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KC-Blätter · 1932-03-01 · Aufsatzheft 1 (März 1932) · p. Seite 12

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Journal
KC-Blätter
Volume
1932
Issue
Aufsatzheft 1 (März 1932)
Date
1932-03-01
Page
Seite 12 (sequence 12)
Language
German
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12 K. C. »Blätter Sorge der Verbindungen. In den mittleren und kleinen Universitätsstädten, in denen sich die studierenden K. C.er von jeher zum gemeinsamen Mittagessen trafen, ist dieser gemeinsame Mittagsttsch heute zur Notwendigkeit geworden. Er ermöglicht durch die geschlossene Bestellung der Gruppe dem einzelnen eine ausreichende Hauptmahlzeit für einen möglichst niedrigen Preis. Haben K. C.er von jeher zusammengehalten in ihrem Kampf und auch in manchem übermütigen Streich, so ist heute der Zusammenhalt ebenso selbstverständlich wie notwendig. Eine Selbstverständlichkeit ist es, das: Einer für alle, alle für einen! Nur dadurch macht es sich der K. C.er noch möglich, von Zeit zu Zeit für wenige Stunden die studentische Fröhlichkeit zu suchen, die früher alle während ihrer ganzen Studentenzeit gefunden haben. Wenn wir an anderer Stelle darauf hindeuteten, daß sich die Vorstellung von einem farbentragenden Studenten, wie es der K. C.er ist,' vielfach nicht gewandelt hat, dann liegt der Grund hier. Man weiß, daß der K. C.er trotz allem immer noch Lebensmut hat und haben wird und dieser Lebenszuversicht immer wieder Ausdruck gibt. Und daraus versucht man vielfach, ihm einen Vorwurf zu machen, indem man nicht einsieht, daß nur durch tapferes, nachahmenswürdiges Zusammenstehen aller die Stunde jugendlichen Frohsinns geschaffen wird. Und die'braucht der K. C.er, um aus ihr Begeisterung und Kraft zu schöpfen für den nach allen Seiten verbreiterten Kampf, der für ihn in doppelter Bedeutung ein Lebenskampf ist. Jetzt verläßt er die Universität und geht in eine dunkle, ungewisse Zukunft hinein. Es ist seit langem für ihn keine Selbstverständlichkeit mehr, bald eine seiner Berufsausbildung entsprechende, seine Lebensbedürfnisse befriedigende Stellung zu finden. Ihn stützt und ihm hilft der Verband durch vorbildliche Organisation, deren Wirkungskreis sich trotz allem immer wieder zu beschränkt erweist und den zu erweitern augenblickliche Aufgabe ist. Ihn stützt und ihm hilft unter Anpassung aller seiner Kräfte der Verbandsbruder, der zu einer glücklicheren Zeit seine Berufsmöglichkeit gesunden hat. Die wirtschaftliche Lage des K. C.ers ist die wirtschaftliche Lage seines Zeitgenossen. Wenn er sich von dem unterscheidet, dann in einem, daß von jeher der K. C.er gelernt hat, sein ganzes Sein in den Dienst der Gemeinschaft zu stellen. Er weiß, die Bereitschaft, die er als selbstverständlich den anderen entgegenbringt, die darf er für sich von den anderen fordern. Das gibt ihm die Zuversicht und die Lebenskraft zu seinem „und doch!" Ihn stärkt die sichere Gewißheit, niemals allein zu sein. Ans dem Leben der K. C.-Verbind«ng. Von canck. jur. Paul Schreiber (Neo-Frib.). Die Wurzeln des deutschen Korporationslebens liegen tief im Mittelalter. Daher bietet auch die Organisation einer modernen Verbindung viele Berührungspunkte mit dem Wesen mittelalterlicher Gemeinschaften. Meldet sich heute der Student, der die Hochschule bezieht, aktiv, so wird

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