Mannheim
Compact Memory

KC-Blätter · 1931-05-01 · Heft 5 (Mai 1931) · p. Seite 83

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
KC-Blätter
Volume
1931
Issue
Heft 5 (Mai 1931)
Date
1931-05-01
Page
Seite 83 (sequence 13)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2268830-2268996-2269003--3979-3524125
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Nachr.-Heft K. C.-Blätter 83 Moritz Marxheimer zum „60." (in Buchstaben: Sechzigsten). SLill, clam und heimlich hat da, wo die Schweiz am höchsten ist, unser lieber Marxheimer der Erste fern von seinen Lieben jüngst seinen 60. (sprich: sechzigsten) Geburtstag gefeiert. Keiner hätte, es geglaubt; keiner sollte es wissen! And doch ist diese bedeutsame Mär durchgesickert. Hymnen erklangen! Dürfen da wir alten Freunde noch die uns angeborene Diskretion wahren? Wollen wir ins Hintertreffen geraten oder aber nun auch unserem Freunde Moritz Marxheimer, dem altbewährten Bannerträger des K. C., unsere herzlichsten Glückwünsche zurufen?! Erinnern wollen wir an das Viele und nur Gute, das wir ihm zu danken haben. Seit mehr als 40 Jahren kämpfst Du im Felde mit der Waffe, daheim mit Wort und Schrift, angreifend, wo es nottut,aber auch einlenkend,vermittelnd und versöhnlich, wo es gilt zusammenzufassen, ein hohes Ziel gemeinsam zu erreichen. Seit Jahren an der Spitze bist Du, der Mann des jüdischen Wissens und scharfer Denker, der Mann des Vertrauens Deiner Gemeinde, altbewährter Expräsident Deiner Loge, die Du viele Jahre geführt hast, Rat im Landesverband, anerkannt von Freunden und Gegnern, Kollegen und Richtern, verehrt von Deinen Klienten und Klientinnen. Wie ein Junger gehst Du durchs Leben! Wer kennt nicht Deine elegante schlank-hochragende Gestalt, Deinen federnden Schritt, Deine drohenden tiefschwarzen Brauen über den gütigen Augen?! Wer schätzt nicht Dein treffendes Urteil, Deinen guten Rat?! Beim Wein, im Ballsaal, vor den Schranken des Gerichts, auf Skiern der Flottesten einer, stets der Lebendigste, kurzum ein Jüngling, dieser Sechzigjährige (sage und schreibe: Sechzigjährige)! Wir gratulieren! Bleib so! Ad multos annos! M. L. Der Verlauf des Ausbildungskursus. Vom 7. bis 21. April d. I. fand in Berlin der erste Ausbildungskursus für Fuchsmajore statt. Dieser Kursus unterschied sich in mancher Hinsicht von den Schulungskursen, die vor einigen Jahren abgehalten worden waren. Man hatte diesmal das Hauptgewicht darauf gelegt, wirklich junge und jüngste Semester als Teilnehmer zu haben, und hat mit ihnen in exklusiver, konzentrierter Facharbeit alle die Themen abgehandelt, die zur Wissensgrundlage unserer künftigen Fuchsenerzieher gehören. Die Arbeit der Fuchsmajore ist in ihrer Bedeutsamkeit ja dadurch erheblich gesteigert, daß nach den neuen Frankfurter Bestimmungen die gesamte Aktivitas und auch die Inaktiven der Führung des Fuchsmajors anvertraut sind. Es ist selbstverständlich, daß jemand, der vieles lehren soll, selber vieles lernen muß. Der Arbeitsplan war denn auch entsprechend reichhaltig, und unsere jungen Kartellbrüder haben ihre Berliner Tage mit redlichem Fleiß und Bemühen hingebracht. Hinzu kam, daß, entsprechend der Vielseitigkeit unserer Aufgaben, an jedem Morgen ernstes Sporttraining die Teilnehmer züsammenrief. Sicherlich aber wird der von allen Teilnehmern gern geleistete Arbeitseifer sich bezahlt machen, wenn die betreffenden Kartellbrüder erst Gelegenheit haben werden, die empfangenen Anregungen in praktischer Lehrarbeit auszunutzen. Sin Lohn für alle Mühen war zweifellos die bei jedem derartigen Zusammentreffen sich bietende Möglichkeit, K. C.er mit K. C.ern in gegenseitige Fühlungnahme zu bringen, Bande neuer Bekanntschaften zu knüpfen, dem Norddeutschen zu zeigen, wie der Süddeutsche denkt usw. Im übrigen waren es lauter Prominenzen, die sich mit selbstverständlicher und anerkennenswerter Bereitwilligkeit in den Dienst der Sache gestellt hatten, so daß man getrost sagen darf, der Erfolg entsprach dem Aufgebot. Natürlich konnte es nicht der Sinn des Unternehmens sein, lediglich gewisse Quanten Wissensstoff in geduldig Zuhörende hineinzupumpen. Der Kernpunkt lag in selbsttätiger Mitarbeit der Teilnehmer, und darum wurde in den Schlußtagen des Kursus eine große Generaldebatte abgehalten, bei der die Teilnehmer freimütig über alles sprachen, was ihnen am Kursus zugesagt habe, und was ihnen einer Reform bedürftig erschienen sei. Der G. A.» der durch

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.