Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz
- Journal
- Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz
- Volume
- 1885-1887
- Issue
- Heft 1
- Date
- 1885-01-01
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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13 nur 65 das volle, 23 das halbe und 26 gar kein Schulgeld. Bio jährliche Gesamteinnahme und -ausgäbe war in der gleichen Zeit von Mk. 36125,94 Pf. auf (1884) Mk. 91782,32 Pf., darunter die Lehrorgehältor allein von Mk. 10823,27 Pf. auf Mk. 35121,25 Pf. gestiegen; das Stiftung«vermögen war von Mk. 495000 auf ca. Mk. 580000^ und daneben noch der am l. Juli 1869 gegründete Pensionsfond auf ca. Mk. 85000 angewachsen, (vgl Programm von 1884 pag. 1 ff. und von 1885 pag. 3 ff.) So Grosses konnte zwar nur unter dem wohlwollenden Schutz und der mächtigen Beihilfe der staatlichen Behörden, sowie durch die einsichtige, stets opferwilligo und hingebende Mitarbeit dos Kuratoriums geschaffen werden-, aber in erster Linie waren es doch die eigene energische, zielbewusste und konsequente Thätigkeit des Direktors, seine auch durch gelegentliche Angriffe nicht irre werdende Ausdauer und Pflichttreue, seine allzeit den humanen Intentionen des Stifters nachgehende unermüdliche Schaffenskraft, sein an vielen Hunderten dankbarer, aus den verschiedensten Bevölkerungsklassen herstammender Schüler bewährtes hervorragendes pädagogisches und didaktisches Geschick, welche während der 23 Jahre seines Direktorats die Jacobson-Schule so allseitige und erfreuliche Portschritte machen und sie zu einer ursprünglich, wohl kaum geahnten Blüte und Bedeutung gelangen Hessen. Unzertrennlich bleibt daher der Name Arnkeim's mit dem Bestand und der weiteren Entwicklung der Jacobson-Schule verbunden; sein Nachfolger aber ist sich wohl bewusst, Gedeihliches und Bleibendes nur wirken zu können, wenn er den Spuren seines "Vorgängers folgt und auf den von diesem eingeschlagenen und gebahnten Pfaden weiter schreitet. 2} Gleichzeitig mit dem Austritt des Direktor Arnheim verlor die Schule noch eine andere ihr segensreich bewährte Kraft. Herr Ferdinand Jacobson, seit dem 17. October 1868 Mitglied des Kuratoriums, sah sich in anbetracht seines vorgerückten Lebensalters veranlasst, bei der Entlassung des Direktor Arnheim auch sein Amt niederzulegen. 17 Jahre lang hat or im Verein mit seinen Mitkuratoren rüstig und voll herzlicher Liebe für die Schöpfung des verklärten unverg esslichen Täters Israel Jacobson an deren ferneren. Entwicklung iind Ausgestaltung durch Bat und That mitgearbeitet. Ist er auch aus dem eigentliehen amtlichen "Verhältnis zur Anstalt und aus deren unmittelbaren Leitung ausgeschieden, so ist er ihr doch innerlich ein liebevoller und hilfsbereiter Freund geblieben. Mit besonderem Danke erwähnen wir gerne, dass Herr Ferdinand Jacobson.auch jetzt noch die, nicht geringe Arbeitskraft und Umsicht erfordernde, Verwaltung des Stiftungsvermögens und der mit der Schule zusammenhängenden anderweitigen Fonds beibehalten hat und dadurch der Schule noch fortwährend die grüssten Dienste erweist. Möge uns wenigstens diese fast unersetzliche Betätigung seines freundlichen Wohlwollens noch recht lange erhalten bleiben! Als seinen Nachfolger im Kuratorium führte Herr Ferdinand Jacobson seinen Neffen, den Herrn Dr. jur. Julius Jacobson, z. Z. in Berlin, ein. Ausser diesem gehören gegenwärtig dem Kuratorium die beiden Herren Rudolf Jacobson und Amtsgerichtsrat Prof. Dr. Eubo (beide in Berlin) an. 3) DasWinter halb jähr 1 88 5/86 brachte, wie nach dem Scheiden des Direktor Arnheim, nicht anders zu erwarten war, manche Schwierigkeiten mit sich. Zunächst wurden die beiden ältesten Mitglieder des Lehrerkollegiums, die Herren Gürbich und LämmerMrt, mit der int erimistischen Verwaltung der direktorialen Am tsge sc hafte vom Kuratorium betraut. Unterstützt von dem auch in dieser Zeit, bei teilweise vermehrter Arbeitslast allseitig bewahrten Pflichteifcr der übrigen Kollegen, und getragen von deren einmütiger Hingabe an das Wohl der Schule, sind diose beiden Herren den ihnen übertragenen außergewöhnlichen Obliegenheiten mit grösstor Gewissenhaftigkeit und glücklichem Erfolg nachgekommen. Es ist vornehmlich ihr Verdienst, wenn die Schule über die mannigfachen Klippen des Interims ungeschädigt hin-