Speisesaals durch invertierte Siemens-Brenner. Für Ventilation ist durch Luftschächte mit Lockflammen T sowie durch Zuführung von Aussenluft durch Kanäle in die Ofen ausreichend gesorgt. Im Waschsaal hat jedes der 160 Waschbecken eignen Wasserzu- und -abfluss; der Badesaal ist mit mehreren Warmwasser-Brausen ausgestattet, Einrichtungen, welche sich trefrlich bewähren. Zwei Badewannen dienen nur für die Verwaltung und für Kranke. Der grosste Teil der Bauarbeiten wurde von der UnternehrnerhVma Fröhlich & Baumkauff in Braunsenweig übernommen. Von den Meistern, welche für dieselbe die Arbeiten ausgeführt haben, sind zu nennen Zimmermeister Paetz in Seesen, Tischlermeister Mütter^ Schlossermeister Zohe und Malermeister Wendi in Jßraunschweig. Die Gas- und Wasserarbeiten sind von Treutier und Schwarz in Berlin, die Kunstschlosserarbeiten von Ed. Puls ebenda, die Glasmalereien vom Hofgiasmaler C. de Bauche in München, das Relief mit dem Bildnis des Stifters von einem früheren Schüler der Anstalt, Bildhauer Bechhof in Berlin, ausgeführt. Das ebenfalls ganz neue Inventar wurde teils von Seesener, teils von auswärtigen Tischlermeistern und Lieferanten gestellt. Die Subsellien in den Klassenzimmern sind nach dem im Herzogtum meist verbreiteten Hermann'sehen System. Im grossen Arbeitssaal hat jeder Schüler ein besonderes, seiner Grösse angemessenes Arbeitspult (mit verschliessbarem Kasten) und dazu gehörigen Stuhl mit Rücklehne. An Stelle des sofort nach Schluss des Sommersemesters geräumten und abgebrochenen alten Hauses wird ein neuer Hausgarten angelegt, Das stehen gebliebene Schulhaus erhalt nach diesem zu einen angemessenen Anbau an der durch den Abbruch freigelegten Seite. Da zwei süd ostwärts gelegene Klassen räume durch den Neubau etwas verdunkelt waren, hat der eine durch zwei neue Fenster nach der Bismarckstrasse zu vermehrtes Licht erhalten; in den andern ist das Lehrerzimmer und der Eingang vom Hof her verlegt worden, während der alte Hofeingang zu der südwestlich gelegenen Klasse hinzugezogen ist und diese dadurch an Licht und Umfang bedeutend gewonnen hat. Gleichzeitig liegt der neue Eingang bequemer und grade der seitlichen Hausthür des Alumnats gegenüber. Der Bau wurde im Sommer des Jahres 1888 begonnen und im Oktober 1SS9 eingeweiht. Als Bauführer fungierte unter der Oberleitung des Unterzeichneten der herzogliche Bau* aufseher Herr Marten aus Gandersheim. Ein besonderer Dank gebührt Herrn Kreisbauinspektor Sckolvin in Gandersheim, welcher bei Aufstellung des Programms und der Baupläne der Bau- Icommission seinen sachverständigen Rat in freundlichster Weise erteilte. Die Kosten des Hauptgebäudes betragen ungefähr 13,4 Mk. pro Kubikmeter. Friedeberg, Königl. Preuss. Regie rangs-Bau meist er. *) Dieselben stellen vr>& rechts nach links dar; Braunschweiger und Seesener Wappen, Caritas, Minerva., das Schulung das Reichswappen. — Ferner stifteten zum Schmuck des Speisesaals Herr Bankier Moritz H. Strauss aus Berlin eine Büste des Kaisers nebst Konsole in Elfenbeinmasse und der Direktor ein grosses Bild vom Fürsten Bismarck nach Paul Beckert. 1 - -■ - -l- ,■ ,1^ ..',' ".;>^; *.,

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