Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz
- Journal
- Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz
- Volume
- von Michaelis 1867 bis Ostern 1871 (1871)
- Date
- 1871-01-01
- Page
- Seite 20 (sequence 20)
- Language
- German
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20 Sobald der Küsteuwart der Helden ansichtig wurde, ritt er ihnen entgegen und wünschte ihnen glückliche Heimkehr. Beo wulf schenkte dem Manne, welcher das Boot bewacht hatte, ein Schwert mit goldenem Griffe, so daß jener seitdem um so besser geschmückt war auf der Bank beim Methe durch daS alte Erbstück. Der seestarke Nachen wurde mit allen Schätzen und Waffen beladen und fuhr vom Laude ab. Schnell durchschuitt der herrliche Kiel die Wogen und nach glücklicher Fahrt betraten die Helden den heimischen Boden. Der Hafeulvart hatte schon lange Zeit nach ihnen ansgeschaut; er zog hurtig das wcitbusige Schiss au das Land und hieß dann aufwärts tragen der Edelinge Gut. Nahe dem Seeufer wohnte in geräumiger Halle der Hredliug Hygelak als ein hochberühmter König mit seiner jungen Gemahlin Hhgd, der weisen und ehrbaren Tochter Haered'S. Wie ganz unähnlich war ihr die Modthrydo, welche kein Mann ungeahndet ansehn durste, denn ihr ehelicher Gemahl. Doch als sie daraus mit Offa, Hemiug'Z Verwandtem, vermählt wurde, änderte sich ihr Sinn ans Liebe zu dem trefflichen Ehe Herrn und sie trug nicht fürder HochmuthSgcdanken. Ihr Sohn hieß Evmaer. Beo wulf wurde von seinem Obherrn und dessen Gemahlin mit inniger Freude begrüßt und berichtete ihnen von seinem Aufenthalt bei Hrodgar, sowie von dem Kampfe mit Grendel und dessen Mutter. Er rühmte die Gastfreundschaft des Herrscherpaarcs und die liebliche Milde der edlen Freaware, welche mit des He ad ob earden fürsten'") Froda freundlichem Sohne Zngeld verlobt worden war, damit die Zwietracht zwischen den beiden Völkern schwinde. Jedoch dürste der durch die Frau gestiftete Friede nur von kurzer Dauer sein, fuhr Beo wulf fort. Gar leicht nämlich geschieht es in Zukunft, daß es kränkt den Fürsten der Headobenrdcn uud die Ritter selbst, wenn mit der dänischen Frau unter der Höflinge Schaar einzieht ein Necke uud ein Schwert trägt, welches er dem besiegten Froda einst abgenvmmen hat. Dann erregt ein solcher, grimmen Sinnes, den alten Haß auch im Herzen des jungen Fürsten, hinweisend auf daß Kleinod, welches dem getödteteu Vater geraubt ward. Alsdann vergißt endlich Jngeld die Liebe zu seinem Weibe und wird nur vom Nachegefühle