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Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz · 1871-01-01 · von Michaelis 1867 bis Ostern 1871 (1871) · p. Seite 19

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Journal
Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz
Volume
von Michaelis 1867 bis Ostern 1871 (1871)
Date
1871-01-01
Page
Seite 19 (sequence 19)
Language
German
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IRI
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19 sicher wähnte vor Feinden. Jäh und wider Vermuthcn erwuchs mir herbes Leid durch Grendel, und ich Preise den Schöpfer, daß ich nach dem langen Kummer daö Haupt meines Todfeindes schaue. Gehe nun, trauter Freund, an Deinen Sitz und erfreue Dich des Mahles. Beownls that, wie ihm geheißen war, und dir Helden wurden wiederum herrlich bewirthet. Als dann die dunkle Nacht mit ihrem Schatten die Erde deckte, begab sich der greise Skilding mit seinem Gefolge hinweg; den berühmten Recken aber geleitete ein Kämmerling in ein hochgewölbtes, goldbnntes Gemach, daß er nach heißer Arbeit dort der Ruhe pflege. Hier schlief der Gast, bis der schwarze Nabe des Himmels Wonne fröhlich verkündete und hellblinkrnde Strahlen die Schatten der Nacht verscheuchten. Die Edelinge brachen in Eile auf, denn es trieb sie nach vollbrachtem Kampfe in die Heimath. Dem Sohne Ecglas's gab Beowulf mit Dank das herrliche Schwert zurück und begab sich zu Hro dg ar, um Abschied von ihm zu nehmen. Beo Wulf sprach, er wünsche nichts sehnlicher, als sich dem Könige der Dänen erkenntlich zu zeigen, und gern sei er bereit, wenn wiederum Feinde den Frieden störten, mit tausend wackcrn Degen zu Hilfe zu eilen; sicher werde sein Obherr Hygelak hierin ihn fördern. Sollte aber einst Hredrik an einem Fürstcuhose der Geatcn Gefolgsmann werden wollen, so werde er daselbst zahlreiche Freunde finden. Hrodgar rühmte in seiner Antwort, wie Beo wulf trotz seines jungen Alters stark sei an Macht, voll weisen Sinnes und verständiger Rede. Wenn dereinst Hrcdel'S Sohn durch Kampf oder Krankheit den Tod finden sollte, könnten die Graten keinen bessern König erkiesen, denn Dev wulf. Zwischen Dänen und Graten solle aber hinfort beständiger Friede walten und jedweder Streit ruhn, so lange er noch walte im Reiche. Reichlich aufs neue beschenkte er den Gast und küßte ihn unter heißen Thränen zum Abschied; denn so lieb war ihm der Held geworden, daß er daö Verlangen, ihn künftig wieder zu sehen, nicht unterdrücken konnte. Fürwahr, Hrodgar war ein untadeliger Herrscher, bis ihm daö Alter die Freuden der Kraft raubte; laut erhoben ihn die Graten, da sie mit ihrem Führer zu ihrem Schiffe sich begaben. 2*

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