KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1931
- Issue
- Heft 4 (April 1931)
- Date
- 1931-04-01
- Page
- Seite 68 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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68 K. C.-Blätter Nachr.-Hest deren Angehörigen und von geladenen Gästen so stark besucht, daß schließlich kein Platz mehr frei war. Sie begann mit einem Prolog (eigene Dichtung!) unseres Erstchargierten und der Begrüßung der Chargierten. Rund 40 K. C.er meldeten sich beim Aufruf der einzelnen K. C.-Verbindungen. Dann hielt Kbr. Dr. Krombach aus Essen über das. Thema: „Der Kampf der jüdischen Jugend" die Begrüßungsansprache. Die geistvollen Ausführungen weckten größte Begeisterung bei allen anwesenden Gästen und K. C.ern. Es folgte die Festrede -unseres lieben Vbr. Rabbiner Dr. Lazarus: „Der Weg des deutschen Juden". Der tief angelegte Vortrag, dem alle Anwesenden atemlos lauschten, war ein Muster philosophisch-politischen Denkens und konsequenter Nutzanwendung auf unsere Bestrebungen. Die Festrede klang aus in das Deutschlandlied, das von allen Anwesenden mitgesungen wurde. Unter den Klängen des Gaudeamus verließen die Chargierten alsdann das Podium. Daran schloß sich das Festessen an. Der Sonntag Abend brachte ein gemeinschaftliches Abendessen mit Kabarettaufführung. Die zwerchfellerschütternde Wirkung der einzelnen Vorträge wird allen Teilnehmern unvergeßlich bleiben. Besonderen Jubel erregte eine Moritat, welche zwölf prominente K. C.er in Karikatur und Versen vorführten. Die Aktivitas brachte einen humorvollen Sketch aus der begabten Feder unseres lieben a. B. Ursell. Der Lautsprecher verkündete per Radio aus allen möglichen Weltstädten die Ereignisse des K. C.-Tags. Das frohe Fest, um das sich besonders unsere lieben AH. A. H. Dr. Baruch und Dr. Erwin Seligmann verdient gemacht haben, fand erst am frühen Morgen sein Ende. Die Vorbereitung der Festlichkeiten hatte uns eine von der Vereinigung Frankfurter K. C.er gebildete Kommission abgenommen, deren Hauptarbeit von unseren lieben A. H. A. H. Ettinghausen und Klein geleistet worden ist. Wir danken an dieser Stelle nochmals unseren A. H. A. H. für ihre aufopferungsvollen Bemühungen und unseren Kartell- und Bundesbrüdern für ihr zahlreiches Erscheinen zum K. C.-Tag. Getreu den neuen Bestimmungen legen wir in der Verbindung großen Wert auf sportliche Betätigung. Schwimmen, Boxen und Fechten wurden eifrig betrieben, wie es auch in früheren Semestern stets üblich war. Auch Vortrags- und Diskussionsaöende fanden des öfteren statt. Besonderes Interesse erregten die Vorträge unseres lieben Kbr. Ernst Wolfs und unseres lieben i. a. B. Knopp. Auch an die Rezeptionsvorträge unserer Brander schlossen sich immer rege Diskussionen an. Am Schulungskurs des C. V. in Frankfurt nahmen sehr viele unserer Bbr. Bbr. teil. Wir chargierten bei einer Kundgebung des V. d. A.» am Volkstrauertag und bei der Beerdigung des hiesigen Universitätsprofessors Dr. Horwitz. Beschämenderweise war bei der Beerdigung dieses hervorragenden Orientalisten, außer uns, nur eine hiesige Burschenschaft vertreten. Diese Tatsache dürfte bezeichnend für den in der hiesigen Korporiertenschaft herrschenden Geist sein. In der Frankfurter Gesellschaft fanden wir freundliche Aufnahme und öfters waren unsere Bbr. Bbr. Gäste bei unseren Couleurdamen. Wir rezipierten unsere Brander Preuß, Weihl, Marx, Stern, Löwenstein, Löb und Andermann. Inaktiviert wurden unsere a.B. a. B. Kaufmann, Ursell und Doctor. Wir dechargierten unsere Chargen und verliehen dem X und XXX und den Fuchsmajoren die Klammern. Das Sommersemester beginnt am Montag, den 13. April mit dem Antrittskonvent. Rheno-Palatia, Würzburg. Die letzten Offizien bis zum Schluß des Semesters konnten wir größtenteils auf unserem neuen Heim abhalten. Wir danken an dieser Stelle nochmals unfern l. K. V. K. V. für die freundliche Ueberlassung ihrer Mützen und Bänder. — Unsere Schlußkneipe, die wie immer im Ratskeller stieg, führte zum letzten Male alle ortsanwesenden K. C.er gemütlich zusammen. Mit besonderer Freude begrüßten wir unsern l. Kbr. Dr. Birk aus Gemünden, der sich uns jederzeit während des Semesters zur Verfügung stellte, wenn wichtige Angelegenheiten zu beraten waren. Von Außenstehenden konnten wir u. a. die Vertreter einer frei