KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1931
- Issue
- Nr. 2 (3.1931)
- Date
- 1931-03-01
- Page
- Seite 38 (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2268830-2268996-9971342--4157-3524017- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
88 Vertrauliche Beilage der K. C.-Blätter Ernst Rosenthal meint, daß man mit freiwilligen Spenden niemals weit komme. Lr stellt daher den Antrag, den K. L.-Beitrag zugunsten des K. L. - Hilfsfonds um RM. 1.— pro Jahr oder Seme st er z u e r h ö h e n. Weißmann bedauert, dem Antrag aus seiner Erfahrung als Kassenwart entgegentreten zu müssen. Lin großer Prozentsatz der Mitglieder in al.en Korporationen ist mit den Beiträgen sehr säumig, und die Folge sei die, daß die Altherrenverbände auch für diejenigen, die nichts zahlen, den Beitrag an den K. (£. abführen müssen. Das sei gegenwärtig eine 31t große Belastung, zumal in einem Augenblick, in dem die aktiven Korporationen stärler als je durch die Altherrenverbände unterstützt werden müßten. Solange es bei uns, entgegen der Uebung bei christlichen Korporationen, nicht als Ehrenpflicht betrachtet wird, seinen Verbandsbeitrag zu entrichten, u:rd zwar restlos ohne Mahnung, könne die Kasse nicht stärker angespannt werden. Er regt aber an, statt 5 Prozent künftig einen höheren Satz von den ordentlichen Einnahmen des K. E. an den Hilfsfonds abzuführen. Levh hält den Antrag Ernst Rosenthal praktisch nicht für durchführbar, weil es zu große Schwierigkeiten mache, das Geld einzuziehen. Es sei kein Kopfbeitrag, sondern ein Verbandsbeitrag. Man müsse sich klar werden, wofür man das Geld ausgeben wolle. Eventuell müsse an den K. C.-Blättern gespart werden. Pinkus hält es für unmöglich, von den Aktiven irgendwelche Beträge für die Hilfskasse zu fordern. Ernst Rosenthal beschränkt seinen Antrag auf Alte Herren. Defsauer pflichtet Rosenthal bei. Man müsse ein paar Mark opferrr, wenn man bei den ungeheuren Schwierigkeiten den jungen Studenten etwas helfen wolle. Mainzer glaubt, daß Dessauer die Notwendigkeit der Unterstützung der Aktiven im Kampf mit der Faust und die Unterstützung der notleidenden Alien Herren verwechsle. Der A. H. V. Badenia habe noch niemals einen Pfennig vom G. A. für Subventionen verlangt, habe aber eine ganze Reihe notleidender Alter Herren ganz aus eigenen Beiträgen subventioniert. Aber man dürfe das Maß der Anforderungen nicht überspannen. Ueber ein Drittel der Alien Herren sei mit den Beiträgen im Rückstand. Man müsse an dis Altherrenverbände appellieren, daß sie sich um ihre notleidenden Mitglieder mehr kümmern müssen. Er könne sich vorstellen, daß bei kleinen Altherrenverbänden, die keine Verbindung hinter sich haben, Notfälle eintreten können. Diese Verbände brauchen aber keine Verbindung zu stützen und können ihre Mittel für den Hilfszweck Zusammenhalten. Ettinghausen bittet, den G. A. zu ermächtigen, diesen Punkt evtl, durch Erhöhung der Beiträge in angemessener Form zu erledigen. Baron hält es für die selbstverständliche Pflicht jedes Altherrenverbände^ für die ihm Nahestehenden zu sorgen. Lr freut, sich, daß die Sache hier zur Sprache komme, weil sie zu den wichtigsten Dingen gehöre. Der A. H. V. Licaria erhebe RM. 18.— für Wohlfahrtsfonds. Seit drei Jahren habe der A. H. V. Licaria bereits 10 000 RM. für notleidende Bundesbrüder ausgegeben. Die Kasse sei jedoch jetzt ohne Mittel. Der A. H. V. Licaria sei nicht mehr in der Lage, mit den Einnahmen die Ausgaben zu decken und müsse von dem bescheidenen Vermögen zehren. Er habe etwa 15 000 RM. Außenstände, die er nicht hereinbringen könne. Man könne nicht zweimal für Wohlfahrtszwecke Beiträge erheben. 3akob Marx hält den Hilfsfonds für zu unpersönlich. Die Unterstützung notleidender Bundesbrüder sei eine derart persönliche Angelegenheit, daß die Altherrenverbände diese übernehmen müßten. Er wünscht Einführung einer Sterbegeldversicherung und stellt den Antrag, daß der G. A., evtl, in Verbindung mit einer Versicherungsgesellschaft, einen Plan hierfür ausarbeite.