KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1931
- Issue
- Nr. 2 (3.1931)
- Date
- 1931-03-01
- Page
- Seite 29 (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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Vertrauliche Beilage der K. C.-Blätter 29 Das ist eine Angelegenheit, die nur den K. C. und die K. C.er angeht, und die nicht über den Rahmen unseres Kreises hinaus be.anntgemacht gehört. Sie könnten fjitft die gegensätzliche Wirkung haben. Safef Hirsch: Wenn ein Unbefangener die Reden hört, die soeben hier gehalten sind, so muß man zu der Ansicht kommen, daß die Anwesenden nicht wissen, was zur Züt gespielt wird, weil vielleicht noch nicht überall bekannt ist, daß es eine nationalsozialistische Bewegung gibt und wir jederzeit vor Unruhen stehen können. Ich verstehe nicht, wie man über kleine Punkte debattieren kann und nicht die Hauptsache herausgreift. Der K. L. ist im Augenblick nicht wehrfähig. Mit Schlägern auf der Mensur wird der Kampf nicht entschieden, sondern mit Boxen und Jiu-Jitsu. Nur dann könnt Ihr im Sinne der K. L.-Tendenz selbstbewußte Juden sein, die den Kampf aufnehmen, wenn Ihr wehrhaft seid! Wenn jemand vor einer Reform sich scheut, so sü betont, daß es sich nicht um eine Reform der Tendenz und des> Geistes handelt, sondern nur um eine Reform der äußeren Form/nur diese wird angestrebt. Der G. A. hat eine Tat begangen mit seinen neuen Anträgen. Wir wol en gleich sein den alten K. C.ern, wir können es nicht in derselben Form wie bisher, daher Reform! , Der einzige Widerspruch zwischen mir und den Anträgen des G. A. betrifft den Absatz über die Couleur. Nehmt an, was der GA. vorschlägt, dann wird der Geist der Abwehr und des Angriffs in Euch lebendig werden! Mainzer: Nehmen Sie mir es nicht übel, wenn ich Ihnen bekenne, daß ich entsetzt bin über den Gang der Debatte. Ich habe mich gefreut, über das Programm, das der G A. unterbreitet hat; ich habe mich gefreut über die großen Gesichtspunkte, die Holländer durch sein Referat der Tagung zu geben schien. Aber ich bin entsetzt, daß hier heute mit dem Brustton der Aeberzeugung ältere Kartellbrüder auftreten und namentlich die jüngeren Aktiven für sich zu gewinnen verstehen, die tatsächlich den praktischen Verhältnissen fremd gegenüberstehen und übersehen, in welche Entwicklung wir hineingeraten sind. Sie scheinen nicht zu wissen, daß wir v-^r dem Augenblick stehen, wo wir mit der Faust kämpfen müssen, und daß für diesen Fall uns das Fechten mit dem Schläger und Säbel, das ich selbst einst mit großer Freude gepflegt habe, uns gar nicht das geringste nützt. Sie scheinen zu übersehen, daß werm Sie darauf das alte Gewicht legen in der Art, wie Müller, Sie den Fehler begehen, für die körperliche Auseinandersetzung, die bevorstebt. die Jugend vollkommen wehrlos zu machen. Der G. A. will zwangsweise die Kraft und Aebung, die nötig sind, geben durch seine Vorschläge. Die, die da^ür nicht das rechts Verständnis haben, tragen eine schwere Verantwortung. Ich habe gestern mit voller Aeberlegung gesagt, daß wenn wir den alten K. C.-Geist weiter Pflegen wollen, wir unserer Jugend die Mittel in die Hand geben müssen» die geeignet sind, die innere Befriedigung ihr zu verschaffen, die tnon empfindet, wenn man einem Gegner mit bestem Erfolg körperlicher Ausbildung entgegentreten kann. Schon die Tatsache, daß wir mutig ustd kraftvoll und mit relativem Erfolg entgegentreten, gibt Erhebung. Wer» wie Müller, noch im alten Fechten das Heil sieht, übersieht, daß für diesen Kampf nur die allerintensivste Ausbildung hinreichend ist. Wer es fertig bringt, neben der unerläßlichen Ausbildung auch noch den Fechrbetrieb durchzuführen — wir haben nichts dagegen, und wir würben uns freuen, wenn das Fechten einmal wieder für uns die Möglichkeit der Selbstbehauvtung gäbe. Aber hiervon sind wir heute himmelweit entfernt. Ich bedauere es, daß die grundsätzlichen Vorschläge zerfallen durch eine Anzahl Detailgegenv^rMäge. Deshalb möchte ich praktisch Vorschlägen: abzu^ehen von dem Absatz II 9. der sich mit der Berechtigung des G A., widerruflich das Abschasfen der Couleur zu gestalten, befaßt seine Bestimmung, deren Bedeutung verkannt wird). Es soll sich nur um Fälle handeln, wie wir sie in Heidelberg erörtert haben, wenn demnächst bei einer schwachen Aktivitas unsere Bundesbrüder gar nicht mehr über die Straße gehen können, ohne ständig körperlichen und verbalen Injurien ausqesetzt zu sein: Ist es da möglich, ihr unter allen Amständen das ständige Weitertragen der Couleur