KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1931
- Issue
- Nr. 2 (3.1931)
- Date
- 1931-03-01
- Page
- Seite 28 (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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28 Vertrauliche Beilage der K. C.« Blätter von Akademikern die nichtakademischen Philister hinter uns haben müssen. And wenn der Würzburger Vorsitzende erklärt, er verzichte auf unsere Mitarbeit, und seinen Sohn in einer anderen Verbindung aktiv werden läßt, kann man es nicht verdenken, wenn die K. C.er auch nicht mit dem C.V. arbeiten wel.en. Das hält furchtbar in der Arbeit auf. Dieser Fall ist in hundert Ortsgruppen gegeben, und es muß durchgesetzt werden, daß die jungen Ä ademiker, die in der Abwehrtendenz ihre Idee verkörpert sehen, mit cmbezogen werden in die C. V.-Arbeit. Auch außenpolitisch müssen wir sehr fleißig arbeiten. Das Gebot der Stunde Hecht Anschluß gewinnen an politische Gruppen. Auch selbst auf die Gefahr hin, einige unserer weniger bedeutenden Belange vorübergehend auigeben zu mü sen. Man muß auch einmal hie und da Konzessionen machen können. Die Keilerei in Berlin war nicht halb so viel wert im Sinne der K. C.-Tendenz wie eine gutgeführte Anterhandlung mit anderen politischen Gruppen. Ich appelliere damit an alle Kartellbrüder; bei allem Sinn, den ich dafür habe, daß wir uns herumprügeln wollen, können wir nicht daran vorbei, auch einmal so vorzugehen, wenn es größeren Nutzen für unsere K. C.-Tendenz verspricht. Der gute Willen der Aktiven wird, soweit ich es beurteilen kann, immer unfruchtbar bleiben, wenn er nicht gestützt wird vom guten Willen der A. h., nicht nur im G A., nicht nur in Vorstands kreisen, sondern aller derjenigen, die wirk ich als Mitglieder der Verbindung sich fühlen. Dessauer: Rrse hat mir aus der Seele gesprochen. Ich halte es für unmögl ch, daß das vorgesehene Sportprogramm in der Praxis durchgeführt werden kann und bin vom Landesverband der württembergischen K. C.er bcauf.ragt, dies hier auszusprechen. Es ist Erfahrungstatsache, daß auch bei den übrigen Korporationen das Fechten in den letzten Jahren zurückgedränut wurde, und daß die sportliche Betätigung heute mehr Raum dort einnimmt w'e früher. Dieser Eoolutior sollten wir unbedingt folgen. Die in den Airträgen jidrch vorgesehene Revolution ist aus den verschiedensten Gründer, zu verwerfen. Die heutigen Aktiven sind mit ihrem Studium außerordentlich in Anspruch genommen. Wenn man von ihnen verlangt, das Sportabzeichen zu erwerben, so werden sehr viele gar nicht die Zeit dafür aufbringen können, sch dem hierfür notwendigen Training zu unterziehen. Wieder andere werden davon abgestoßen werden — und das sind vielleicht nicht die schlechtesten -- dcß zur Rezeption womöglich das Sportabzeichen erworben werden müsse, we l sie dann unsere ganze Bewegung für zu wenig geistig halten. Viele junge Füchse aber sind vielleicht körperlich gar nicht in der Lage, das Sportabze'chen zu erwerben und würden sich den andern Bundesbrüdern gegenüber zurückgesrtzt fühlen, die dieses Ziel erreichen. Wir dürfen von unseren Bundesbrüdern nicht Dinge verlangen, die viele selbst bei noch so gutem Willen, nicht erreichen können, und ich glaube bestimmt, daß den Erfordernissen durchaus Genüge geleistet ist, daß der K. C.-Tag heute beschließt, daß neben einer. guten Fechtausbildnng eine ebenso gute sportliche Ausbildung no> wendig ist. Wenn man sich aber auf Beschlüsse wie die möglichste Erreichung des Sportabzeichens, festlegt, so werden in Zukunft hierüber genau so uferlose Debatten geführt werden, wie die verschiedensten Tendenzfragen, die die früheren K.C.-Tage beherrscht haben. Anser Ziel muß sein, beim Keilen darauf zu achten, möglichst geeignet? Leute in unsere Korporation zu bekommen und wir müßten endlich davon abkommen, nur darauf zu sehen, eine möglichst große Korporation zu haben. D:e Rage de nombre wird sich hier genau so rächen, wie bei der Gründung der verschiedensten K. C.-Korporationen an kleinen Universitäten, die;a sämtl'ch wieder eingegangen sind. D e vorgelegte Resolution halte ich für durchaus notwendig und richtemochte jedoch empfehlen, dieselbe nur im Inland zu verbreiten und nicht ms Ausland zu senden, da dort die akademischen Gebräuche zu wenig bekannsmd und wir leider geeignetes Material anderweitig genug haben, um bei c Ausland das uns widerfahrene Anrecht zur Genüge vor Augen zu fuhren. warne endlich, die aufgestellten Thesen irgendwie zu veröffentlichen.