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KC-Blätter · 1931-03-01 · Nr. 2 (3.1931) · p. Seite 27

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Journal
KC-Blätter
Volume
1931
Issue
Nr. 2 (3.1931)
Date
1931-03-01
Page
Seite 27 (sequence 21)
Language
German
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Vertrauliche Beilage der K.C.-Blätter 27 uns, was unserer Kampfidee dient. Dieser nutzen wir aber mit Fechten heute sehr wenig. Müller hat gesagt, die G. A.-Vorschläge hätten das Ziel, dem Fechten nicht mehr den früheren Einfluß zuzusprechen. Daß das Fechten nicht mehr die frühere Bedeutung hat, hat aber die Entwicklung bereits mit sich gebracht; früher war das Fechten eine der Hauptformen, in denen wir den K. C.-Gedanken betätigt haben. Heute ist das nicht mehr möglich. Dagegen dienen wir unserer Verbandsidee, wenn wir jeden jungen Bundesbruder körperlich so gut ausbilden, daß er in der Lage ist, sich aktiv zu. verteidigen, daß er ein gesteigertes Selbstbewußtsein bekommt und von dem Gefühl beseelt ist, das uns früher das Fechten vermittelt hat: „Wenn es darauf ankommt wirst Du in der Lage sein, Deinen Mann zu stellen." Holländer hat mit Recht gesagt: „Das Schwert haben wir nicht mehr, aber die Faust haben wir noch und wollen sie, wenn es nottut, betätigen." Die Grundzüge des G. A.-Antrages sind daher meiner Ansicht nach geeignet, unserer alten Verbandsidee zu dienen und den alten guten K. C.-Geist, den wir alle hochhallen wollen, neu zu beseelen, während diejenigen, die sich starr an alte Formen klammern, tatsächlich dem Verfall des wahren K. C.- Geistes Vorschub leisten. Darum bitte ich, durch Annahme der Grundgedanken des G. A.-Programms den alten K. C.-Geist zu retten und unfern jungen Bundesbrüdern das jetzt so oft festgestellte Gefühl der Mutlosigkeit und Hilflosigkeit zu nehmen. Die K. C.-Idee ist in Gefahr zu verfallen. Wer für das G. A.-Programm stimmt, hilft sie retten. Pinkus dankt zugleich im Namen der Aktiven Stern dafür, daß er sich für Reform eingesetzt hat, und daß er auch mit gleicher Begeisterung zu den aktiven Verbindungen gekommen ist und zur Verfügung gestanden hat, wenn es große Opfer an Zeit erfordert hat. Ich möchte ausgehen von dem, was in Berlin los gewesen ist, weil von diesem Ausgangspunkt vielleicht das Verhältnis der Aktiven zu den A. H. und dem G. A. geklärt werden kann. Wir haben gewußt, daß es unruhige Zeiten geben wird und haben uns mit Ver-- tretern des A. H. V. und des G. A. in Verbindung gesetzt und die Thesen des G. A. berücksichtigt. Trotzdem haben wir es nach Ansicht der A. H. nicht richtig gemacht. Ich glaube, daß der Grund darin zu suchen ist, daß die Kluft zwischen der Lehrzeit der A. H. und der Aktivitas zu groß ist. Sie können uns nicht kennenlernen, wenn Sie nur einmal kommen. Wir müssen alle Zusammenarbeiten, A. H. und Aktive. — Die großen Fehler, die gemacht worden sind und auch heute noch gemacht werden, sind Keilbetrieb und Rezeptionsmethoden. Man sagt bei jeder Gelegenheit, wieviele Bundes- und Kartellbrüder wir immer noch haben, die für den K. C. noch nichts getan haben und nichts tun wollen, die nur Beziehungen sich erwerben wollen. Man kann nicht den anderen zumuten, mit diesen zusammen zu arbeiten. Das liegt am Keilbetrieb und an der Art der Rezeption. Nun hat der K. C. eine Konzession an den Zeitgeist machen wollen, indem er gesagt hat: es kommen die jüdischen Intellektuellen nicht zu uns, denn die wollen keine Couleur tragen. Ich sage, daß der K. C. für mich aufhört, ein Ideal zu sein, wenn er die Couleur abschafft. Wir lassen uns nicht, auch nur scheinbar berechtigt, sagen, daß wir die Couleur aus Feigheit abgeschafft haben. An einem können wir aber nicht Vorbeigehen, was von den A. H. immer etwas verkannt wird: daß unsere Aktiven und Inaktiven mit mehr. Facharbeit zu rechnen haben. Das sind die Schwierigkeiten, die den G. A.- Anträgen entgegenstehen, deretwegen die „Sprevia" Abänderungsanträge gestellt hat. Es ist unmöglich, alles zu machen. Man kann nicht Sport treiben, fechten und noch etwas anderes tun. Nun wird gesagt, wir sollen das Fechten lassen. Wenn wir arbeiten sollen, wenn wir uns herumhauen sollen, müssen wir auch den Kartellbrüdern ihre Freude gönnen. Wenn sie glauben, daß dazu auch das Fechten gehört, soll man es ihnen nicht verbieten. Was immer wieder auf besondere Schwierigkeiten trifft, etwas, was A. tz. Holländer besonders interessiert, ist die Zusammenarbeit mit dem C. V. Und ich darf A. H. Holländer mitteilen, daß nach meiner Erfahrung in Würzburg diese Zusammenarbeit noch sehr viel zu wünschen übrig läßt. Wir können nicht geZen den C. V. arbeiten, weil wir als eine kleine Zahl

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