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KC-Blätter · 1931-02-01 · Heft 2-3 (Februar 1931) · p. Seite 32

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
KC-Blätter
Volume
1931
Issue
Heft 2-3 (Februar 1931)
Date
1931-02-01
Page
Seite 32 (sequence 18)
Language
German
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82 K. E.-Blatter Nachr.-Hest „Für die Teilnahme Ihrer sehr verehrlichen Verbindung an den Äochschulmeisterschaften im Waldlauf sage ich verbindlichen Dank. Ich beglückwünsche Sie zu gleicher Zeit zu dem schönen Erfolg, den Sie offensichtlich einer außergewöhnlich ernsten sportlichen Auffassung verdanken. Mit akademischem Gruß vr. Grundel." Auch wir beglückwünschen eine l. K. V. Rheno-Palatia aufs herzlichste zu ihrem wohlverdienten Siege. Wir freuen uns über die Ehrung, die ihr zuteil wurde, und glauben uns mit dem gesamten Verbände einig, wenn wir diesen Erfolg als eine Tat ansehen, die dem K. C.-. Gedanken von ganz besonders hohem Werte ist. Wir sind der frohen Erwartung, daß auch an anderen Orten durch die Leistungen unserer Kartellbrüder der nichtjüdischen Studentenschaft die berechtigte Achtung und Anerkennung abgenötigt werden wird. Deutsche Akademiker-Zeitung. Auf dem letzten Kreistag des Kreises VIII der Deutschen Studentenschaft wurde folgender Beschluß gefaßt: „Die Deutsche Akademiker-Zeitung ist nicht mehr das offizielle Organ des Kreises VIII der Deutschen Studentenschaft." Die Hintergründe dieses Beschlusses sind nicht bekannt. Im übrigen ist festzustellen, daß die Deutsche Akademiker-Zeitung es trotz ihres' amtlichen Charakters sich nie hat nehmen lassen, das höchste Falsett völkischer Schreitöne zu schmettern. Erst kürzlich bemerkte sie zu der in Nhon geplanten Konferenz des Weltstudentenwerks, daß sie die Verhandlungen interessiert verfolgen werde und sich als deren Ergebnis die Feststellung wünsche: „Die Zustande an den deutschen Hochschulen sind so, daß jüdische Studenten nur in Jerusalem studieren dürfen!" Wenn die Zustände an deutschen Hochschulen erst einmal so sind, daß ausschließlich die Mentalität der „Deutschen Akademiker-Zeitung" das Feld beherrscht, dann wird es um das Gedeihen ernsthafter, objektiver Aniversitätsarbeit in Deutschland schlimm bestellt sein. Wir empfehlen der „Dtsch. Äkad.-Ztg." übrigens anläßlich ihrer oben gemeldeten Situationsänderung auch eine kleine Namensumstellüng. Der Untertitel lautet bisher: „Akademische Wochenschrift für .die Wissenschaft in der Politik". Es entspräche ihrem Wesen besser, wenn es hieße: „.für die Politik in der Wissenschaft". Akademische Presse und antisemitische Intoleranz. In seiner Nummer vom 27. Nov. v. I. hatte der „Schild", das Organ des R. j. F., einen Artikel aus der Feder unseres Kbr. Wolfgang S. Watzdorfs (Sprev.) gebracht, in welchem die Vorrohung der Anschauungen und Manieren der heutigen Studentenschaft scharf gegeißelt wurde. In dem Aufsatz hieß es u. a.: „Was schon seit langem befürchtet wurde, ist eingetreten. Der Kampf um Deutschlands Hochschulen hat mit den eigentlichen Problemen der civitas academia nichts mehr zu tun, sondern ist eine Fortsetzung und Weiterführung nationalsozialistischer Schaufensterscheibenpolitik im Hochschulleben geworden. Als sich die „Deutsche Studentenschaft" nach dem Kriege spontan aus der Kriegsteilnehmergeneration zusammenschloß, um das im Schützengraben geschmiedete eherne Band der Zusammengehörigkeit auch in der Heimat, im Hochschulleben erhalten und festigen zu können, lagen den Studenten Probleme des großdeutschen Gemeinschaftslebens an den Hochschulen, studentischer Selbstverwaltung — und Verantwortung am Herzen. Allmählich wurde von außenstehenden politischen Drahtziehern der studentische Idealismus mißbraucht, völkisch-antisemitische Einflüsse, wie das Verbot der Verbindung mit Juden- und Negerweibern, gewannen die Oberhand, es wechselten die Generationen, und das stolze Gebäude der großdeutschen Studentenschaft brach in sich zusammen. Heute handelt es sich nicht mehr um Fragen studentischer Art im tzochschulkampf, sondern um brutale, rücksichtslose Gummiknüppel- und Faustrechtsmethoden, wie die jüngsten Ereignisse an den Hochschulen in Berlin, München und Heidelberg zur Evidenz beweisen. Man schämt sich nicht, auf wehrlose jüdische Studentinnen mit Schlägen loszugehen, sie zu bespeien,

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