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KC-Blätter · 1931-02-01 · Heft 2-3 (Februar 1931) · p. Seite 31

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
KC-Blätter
Volume
1931
Issue
Heft 2-3 (Februar 1931)
Date
1931-02-01
Page
Seite 31 (sequence 17)
Language
German
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Nachr.-tzeft K. E.-Blätter 31 reichsdeutsche Gebiet der Freien Stadt Danzig. Ostpreußen hat durch die Abtrennung Westpreußens (mit Danzig) und Posens wirtschaftlich sehr bedeutende Absatzgebiete verloren und ist gezwungen, neue Märkte zu suchen, die jedoch um die Entfernung des „Korridors" weiter liegen. Diese Verlagerung bedeutet einen Verlust bei dem Absatz der Produkte und eine Verteuerung vieler Waren, die früher aus den entrissenen Gebieten bezogen werden konnten. Außerdem hat Ostpreußen als ausgesprochenes Agrarebiet sehr schwer unter der augenlicklichen Krise der Landwirtschaft zu leiden. Die Kenntnis des Ostens und das wahre Verständnis seiner Nöte kann nicht auf intellektuellem Wege allein erworben werden. Nein, hier heißt es selbst sehen und fühlen, welche Nöte.den Osten drücken. Die Möglichkeit, die Dinge aus eigener Anstauung kennenzulernen, ist wohl niemandem so gegeben, wie dem Studenten, und es ist geradezu eine nationale Pflicht der studentischen Jugend sich mit Ostfragen zu beschäftigen und wenigstens ein Semester im deutschen Osten zu studieren, sei es an der Albertus-Aniversität oder der Handels-Hochschule zu Königsberg Pr. oder an der Technischen Hochschule im schönen deutschen Danzig. Wirtschaftlich bedeutet das Studium im Osten für die Kommilitonen aus dem „Reich" keine Mehrbelastung, da die Hochschulbehörden sowohl wie die studentischen Wirtschaftskörper ungeachtet der schwierigen wirtschaftlichen Lage bemüht sind, weiten Kreisen reichsdeutscher Studenten den Zuzug nach Ostpreußen durch Gewährung von Beihilfen zu ermöglichen. Äeber die Studien- und Wirtschaftsverhältnisse geben die Hochschulbehörden und Wirtschaftsämter bereitwilligst Auskunft. Für Danzig ist das Werbe- Ämt der Deutschen Studentenschaft Danzig, Technische Hochschule, zuständig. Blondere Veranstaltungen der Hochschulen und Studentenschaften, wie Vorträge und mehrtätige Fahrten, führen die Kommilitonen in die Verhältnisse des Ostens ein. Hierbei lernt der Student Land und Leute kennen. All die landschaftlichen Schönheiten Ostpreußens, das ganz zu Unrecht im Reich teilweise noch als unwirtliches Land verschrien ist, sieht er. Da geht es dann zur romantischen Steilküste des Samlandes mit seiner Fülle reizvoller Badeorte und dem einzigen Bernsteinwerk der Welt, weiter zur Kurischen Nehrung, der Wüste zwischen Haff und Meer, mit den höchsten Wanderdünen der Erde, dem urigen Elch der weltbekannten Vogelwarte und Segelfliegerschule Rossitten. Weitere Fahrten führen nach dem Memelland, Masuren, dem Oberland, in die urwüchsige, wildreiche Rominter Heide, an das Nationaldenkmal auf dem Schlachtfeld von Tannenberg-. Der reichsdeutsche Kommilitone sieht die Stätte des deutschen Ritterordens, seine Burgen und Dome: Marienburg, Marienwerder. Heilsberg, Frauenburg, Allenstein u. a. m. Durch gelegentliche Reisen in die benachbarten Randstaaten lernt der Student die Verhältnisse dieser Völker kennen. Kommilitonen! Schwere Wunden hat der Weltkrieg Ostpreußen geschlagen, schwerere das Versailler Diktat. Vom Mutterlande abgetrennt, an seinen Grenzen zerstückt, kämpft Ostpreußen als Vorposten deutscher Kultur mit ungebrochenem Mut. Zeigt, daß Ihr Euch schicksalsverbunden fühlt: Das Schicksal der Ostmark ist das Schicksal unseres Vaterlandes! Die Rheno-Palatia gewinnt den Wanderpreis der Universität. Ein schöner Sporterfolg ist der Würzburger K. C.-Verbindung zuteil geworden. Bei den Lochschulmeisterschäften, die Ende Januar 1931 in Würzburg veranstaltet wurden, gelang es der Rheno-Palatia, im Waldlauf Sieger in der Klaffe für kleine Korporationen zu werden. Auf Grund dieses Sieges erhielt sie den Wanderpreis der Universität, in den nunmehr der Name unserer l. K. V. Rheno-Palatia eingraviert wurde. Die Mannschaft bestand aus den Kbr. Kbr. Bruckmann, Cohn, Sachs, Karl und Paul Schnitzler, von denen Bruckmann, Sachs und Karl Schnitzler gewertet wurden. Eine besondere Belobigung wurde der Nheno-Palatia durch den Akademischen Turn- und Spielleiter der Universität, vr. Grundel, gespendet, der folgendes Schreiben an unsere Kartellverbmdung richtete:

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