Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz
- Journal
- Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz
- Volume
- 1885-1887
- Issue
- Heft 1
- Date
- 1885-01-01
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
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18 Am 16. September wurden daher folgende Schüler mit dem Zeugnis der Keife entlassen:! 1 .! Dauer des J Name j Kon¬! Schulbesuchs Jt e r u f Ort, Tag und Jahr der Geburt j fession überhaupt Jahr inKU Jahr Carl Brachvogel \ Kirchberg 3. April 1869 evang 77, i'M Baufach. Henri Eichwald i Hamburg 10. Apni 1868 israel. 53/. iV» I Bankier. Julius Goldstein Rahden 19, Juni 1867 31 37* Kaufmann SiegfrieäHodenberg: Polio 20, Januar 1871 :i 67, p/a do. Wilhelm Lochte \ Alfeld 25. Mai 1870 j evang.?7* do. Siegfried Schönbeck Nieheim 11. September 1869 | israel. 4 i'A do. Qarl Weinhausm \ Herrhausen 26. Juni 1870 \ evang. 77» Landwirt Seit Ostern 1870 haben im ganzen 219 Schüler die vorschriftsmässige Abgangsprüfung bestanden und durch dieselbe u. a, die Berechtigung zum einjährigen Freiwilligen-Dienst erlangt. Yon diesen erhielten 29 das Prädikat sehr gut, 82 das Prädikat gut, 108 das Prädikat genügend. Unter diesen waren 61 Freischüler, von denen 12 das Prädikat sehr gut, 33 das Prädikat gut, 16 das Prädikat genügend zuerkannt wurde. Von den übrigen 158 waren 21 zur halben Pension, 100 vollzahlende Pensionäre, 37 StadtschüJer (incl. 13, die kein Schulgeld bezahlten). — Es sei uns hier noch ein Wort über die Horbstentlassungsprüfung gestattet. Wir haben dieselbe im vorigen Jahre zum ersten Male und als eine Neuerung vorgenommen; wir thaten es in der wohlbegründeten Meinung, dass der Wert des dadurch für viele Schüler ermöglichten Zeitgewinnes von einem halbe« Jahre nicht zu unterschätzen ist*, andrerseits waren wir uns aber auch von Anfang an wohlbewusst, dass ein solches Herbstexamen in das ohnehin schon kurze und vielfach unterbrochene Sommorsemestcr namentlich für die erste 'Klasse mancherlei unvermeidliche Störung und möglicherweise auch Hemmung der übrigen [Schüler mit sich bringt. Wir sind daher noch keineswegs entschlossen, die HerbstprüfLing als eine regelmässige Einrichtung m betrachten, sondern werden nur im Falle, dass besonders geeignete und im Alter vorgerückte Schüler für dieselbe vorhanden sind, von Fall zu Fall über die Vornahme einer solchen beschli essen und bei der Ober-Sei ml-Kommission die vorgeschriebene Leitung derselben, durch einen Regier ungs-Komniissar nachsuchen. Im Wintersemester wurden ausser den regelmässigen, je zweimal im Monat stattfindenden Lehrerkonferenzen noch zahlreiche Fachkonferonzen abgehalten. Hauptgegenstand der Beratung für diese war eine weitergehende Umgestaltung des Lektionsplanes und der einzelnen..Klassenpensen (S. Progr, 1885 pag. 3 III) nach: dem Muster des seitens des preussischen Unterrichtsministeriums d. d. 31. März 1882 vorgeschriebenen Lehrplanes für höhere Bürgerschulen. Namentlich war die Vermehrung der französischen Unterrichtsstunden in den unteren Klassen, oin Vorkursus für Geschichte in VI und V und Aufnahme des naturwissenschaftlichen Unterrichts in das Pensum der VI notwendig. Das Ergebnis dieser Beratungen stellt sich im folgenden neuen, Ostern d. Js. in Kraft tretendon Lektionsplan dar. Zur Vergleichung sind die betreffenden Zahlen unseres bisherigen und des preussischen Lohrplans hinzugefügt: