KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1931
- Issue
- Nr. 2 (3.1931)
- Date
- 1931-03-01
- Page
- Seite 17 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Vertrauliche Beilage der K. C.-Blätter 17 befmöei2), und dessen Inhalt ich deshalb als begannt voraussetze. An dieses Referat haben sch weitere Debatten auf dem Hamburger Altherrentag und in den B a.tern unseres Verbandes angeschlossen, von denen ich insbesondere den Brief des Herrn Kbr. Flaschnerd) hervorheben möchte. Nachdem so die theoretische Seite der Probleme von den verschiedensten Standpunkten aus bereits gründlich erörtert worden ist, wird es kaum möglich sein, dazu v'.el Neues zu sagen. Daist auch deshalb heute nicht erforderlich, weil die Anträge des G. A. in erster Linie praktische Forderungen enthalten, über die man zwar im einzelnen verschiedener Ansicht sein kann, deren Annahme aber in keiner Weise davon abhängt, wie man theoretisch zur Frage der Abschaffung bestehender Einrichtungen steht, sofern man nur — und dies eine muß ich allerdings voraussetzen — überhaupt noch den Charakter unserer Korporationen als Kampfverbindungen mit straffer Disziplin erhalten will. Ich brauche daher nicht darauf einzugehen, wenn in der Antragsbegründung des Landesverbandes Niedersächsischer K. C.er (S. 103 f.) gegen den G. A. der Verdacht ausgesprochen wird, daß seine Anträge, die dem Wortlaut nach an keiner Stel e die Abschaffung der äiten Formen verlangen, in Wirklichkeit doch gegen das Fechten und das Couleutragen gerichtet seien. Wenn wir anfangen, so zu debattieren, wenn wir Kartellbrüdern, die abweichende Anschauungen vertreten, unterstellen, daß sie dies aus andern Motiven tun, als sie selbst angeben, kommen wir nicht zu fruchtbarer Arbeit. Die erwähnte Antragsbegründung verkennt das Moment, durch das sich das Programm des G A. von allen bisherigen Reformforderungen unterscheidet: Alte früheren Reformvorschläge stellten in den Vordergrund die Forderung nach Abschaffung bestehender Einrichtungen auf dem Gebiete des Komments; dagegen stellt das Programm des G A. in erster Linie positive praktische Ziele auf, die uns wichtiger erscheinen als die Frage nach der Abschaffung einzelner Formen. So geht z. V. in der früher so heiß umstrittenen Frage des Karlellfechtens die Auffassung des G. A. dahin, daß weder die Abschaffung des Kartell-- fechters, wie sie von der Verbindung Rheno-Guestvhalia verlangt wird, noch seine endgül ige Einführung, wie sie von der Verbindung Sprevia beantragt ist, etwas Entscheidendes für den Fortschritt des K.C. bedeutet, und daß die Frage nebensächlich ist, wenn das vom GA. für die körverliche Ausbildung vorgesehene Programm durchgeführt wird. Deshalb schlägt der G. A. unter H 8 sein.r Anträge vor, zwar das Provisorium des Kartellfechtens beim nächsten K C.-Tage ablaufen zu lassen, jedoch über die Frage der endgültigen Einführung oder Abschaffung erst dann zu entscheiden, wenn die bei der Durchführung des neuen Programms gemachten Erfahrungen sich überblicken lassen. Im übrigen behalte ich mir vor, auf die einzelnen Punkte des Programms und die dazu gestellten Abänderungsanträge nachher in der Spezialdebatte einzugehen. Das Grundsätzliche der G A.-Anträgr läßt sich in einem Satz zusammenfassen: Die Verbindungen sollen das Boren einführen, und die Aktiven und Inaktiven sollen gewisse Mindestleistungen auf körperlichem und geistigem Gebiet aufweisen. Gegen diese grundsätzlichen Forderungen werden, soweit ich sehe, heute kaum noch von irgendeiner Seite prinzipielle Einwendungen erhoben. Auch die Vertreter der sog. konservativen Richtung wie z. B. Kbr. Flaschner 2) Vgl. „Vertrauliche Beilage" zu Nr. 4 der K. C.-Blätter Mai—Juni 1930 S. 21 ff. s) Bgl. „Vertrauliche Beilage" zu Nr. 6 der K. C.-Blätter Oktober 1930 S. 75 ff.