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Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz · 1871-01-01 · von Michaelis 1867 bis Ostern 1871 (1871) · p. Seite 18

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Journal
Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz
Volume
von Michaelis 1867 bis Ostern 1871 (1871)
Date
1871-01-01
Page
Seite 18 (sequence 18)
Language
German
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IRI
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18 und trat mit der mächtigen Bürde ans Land. Entgegen gingen ihm seine Geaten und dankten Gott für seine Rettung; sie lösten ihm'hurtig Helm und Panzer, und das blutgefärbtc Wasser troff in Strömen von dem Helden herab. Freudeerfüllt zogen sic nun heim nach Hcorot, und vier Männer trugen mit Anstrengung auf langem Speerschaste des Riesen Haupt. An den Haaren schleiften es die Helden in den Saal, wo Hrodgar sie mit seinen Mannen empfing. Allen war das Haupt ein furchterregender Anblick. Beo Wulf erzählt dem Fürsten, wie es ihm im Kampfe ergangen ist, und überreicht ihm den Griff dcZ Schwertes, mit welchem er Grendel's Haupt vom Rumpfe getrennt hatte. Ans dem Griffe war aus der Vorzeit verzeichnet der Kampf und der Untergang des Gigantcngcfchlechteö; nicht minder kündeten eingcgrabene Runen, für wen der Stahl zuerst gefertigt worden war. Hrodgar rühmte sodann Bcownlf'S Thatkraft und dessen ausdauernde Treue gegen die Seinigcn. Nicht habe sich einst als solcher Hort Hereinod wider die Dänen erwiesen, sondern die nächsten Genossen mit Härte gedrückt, so daß er einsam und freudlos habe sterben müssen. Ihn möge Beownlf sich ein warnendes Beispiel sein lassen und die vom Allvater verliehenen Gaben mit Milde gebrauchen. Wunderbar vertheilt der mächtige Gott, so fuhr der greise Hrodgar fort, Einsicht und Besitz und Herrschaft den Menschen. Da lebt Mancher ans Erden, welchem alle Güter des Leibes und deS Geistes in Fülle beschicken sind, und er genießet der Gaben in Frohsinn. Plötzlich aber überschreitet er im llcbermuthe das Maß und ist taub gegen die warnende Stimme der Vernunft. Was cr besitzet, dünkt ihm verächtlich; sein habgieriger Sinn strebt nach immer größerem Gute nud nichts spendet er aus schmählichem Geize von dem Seinen an Andere. Unbcklagt stirbt cr dahin; ein Anderer erbt sein Gut und Verth eilt die Schätze, nimmer eingedenk des früher» Besitzers. Bor solchem Frevelsinn wolle Du Dich hüten, trauter Freund; nutze Deine Kraft für Dich und die Deinen, ehe denn der Tod Dich ereilt. So habe auch ich der Ningdänm fünfzig Jahre gewaltet und sie beschirmt, daß ich mich für alle Zeit

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