Mannheim
Compact Memory

KC-Blätter · 1931-02-01 · Heft 2-3 (Februar 1931) · p. Seite 39

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
KC-Blätter
Volume
1931
Issue
Heft 2-3 (Februar 1931)
Date
1931-02-01
Page
Seite 39 (sequence 25)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
97% known words query
IRI
…/2268830-2268996-2269001--3926-3523971
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Nachr.-Heft K. C.-Blätter 39 Hochschule Wien vom 5.-8. Februar hatte folgendes Ergebnis: Nationalsozialistischer Deutscher Studentenbund 1164 Stimmen 12 Sitze, Völkischer Block 726 Stimmen 8 Sitze (beide 1930: 19), Katholisch-Deutsche Studenten 461 Stimmen 5 Sitze (6). Die Wahlbeteiligung betrug 87,7 Prozent. Die Wahl der Tierärztlichen Hochschule Wien vom 5. Februar hatte folgendes Ergebnis: Liste A: Deutsch- Völkische Gruppe 3 Sitze, Liste B: Deutsch-Katholische Gruppe 2 Sitze, Liste C: Nationalsozialistische Studenten 7 Sitze. Bei der letzten Wahl im Jahre 1930 erhielten die Deutsch- Völkische Gruppe 9 und die Deutsch- Katholische Gruppe 3 Mandate. Die Wahlbeteiligung betrug 83 Proz. (68). Die Wahl zur Kammer der Deutschen Studentenschaft der Hochschule für Welthandel Wien vom5—8.Februar hatte folgendes Ergebnis: Nationalsozialistischer Deutscher Studentenbund 530 Stimmen 13 Sitze (1930: 0), Deutsch-Völkische 250 Stimmen 6 Sitze (14), Katholisch-Deutsche Studenten 163 Stimmen 4 Sitze (4). Die Wahlbeteiligung betrug 77,4 Proz. Bereinigung der Schwierigkeiten zwischen der Deutschen Studentenschaft und dem Verband der Schweizerischen Studentenschaften (V. 6» S.) D. St. Die Auseinandersetzungen zwischen der Deutschen Studentenschaft und dem Verband der Schweizerischen Studentenschaften, die im Anschluß an den Brüsseler C. I. E.-Kongreß entstanden waren, halten u. a. auch zum Abbruch der traditionellen freundschaftlichen Beziehungen zwischen den süddeutschen und schweizerischen Studentenschaften, vor allem auch auf sportlichem Gebiet, geführt, der sicherlich von jedem echten Sportsfreund aufrichtig bedauert worden ist. Der am 25. und 26. 1. in Zürich stattgefundenen Besprechung zwischen den bevollmächtigten Vertretern der beiden Verbände gelang es, die entstandenen Schwierigkerlen zu bereinigen und eine weitere nach Möglichkeit noch engere Zusammenarbeit zwischen den beiden Verbänden sicherzustellen. Aeber die Besprechung geben die beiden Nationalverbände eine gemeinsame Presseerklärung heraus, aus der sich ergibt, daß auch seitens des Schweizerischen Nationalverbandes die Berechtigung der Haltung der Deutschen Studentenschaft anerkannt worden ist. Die Erklärung hat folgenden Wortlaut: „Auf Grund der letzthin im Anschluß an den Brüsseler C. 3. E.- Kongreß in der studentischen und der Tagespresse erfolgten Auseinandersetzungen zwischen der Deutschen Studentenschaft und dem Verband der Schweizerischen Studentenschaften, die u. a. auch zur Absage mehrerer traditioneller gemeinschaftlicher Veranstaltungen süddeutscher und schweizerischer Studentenschaften seitens der ersteren geführt hatten, kam es auf Einladung des V. S. S. am 25. und 26. 1. zu einer eingehenden Aussprache zwischen den bevollmächtigten Vertretern beider Verbände. Die Mitglieder der deutschen Delegation begründeten dabei die von der Deutschen Studentenschaft in der studentischen Oefsentlich eit vertretene Auffassung, wonach das Verhalten der Delegationsführer des V. S. S. auf dem C. 3. E.- Kongreß in Brüssel einen deutschfeindlichen Eindruck hinterlassen habe. Hierbei wurde insbesondere betont, daß nicht die in den einzelnen Fragen eingenommene Haltung der schweizerischen Abordnung, sondern vielmehr die Art und Weise der Vertretung dieses Standpunktes den geschilderten Eindruck deutscherseits erweckt habe. 3n eingehender Aussprache legten darauf die schweizerischen Vertreter dar, daß zwar einzelne Stellungnahmen und Aeußerungen der Delegationsführer in Brüssel zu einer solchen — in Wirklichkeit nicht zutreffenden — Deutung Anlaß geben konnten, daß jedoch eine Brüskierung der Deutschen Studentenschaft nicht beabsichtigt gewesen, noch auch daß ihre Haltung einer grundsätzlich Dt. St.-gegnerischen Einstellung entsprungen sei. Die deutsche Abordnung erklärte» daß man mit den deutscherseits ergriffenen Maßnahmen keineswegs die Absicht verfolgt habe, lokale Studentenschaften oder andere studentische Organisationen in der Schweiz zu einer Stellungnahme gegen den Verband der Schweizerischen Studentenschaften zu veranlassen.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.