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KC-Blätter · 1931-04-01 · Heft 4 (April 1931) · p. Seite 66

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
KC-Blätter
Volume
1931
Issue
Heft 4 (April 1931)
Date
1931-04-01
Page
Seite 66 (sequence 16)
Language
German
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66 K. C.-Blätter Nachr.-Heft Jonas, Kander, Neugarten, Polak, Reyersbach, Salinger, Salomon und Strauß. A. B. Assenheim wurde zu einer l. K. V. Nassovia beurlaubt. Am unsere Bbr. Bbr. in tendenzieller Beziehung mehr als bisher zu schulen, veranstalteten wir regelmäßig wöchentlich mindestens einen Diskussionsabend. An diesen Abenden hielten die Bbr. Bbr. über die verschiedensten Gebiete Vorträge, an die sich immer eine rege Aussprache anschloß, die auf einem beachtlichen Niveau stand. Es wurden in der Hauptsache folgende Themen behandelt: „Programm der NSDAP.", „Sozialismus und SPD.", „Die Parteien im Reichstag", „Staatsformen", „Das Minderheitenproblem in Oberschlesien", „Kapitalismus und Demokratie", „Todesstrafe", „K. L.-Problemc", „Palästinaaufbau", „Die wirtschaftlichen Verhältnisse in Palästina", „Rasse und Judentum", „Die Emanzipation", Referat über das Heft: „Die Iudenfrage", „Die Schöpfung". Außerdem hielt uns Herr Rabbiner Dr. Pinkus liebenswürdigerweise einen Vortrag über: „Tradition und Kritik im Judentum". 3u den Tendenzfuchsenstunden behandelte unser M. f. T. alle für K. C.er wichtige Fragen, so daß alle Füchse rezipiert werden konnten. Auf dem Antrittskonvent wurde schon der Beschluß gefaßt, daß alle Aktiven sich das Deutsche Turn- und Sportabzeichen erwerben sollen. Wir begannen deshalb auch sofort mit dem Training und waren vor Weihnachten regelmäßig mindestens 4 Stunden in der Woche auf dem Sportplatz. Ansere Arbeit zeigte auch einen schönen Erfolg. So haben wir bereits jetzt von 55 zu erfüllenden Disziplinen 42 hinter uns, obgleich ein Training auf dem Sportplatz wegen der schlechten Witterung nach Weihnachten in dem erwünschten Maße nicht möglich war. Anser weiteres Sportprogramm war: 2 Stunden Boren, 1 Stunde Körperschule und 1 Stunde Schwimmen. Ferner beteiligten sich 6 Bbr. am Kleinkaliberschießkurs der Aniversität. Trotz dieses großen Sportprogramms litt unser Fechtbetrieb nicht wesentlich, denn auf dem von uns veranstalteten Pauktag konnten wir 7 Partien stelleit. Zudem traten 2 Bbr. Bbr. in München an, davon einer auf Licarenwaffen gegen die Salia, Würzburg. Bei den Handballwettspielen um die Aniversitätsmeisterschaft beteiligten wir uns mit einer Mannschaft von 7 Bbr. Bbr., verloren jedoch leider nach einem schönen, aber aussichtslosen Kampf gegen die stärkste Handballmannschaft an der hiesigen Aniversität. Als Ersatz für diese Niederlage konnten wir uns am Öie8 gymnasticus mit einer Mannschaft von 7 Aktiven im Geländelauf um die beiden Brücken den 2. Preis in der Mannschaftswertung um die Aniversitätsmeisterschaft erringen. Außerdem gelang es einem Bbr., sich die bronzene, silberne und goldene Nadel im Kleinkaliberschießen, einem anderen Bbr. sich das kleine Lebensretterabzeichen zu erwerben. Daß die Bavaria mit ihrem Sportbetrieb auf der richtigen Fährte ist und auch nach außen dadurch manches erreichen kann, beweisen die zahlreichen Anerkennungen, die wir von Außenstehenden zu hören bekamen. So äußerte z. B. der Aniversitätssportlehrer Reinau und auch andere Sportlehrer, daß in diesem Winter unsere Verbindung die sportschneidigste von allen Heidelberger Korporationen gewesen sei. 2n unserer Stellung krach außen war unser Grundsatz, in der jüdischen Gemeinde Fuß zu fassen. Aus diesem Grunde nahmen wir von Anfang an an den Veranstaltungen des neutralen Iugendbundes teil; einige Bbr. Bbr. unterstützten die Arbeit des Vugendbundes u. a. auch durch Vorträge. Auf die Aufforderung der Leitung des Iugendbundes hin traten wir korporativ in ihn ein und waren im Vorstand durch einen offiziellen Beauftragten vertreten. Dazu kommt noch, daß bei der Vorstandswahl ein Bbr. einstimmig zum 1. Vorsitzenden gewählt wurde. Auch suchten wir Konnex mit der C. V.-Iugendgruppe in Mannheim zu bekommen. Ein Bbr. kam der Bitte dieser Gruppe, ein Referat über die „Zustände an der Hochschule" zu halten nach. Bei dieser Gelegenheit wurde der Wille zu gegenseitiger Zusammenarbeit betont. Was die Vorgänge in der Heidelberger Studentenschaft betrifft, so wurden wir, da wir uns bei all diesen

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