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KC-Blätter · 1931-10-01 · Nr. 5 (10.1931) · p. Seite 55

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Journal
KC-Blätter
Volume
1931
Issue
Nr. 5 (10.1931)
Date
1931-10-01
Page
Seite 55 (sequence 7)
Language
German
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Vertrauliche Beilage der K. C.-Blätter 55 spxüche gestellt werden konnten. Alle Gesuchsteller wurden darauf hingewiesen, daß zunächst die näheren Bundes- und Kartellbrüder, in zweiter Linie die Verbindungen bzw. Alt- Herren-Verbände, in dritter Linie die Landesverbände und erst zuletzt die K. C.-Hilfskasse in Anspruch zu nehmen sei. Trotz dieser Sichtung der Gesuche sind in den vier Jahren des Bestehens der K. C.-Hilfskasse ca. 30 Kartellbrüder durch Darlehen und Zuwendungen und einige Witwen von Kartellbrüdern durch laufende Zuwendungen unterstützt worden. Mehr als 10 0O0 Reichsmark wurden für diese Zwecke verausgabt. In vielen dieser Fälle waren bereits vorher sämtliche zur Verfügung stehenden Hilfsquellen erschöpft, so daß dieK.C.- Hilfskasse die einzige für den betreffenden Kartellbruder in Frage kommende Geldquelle war. In einem Falle wurde einem Bundesbruder, der sonst keine anderen Hilfsquellen mehr hatte, die Möglichkeit gegeben, ein Lungenleiden auszuheilen. In einem anderen Falle konnte einem Kartellbruder, der unschuldig in ein unangenehmes Strafverfahren verwickelt war, dadurch geholfen werden, daß man ihm zur Beschaffung eines komplizierten Sachverständigen - Gutachtens den notwendigen Betrag zur Verfügung stellte. Dieses Sachverständigen-Gutachten wurde die Grundlage zu dem staatsanwaltlichen Einstellungsbeschluß. Ein großer Teil der Gesuche betrifft solche Fälle, in denen der Vater in Vermögensverfall geraten ist und der Sohn deshalb zum Abschluß seines Umstellung Offener Brief an Herrn Kartellbruder Ernst Reichmann (Sprev., Rh.-Pal.) Lieber Ernst! Wir beide kennen uns zu gut, als daß es einer Rechtfertigung bedürfte für diesen Offenen Brief, den ich an Dich richten muß, nachdem ich Deinen Aufsatz „K. C.er 8ur§ite!" gelesen und durchdacht habe. — Studiums Unterstützung braucht. Gerade in diesem heute häufigsten Falle wird die K. C.-Hilfskasse meist nicht Mitwirken können, weil ihre Inanspruchnahme bei der augenblicklichen schlechten Wirtschaftslage in keinem Verhältnis zu ihren Mitteln steht. Die meisten Beträge werden als Darlehen gegeben. Rur einige Kartellbrüder waren bisher in der Lage, das Empfangene zurückzugeben, und es ist zu hoffen, daß die Rückzahlungen in nächster Zeit reichlicher fließen. Um die Mittel der K. C.-Hilfskasse dem Bedarf nur einigermaßen anpassen zu können, sind erheblich höhere Zuwendungen jedes einzelnen Kartellbruders notwendig. Es sind leider nur einige wenige Kartellbrüder, die regelmäßig bei Festlichkeiten, Zusammenkünften und freudigen Ereignissen der Hilsskasse gedenken. Es ist Pflicht eines jeden K.C.ers, dem Vorbild dieser wenigen nachzueifern. Es sollte keine Zusammenkunft von K.C.ern geben, in denen nicht, wenn auch mit noch so kleinen Beträgen, der Hilfskasse gedacht wird. Ich erinnere an die für den K. C. früher eingeführte Sitte der Glückwunsch- und Geschenk-Ablösungen. — Wer an frohen Tagen spendet, erhöht seine eigene Freude! Aber auch an trüben Tagen mag ein Trost darin empfunden werden, Bedürftigen geholfen zu haben. Vr. Richard Auerb ach (Thur.,Bav.) Leiter der K. C.-Hilfskasse und des Juristischen Stellennachweises. cles X. C-? Du hast uns alle aufgerufen, das alte, ewig junge K. C.-Ideal wieder zu erfüllen, nachdem es schon seit zu langer Zeit nicht mehr war, als eine treu gehütete, nicht geübte Tradition. Wir sollen wieder schaffen für die Idee, an die zwar immer geglaubt wurde, aber längst nicht mehr mit dem Fanatismus, dem jedes Mittel recht ist, sich durchzusetzen. Du sprichst aus, was wir Jungen alle erkannt haben: daß das Lebensvermögen des K.C.-Wesens von Tag

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