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Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz · 1885-01-01 · Heft 1 · page 16

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Journal
Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz
Volume
1885-1887
Issue
Heft 1
Date
1885-01-01
Page
– (sequence 16)
Language
German
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IRI
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17 6. Juli, ^wurdc das übliche Schultest in herkömmlicher Weise begangen-, die Anwesenheit dos einen Kurators, dos Herrn Dr. Julius Jacobson, erhöhte die Festfeier; am folgenden Tage begannen die Sonimerferien, welche bis zum 12. August währten. Zur Feier des Sedantages machte die gesamte Schule noch einen zweiten Tagesausflug, diesmal über die Bodensteiner Klippen und das Jägerhaus nach dem Wohl den berge. Die Herbstferien wahrten vom 28. September Mittags bis zum 10. Oktober incl., die Weihnachtsferien vom 23. Deeember Mittags bis zum 4. Januar d. J. incl. Der Gesundheitszustand unserer Schüler war während des ganzen Jahres ein durchaus günstiger*, ernstlichere und langwierigere Erkrankungen kamen überhaupt nicht vor; auch im Lehrerkollegium erforderten nur wenige leichtere Fälle von Indisposition kurze, vorübergehende Vertretungen. So können wir auf den bisherigen Verlauf dieses Schuljahres in dieser Beziehung mit vollster Befriedigung zurückblicken. Wesentliche Aenderungen im Schulerganismus und Unterrichtsgange sind während des laufenden Schuljahres nicht vorgenommen werden. Nur lassen wir jetzt im Sommersemester den Schulunterricht schon um 7 Uhr morgens beginnen und gewinnen dadurch eine längere Mittagspause von 11—2 Uhr. Ferner wurde seit Ostern 1886, um einem vielfach ausgesprochenen Wunsch, namentlich der Seesener Bürgerschaft, entgegenzukommen, ein fakuJtativer lateinischer Ujatorriehtt zunächst in zwei getrennten Kursen, dem einen für Ajiia^geT^~dem anderen für fortgeschrittenere Schüler, "mit je 4 Stunden wöchentlich eingeführt. Wir verhehlen uns nicht, dass dieser Unterricht, der notwendiger Weise ausserhalb der sonst üblichen Unterrichtszeit, im Sommer von 11—12 Uhr, im Winter schon von 7—8 Uhr erteilt\ werden muss, für die teilnehmenden Schüler eine nicht unbedenkliche Mehrbelastung bedeutet, j Wir können daher die Teilnahme an demselben nur solchen Schülern gestatten, die in den | regulären Unterrichtsfächern mindestens völlig Genügendes leisten und bei besonderer Beanlaj gung die damit verknüpfte Mehrarbeit auch ohne Schädigung für ihre körperliche und geistige ] Gesundheit auf sich nehmen können. Wir müssen uns stets die Entscheidung über die Zulassung und sogar das Recht vorbehalten, Schüler bei denen aus der Beteiligung an dem lateinischen Unterricht irgend welche Nachteile für ihre sonstigen Leistungen und ihr Wohlbefinden erwachsen könnten, wieder von demselben auszuschliessen. Endlich konnte auf Anregung des Herrn Schulrats Eberhard und durch dessen wohlwollende Unterstützung mit den Ostern vor. Js. nicht zur Abgangsprüfung zugelassenen Primanern eine solche Michaelis vorgenommen werden. Die schriftlichen Arbeiten zu denselben wurden in den Tagen vom 23. bis 26. August angefertigt, und die mündliche Prüfung fand unter dem Vorsitz des Herrn Schulrats am 15. September statt. Sämmtliche 7 Abiturienten (4 Haus- und 3 Stadtschüler) bestanden das Examen, 1 mit gut, die übrigen mit genügend. Das Thema des deutschen Aufsatzes war: In welcher Hinsicht bildet Gallensteins Lager die Einleitung zu den beiden übrigen Teilen von Schillers Wallenstein? Für die mathematische Arbeit waren folgende Aufgaben gestellt: 1. Ton einem Walde, dessen Bestand auf 1 000 000 Klafter, dessen jährlicher Zuwachs auf veranschlagt wird, werden jährlich am Ende des Jahres 3000 Klafter gefällt. Wie gross ist der Bestand nach 8 Jahren? 2. Ein Dreieck zu. zeichnen, in -welchem die Grundlinie gleich einer gegebenen Strecke s, die Summe der beiden anderen Seiten gleich einer zweiten Strecke si ist, und in welchem der "Winkel an der Spitze gleich einem gegebenen w wird. 3. 3m Beobachter nähert sich , um die Höhe eines Berges zu bestimmen, demselben in gerader Richtung um 600 ni and findet dass dabei der Elevatiooswinkel von 35n 17' 38" auf 63° 11' 25" steigt. Wie hoch ist der Berg, wenn man von der Grösse des Beobachters absieht? 4. Kine Eisenkugel von 30 cm Durchmesser soll in emc cylmderförmige Walze von 1 m Höhe umgegossen werden, wie gross wird der Durchmesser des Querschnitts?

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