KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1932
- Issue
- Aufsatzheft 1 (März 1932)
- Date
- 1932-03-01
- Page
- Seite 13 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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K. C.--Blätter 18 er zunächst als krasser Fuchs in die Verbindung ausgenommen. Er ist damit gleichsam Novize geworden. Während seiner Fuchsenzeit, di« im allgemeinen IVs Semester dauert, erhält er eine Ausbildung, die aus ihm den Menschen machen soll, den die Verbindung braucht: einen selbstbewußten starken Charakter, der weiß, was er will, der auf allen Gebieten seinen Mann steht. Im zweiten Semester wird aus dem Krassen der Brandfuchs. Die Ausbildung ist nunmehr so weit gediehen, daß durch die Rezeption die Fuchsen- und Lernzeit abgeschlossen werden kann. Diese Rezeption, die eine Prüfung auf allen Gebieten des K. C.-Lebens darstellt, ist eines der bedeutungsvollsten Ereignisse der ganzen Aktivität. Denn von nun an trägt der Aktive als Bursch das dreifarbige Band der Verbindung, von nun an nimmt er maßgeblich teil am Schicksal der Verbindung. Er erhält mehr Rechte, aber auch seine Pflichten steigern sich. Um das ganz deutlich werden zu lassen, sei hier von den Parlamenten des Verbindungslebens gesprochen. Im Verbindungsleben gibt es drei Convente. Zunächst den A. C., den Allgemeinen Convent, der eine durchaus demokratische Institution ist. Hier ist jeder Aktive stimmberechtigt, die Stimme des jüngsten Aktiven zählt genau so viel, wie die des ältesten Alten Herrn. Die wichtigsten Aufgaben des A. C. sind Beschlußfassung über Aufnahmegesuche, über Linie und Maßnahmen des hochschulpolitischen Kampfes, über Kassenangelegenheiten. Die eigentliche Kontrolle und Verwaltung des Verbindungsbetriebes liegt beim B. C., dem Burschen-Convent. Zu ihm haben nur, wie schon der Name sagt, die Burschen Zutritt. Nichts Wichtiges in der Verbindung geschieht, was nicht vom B. C. besprochen und genehmigt ist. Hier erweist sich am klarsten die Bedeutung der Rezeption: Nur wer Erfahrung und Kenntnisse hat, darf teilhaben an der Leitung, nur er hat mehr Rechte, aber auch gesteigerte Verantwortung. Aus seiner Mitte wählt der B. C. die eigentliche Führung und Leitung der Verbindung, die vom C. C., dem Chargen-Convent» gebildet wird, der aus den drei Chargierten besteht. Innerhalb des C. C. herrscht im gewissen Sinne das Führerprinzip. Der Erstchargierte hat die entscheidende Stimme, bei ihm liegt die Leitung, aber auch die Verantwortung. Seinen Anordnungen haben sich alle zu fügen. Denn letzten Endes muß doch einer die Leitung und Verantwortlichkeit haben, soll eine gewisse Stetigkeit innegehalten werden. Neben den Chargen werden vom B. C. zwei Fuchsmajore gewählt, die für die Ausbildung und das Wohl der Konfuchsia zu sorgen haben. Die Teilung ihrer Aufgaben ist so vorgenommen, daß der Fuchsmajor für Comment die Ausbildung in den äußeren Fragen des Verbandslebens, der Fuxmajor für Tendenz die in den politischen und wissenschaftlichen Fragen übernimmt. Aber nicht nur die Fuchsmajore sorgen in erhöhtem Maße für die Fuchsenschar; jeder Fuchs muß sich zu Beginn seiner Aktivität einen Leibburschen wählen. Das Wesen des Leibverhältnisses entspricht ungefähr dem der Familie im Staate. Der Leibbursch soll in allem der. Freund und Führer seines jungen Leibfuchsen sein, er soll ihm in allen