KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1931
- Issue
- Heft 4 (April 1931)
- Date
- 1931-04-01
- Page
- Seite 67 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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Rachr.-Heft K. C.« Blätter 67 Vorgängen passiv verhielten, in keiner Weise betroffen. Jedoch hielten wir es fftr angebracht, in einer von Rektor und Senat einberufenen Versammlung zur Regelung der studentischen Selbstverwaltung uns öffentlich auf die Seite des Rektors zu stellen, im Gegensatz zu den in der neuen „Deutschen Studentenschaft Heidelberg" zusammengeschlossenen Korporationen und Gruppen. Bei dieser Gelegenheit nahm ein Bbr. aufs schärfste Stellung gegen den Hochschulantisemitismus. (Aeber daraus entstandene Zwistigkeiten siehe den Bericht in den letzten K. C.-Blättern.) Ein Lag vor Semesterschluß bekamen wir auf einer Keilveranstaltung in Karlsruhe von unseren A. H. A. H. die erfreuliche Mitteilung, daß der sehnlichst erwartete Hauskauf nunmehr Wirklichkeit geworden ist. Wir hoffen, daß wir gleich zu Beginn des nächsten Semesters in unser neues Heim einziehen können! Linen schöneren Abschluß unseres Winter-Semesters konnte es für die Aktivitas wohl kaum geben. Zusammenfassend kann gesagt werden, daß wir in diesem Semester versucht haben, vor allem unsere Stellung nach außen zu bessern. Während in früheren Semestern die Bavaria ziemlich abgeschlossen gegen die Außen» Welt lebte, versuchten wir in diesem Semester Außenstehenden die Möglichkeit eines Einblickes in unser Verbindungswesen zu geben. Auf diese Weise gelang es uns, viele Vorurteile über unsere Verbindung zu beseitigen und vor allem die Kluft zwischen Student und der übrigen jüdischen Bevölkerung Heidelbergs zu überbrücken. So fanden wir durch unsere Arbeit im Iugendbund und der C. V.- Iugendgruppe in Mannheim vor allem Konnex mit der jüdischem Jugend. Auch scheint" jetzt wieder bei der älteren Philisterschaft Interesse an unserer Verbindung zu bestehen, das dadurch bekundet wurde, daß auf unsere Einladungen hin immer Vertreter der Philisterschaft, wie auch der Jugend, erschienen waren. Dieser Erfolg war nicht zuletzt auf den Zusammenhang und die Einigkeit in der Verbindung zurückzuführen. Wir können also mit vollster Zufriedenheit auf das verflossene Semester zurückblicken und hoffen, daß die Richtlinien, die wir in diesem Semester beachtet haben und die sich ausgezeichnet bewährt haben, in kommenden Semestern beibehalten werden. Neo-Friburgia, Freiburg i. Br. Ende des Semesters wurden sämtliche Brandfüchse rezipiert. Inaktiviert wurden: Heinz Goldblum, Hellmuth Goldblum, Hans Eckstein, Alli Marcus, Werner Grünbaum, Heinz Rosenthal, Walter Weißenberg, Hans Schein, Ernst Bergen, Werner Rund und Hans Rotschild. Kurt Lichtenstein meldete sich am Schluß des Semesters wieder inaktiv. Die Chargen und Warte wurden ordnungsgemäß dechargiert. Für das nächste Semester beurlaubten wir: a. B. a. B. Isaaksohn und Ferse nach Hamburg und a. B. Fritz Lichtenstein nach München. An einer Keilkneipe in Karlsruhe nahmen wir teil und genossen hierbei die liebenswürdige Gastfreundschaft unseres l. A. H. Dr. Fritz Strauß und seiner Gattin. Die Ferienkommission setzt sich folgendermaßen zusammen: X Kurt Lichtenstein i. a. B., XX Werner Rund i. a. B., XXX Fritz Lichtenstein a. B. Das Sommersemester beginnt am Donnerstag, den 23. April 1931, mit einem Begrüßungsabend auf dem Hause, Basler Str. 44, um 9 Ahr abends. Der Antrittskonvent findet am Montag, den 27. April 1931, auf dem Hause um 9 Ahr abends statt. Bestellungen von Zimmern im Hause sind möglichst rechtzeitig anzumelden. (Ein ausführlicher Semesterbericht ging unseren Bnndesbrüdern bereits zu; Interessenten können noch einige Exemplare von dem Vorsitzenden des MH. V. Friburgo-Ghibellinia, Dr. Erwin Rosenow, Berlin SW 61, Belle- Alliance-Str. 23, erhalten.) Nassovia. Das Hauptereignis des Wintersemesters bildete der K. C.-Tag. Aeber die Ergebnisse ist an anderer Stelle der K. C.-Blätter schon berichtet worden. Wir beschränken uns darauf, nur den äußeren Rahmen der Festlichkeiten zu schildern, zu denen sich am Orte unserer Verbindung rund 509 K. C.er eingefunden hatten. Der Vorabend des K. C.-Äages brachte eine akademische Feier im großen Saale des Palmengartens. Die imposante Kundgebung war von K. C.ern,