KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1931
- Issue
- Nr. 2 (3.1931)
- Date
- 1931-03-01
- Page
- Seite 11 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Vertrauliche Beilage der K. C. «Blätter n Es wäre vermessen, hier die Dienste eines jeden Einzelnen zu würdigen. Wir legen das Gelöbnis ab, daß wir allen Dahingeschiedenen ein ehrenvolles Andenken bewahren werden. Sie haben die Liebenswürdigkeit gehabt, sich von Ihren Plätzen zu erheben. Ich stelle das fest und -danke Ihnen. Was nun die Arbeit des Geschäftsführenden Ausschusses betrifft, so lassen Sie mich mit einigen Kleinigkeiten beginnen, die aber doch für die Erledigung der Arbeit von Bedeutsamkeit sind. Wir sind heute nicht mehr eine ganz kleine Gemeinschaft, und es ist unbedingt erforderlich, daß wir diesem Charakter der Gemeinschaft insofern Rechnung tragen, als wir sowohl in den Verbindungen als in den A. H. V. versuchen, eine ordnungsgemäße Aktenführung herbeizuführen. Darum muß ich unbedingt bitten. Denn es hat sich herausgestellt, daß man nicht einmal feststellen konnte, ob Herr A. oder B., der die Mitgliedschaft eines A. H. V. in Anspruch nimmt, jemals Mitglied gewesen oder in irgendeiner Weise ausgeschieden ist. Ferner hat sich nicht feststellen lassen, ob und aus welchen Gründen Bundesbrüder freiwillig oder in irgend einer anderen Weise ausgeschieden sind. Wir sind dadurch genötigt gewesen, Hilfskonstruktionen eintreten zu lassen, die nicht immer airgenehm waren. Eine Attenführung ist notwendig, und es ist sogar erforderlich, für jeden Bundesbruder einen Personalbogen anzulegen, der ständig weitergeführt wird. Ferner möchte ich davon Kenntnis geben, daß wir jetzt allgemein das D2N-Format in der Korrespondenz einführen wollen. Es ist auch unbedingt zu begrüßen, wenn die Verbindungen sich Schreibmaschinen schenken lassen, damit bei den einzelnen Schriftstücken mit der nötigen Sauberkeit und Ausführlichkeit berichtet werden kann. Wenn man seit vielen Jahren die Berichte der Verbindungen lesen muß, wird man vielfach finden, daß sie nicht immer klar, ausführlich und deutlich genug abgefatzt sind. Das ist ein Mißstand, der vom Formellen zum Materiellen führt, zu Mißstimmungen, die wir unter allen Umstanden zu beseitigen gewillt sind. Ich bitte, darin alles zu tun, was irgend erforderlich ist. Für den Herbst 1930 war ein Ausbildungskurs zur Unterweisung zukünftiger Fuchsmajore in Aussicht genommen. Durch die Reichstagswahlen ist er verschoben worden. Aber er soll in der allernächsten Zeit in Berlin stattfinden. Der G. A. ist sich der Bedeutung eines solchen Kurses durchaus bewußt. Aber die aktiven Verbindungen müssen ihrerseits, wenn soviel Mühe und Arbeit daran gewagt wird, wie in Aussicht genommen ist, den Kursus durch reichliche Beschickung zu einem fruchtbaren machen. Es ist ein Versuch. Der G. A. gibt sich die größte Mühe, den Kurs reichlich zu gestalten. Sorgt auch Ihr, daß wir Freude daran haben können. Wenn kein Teilnehmer genannt wird und wir mahnen müssen: schickt uns jemand, so verwechselt man vielfach den Begriff dessen, der etwas gibt, und dessen, der etwas empfangen soll. Nicht als ob wir auf dem Standpunkt ständen, wir verlangen Entgegenkommen von den Verbindungen. Wir sind für sie da. Aber die bundesbrüderliche Freundschaft verlangt es, auch auf Anregungen in prompter und freundschaftlicher Weise zu reagieren. Nun zur Hauptaufgabe des G. A. Wir haben uns im Laufe der letzten Legislaturperiode, wenn ich so sagen darf, mit der Frage des Reformprogramms befaßt. Wir sind Anregungen nicht aus dem Wege gegangen. Wir sind den Jahren nach vielleicht alt, aber nicht in unseren Entschließungen. Wir haben den Altherrentag in Hamburg einberufen, der wirklich erfreuliche Ergebnisse gehabt hat. Ich glaube» daß die Anträge, die hier vorliegen, ob sie nun rm einzelnen gut oder schlecht sind, den Beweis geben; wir haben uns redlich bemüht, aus den verschiedensten Strömungen innerhalb der Verbindungen das herauszuschälen, was für die heutigen Tage von ganz besonderer Bedeutung ist. Man muß allerdings heute jung denken. Man muß sich sagen, daß wir einer vollkommen veränderten Front gegenüberstehen, und einsehen, wie man dieser Front gegenüberstehl. Dann noch ernes. Wir haben uns u. a. auch mit der in manchen Verbindungen überaus betrüblichen Frage des Boykottes von K. C.ern in Gaststätten und Geschäften