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Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz · 1887-01-01 · Heft 1 · page 5

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Journal
Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz
Volume
1887-1888
Issue
Heft 1
Date
1887-01-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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IRI
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6 Klasse IT, 4 Stunden. Repetition der orthographischen Regeln, Das Wichtigste über die Schreibung der Fremdwörter (§ 23—25). Fortsetzung der Diktate. — Grammatik: Hier beginnt der systematische Unterricht in der deutschen Grammatik nach Buschmann. Die Schüler werden in das Wesen der deutschen Flexion eingeführt; das Wichtigste aus der Wortbildungslehre wird hinzugefügt. Die Lehre vom zusammengesetzten Satze wird erweitert. Inversion und Interpunktion. — Lektüre: Poetische und prosaische Stücke aus Hopf und Paulsiek für Quarta. Die einzelnen Stücke werden hier schon nach ihrer Gattung näher klassifiziert; Ballade, Romanze besonders ihrem Wesen nach erklärt; auf die dem Stücke zu Grunde liegende Disposition wird eingehender Rücksicht genommen; aus dem Leben des betreffenden Schriftstellers wird etwas Genaueres beigebracht; bei Gedichten auch hier schon auf das Versmass eingegangen und die wichtigsten Gesetze der Metrik erläutert. Memorieren von Gedichten nach einem bestimmten Kanon. — Stilübungen: Alle 14 Tage ein Aufsatz, meist Reproduktionen, Erzählungen, Beschreibungen, Briefe; die Anordnung des Stoffes wird noch zuvor genau mit den Schülern durchgenommen und festgestellt. Klasse IH. 4 Stunden. Grammatik: In systematischem Zusammenhange wird hier der Schüler mit den Gesetzen der deutschen Grammatik bekannt gemacht, die Lehre vom zusammengesetzten Satze wird abgeschlossen und befestigt, ebensodie Interpunktionslehre; in der Orthographie wird unsicher Gewordenes noch einmal eingeübt. — Lektüre: Prosaische und poetische Lesestücke aus Hopf und Paulsiek für Tertia; von den poetischen werden hier namentlich Schillers und Uhlands Balladen und Romanzen, dann eine Reihe patriotischer Lieder besprochen; im Anschluss daran werden die wichtigsten Versmasse, der Reim und seine Arten erläutert, auch einiges von den Tropen und Figuren beigebracht; aus dem Leben und Wirken der betreffenden Schriftsteller wrird den Schülern das Wesentlichste zur Einprägung gegeben; eine Anzahl von Gedichten wird nach einem bestimmten Kanon memoriert. Alle 3—4 Wochen ein Aufsatz, meist im Anschluss an die Lektüre. Die Disposition wird durch gemeinsame Arbeit mit den Schülern in der Klasse gefunden und im Anschluss daran werden auch noch weitere Übungen im Disponieren angestellt. Klasse 2. 3 Stunden. Grammatik: Die Lehre vom Periodenbau; Repetitionen der früheren Pensen, Satzanalysen. — Lektüre: Unter immer eingehenderer ästhetischer Würdigung der zu behandelnden Stücke werden die Hauptgattungen der Prosadarstellung und der Poesie zur sicheren Kenntnis der Schüler gebracht; auch wird auf die Metrik, die Tropen und Figuren ein grösseres Gewicht gelegt. Zur Behandlung kommen Schillers Gedichte in einer nach dem Gedankeninhalt geordneten Auswahl, im Anschluss an die Lektüre wird dann ferner die Bedeutung Schillers für unsere gesamte Nationallitteratur festgestellt; ferner werden gelesen geeignete poetische und prosaische Stücke aus Hopf und Paulsiek für Tertia, besonders die aufgenommenen Abschnitte aus dem Nibelungenlied, Gudrun, Reineke Fuchs etc. Als Privatlektüre, die kontrolliert wird, sind passende Abschnitte aus unseren grossen Volksepen, aus der Odyssee _ » m und Ilias in der Ubersetzung von Voss, Luise von Voss und Uhlands Dramen ausgewählt. Eine Reihe von Gedichten wird nach einem bestimmten Kanon memoriert. Alle 3—4 Wochen ein Aufsatz meist im Anschluss an die Lektüre, zuweilen ein; leichterer Erfahrungssatz; die Disposition wird auch hier noch in der Klasse in gemeinschaftlicher Arbeit mit den Schülern festgestellt; eingehende Übungen im Disponieren; die Chrie wird durchgenommen, nicht als Dispositionsschema, sondern um die Auffindung des Stoffes zu erleichtern, Klasse I* 3 Stunden. Grammatik: Durch gelegentliche Repetitionen wird das ganze grammatische Gebiet befestigt. — Lektüre: Neben geeigneten Prosastücken aus der Lessingschen,

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