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KC-Blätter · 1931-03-01 · Nr. 2 (3.1931) · p. Seite 37

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Journal
KC-Blätter
Volume
1931
Issue
Nr. 2 (3.1931)
Date
1931-03-01
Page
Seite 37 (sequence 31)
Language
German
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Vertrauliche Beilage der K. C.-Blätter 37 bestand, der dem K. C. von vielen Seiten verübelt werde. Sr gibt daher die Anregung, daß jede Verbindung binnen ganz kurzer Zeit, längstens einem Vierteljahr, eine Lotenliste aufzustellen habe, in welcher jeder verstorbene Bundesbruder nach Person und Verbindung aufzuführen sei, ferner daß in allen Verbindungen und auch im G. A. es zur Ehrenpflicht gemacht werde, die Fühlung mit den Hinterbliebenen verstorbener Vundesbrüder aufrecht zu erhalten, die Hinterbliebenen zu Veranstaltungen einzuladen, sie durch Zusendung von K. C.-Blättern am K. C. zu interessieren und bei gewissen Gelegenheiten, Todestagen und dergl. durch ein kurzes Schreiben der Verstorbenen zu gedenken. Diese Aufgabe sei heute noch durchführbar, sie werde aber immer schwieriger, je langer man sie verschiebe. Ernst Rosenthal halt diese Dinge nicht für eine Angelegenheit des K. C.» sondern der einzelnen Allherrenverbände. Es sei undenkbar, daß der Gesamt-» verband sich der einzelnen Witwen der einzelnen Bundesbrüder annehme. Auch die Aebersendung der K. L.-Blätter sei keineswegs allgemein anzuordnen. Wir wissen nicht, wes Geistes Art die Zurückgebliebenen sind. Was die Hilfe für Witwen und Waisen anlange, so könne diese ebenfalls nur von den A. H. V. A. H. V. geleistet werden; es handle sich hierbei nicht um eine Aufgabe des K. C. Der K. C.-Hilfsfonds müsse für die K. C.er selbst verwendet werden. Berlak schlägt vor» die Durchführung der Marxschen Vorschläge im G. A. zu erörtern und die Beschlüsse den Altherrenverbänden zugänglich zu machen. Rosenow appelliert für den K.C.-Hilfsfonds. Die Anträge und Gesuche häufen sich, die Spenden fließen dagegen außerordentlich sparsam. Er bittet, daß ein jeder in seinem Berufe an den Hilfsfonds denke und dem! Fonds abgelehnte Gebühren und dergl. zuführe. Die Arten der Inanspruchnahme seien durchaus verschieden. Wenn wir aber nicht erhöhte Mittel bereit stellen, so wird der K. C.-Hilfsfonds in Kürze den Ansprüchen nicht mehr genügen. Er bittet, zum K. C.-Hilfsfonds auch freiwillige Mitgliedschaft zuzulassen." Solche Kartellbrüder wären dann bei eigenen Anträgen in erster Linie zu berücksichtigen. Auerbach betont, daß der Bedarf in gar keinem Verhältnis zu den Einnahmen stehe. Es sei traurig, Leute zurückweisen zu müssen, weil das Kapital sonst immer weiter angegriffen werde. Die Mitgliedschaft zum K. C.-Hilfsfonds komme solange nicht in Frage, als ihm Beträge von den Hauptcinnahmen aus der K. C.-Kasse zufließen. Solange könne man nicht Kartellbrüder in erster und zweiter Linie berücksichtigen. Es gebe Spenden und Beiträge. Für die Spenden müsse unbedingt mehr Propaganda gemacht werden. Es werde notwendig sein, die Beiträge für den Hilfsfonds zu erhöhen, notfalls unter Ermäßigung des Bedarfs des sonstigen Etats. Ludwig Mäher: Die Schaffung des Hilfsfonds war notwendig. Darüber könne heute bei der Not, wie wir sie sehen, kein Zweifel sein. Am so mehr müsse man sich den Kopf zerbrechen» wie dem Hilfsfonds auf die Beine geholfen werden könne. Er sehe eine Möglichkeit darin, daß die Kartellbrüder untereinander sich gegenseitig unterstützen müssen. Z. B. müsse den Empfängern eines K. C.-Mandats eine gewisse Verpflichtung erwachsen, dafür des K. C.-Hilfsfonds zu gedenken. Es werde sich vielleicht auch durchführen lassen, daß jeder Anwalt oder Arzt» der einem anderen Kartellbruder eine Sache oder einen Klienten zukommen läßt, dies dem Hilfsfonds mitteilt, damit dessen Vorstand sich an den gedachten Kartellbruder wenden und von ihm eine Spende erbitten könne. Auf diese Weise werde man durch kleine Beträge eine neue Einnahmequelle erschließen können. Wertheimer weist darauf hin, daß früher die Glückwunschablösung der K. C.-Kasse erhebliche Mittel zugeführt habe. Er glaubt, daß es nur einer Anregung bedarf, um hieraus schöne Einnahmen zu schaffen. Er verspricht, daß er selbst den Anfang machen werde, und hofft, daß viele sich» änschließen werden.

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