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KC-Blätter · 1931-02-01 · Heft 2-3 (Februar 1931) · p. Seite 27

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
KC-Blätter
Volume
1931
Issue
Heft 2-3 (Februar 1931)
Date
1931-02-01
Page
Seite 27 (sequence 13)
Language
German
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Nachr.-Heft K. C.-Blätter 27 Antisemitismus, die Zionisten ihren Zionismus aufgeben; also auch hier „Schildkrötensuppe ohne Schildkröten". Die große Gefahr aber, die eine größere Beteiligung von zionistischen Gegnern und K. C.ern in diese Oranisationen im Gefolge haben muß, esteht darin, daß, wie ja schon geschehen, der Zionismus mit noch lauterer Stimme in die Welt hinausschreien kann: „Antizionisten und auch der K. C. sind mit uns einig in der Arbeit für der: Aufbau der nationalen Heimstätte für das jüdische Volk. Sie beteiligen sich an dem Versuch, auch die deutsche Iudenfrage außerhalb Deutschlands zu lösen, haben also den wesentlichen Teil ihrer Tendenz aufgegeben!" Wer die Bedeutung dieser Gefahr für unsere Stellung im deutschen Vaterland klar erkannt hat, und ich bin der Ueberzeugung, daß dies fast alle K. C.er tun, wird den klaren Trennungsstrich zwischen K. C., Keren Lajefsod und Iewish Agency nicht scharf genug ziehen können. Otto Schlesinger (Thur.). Wehrsport. Ich folge gerne der Anregung einiger Kartellbrüder, im K. C.-Blatt über obiges Thema meine persönliche Ansicht darzulegen. Der K. C. beruht ja letzten Endes auf der Idee der Wehrhaftigkeit seit unserem ersten Auftreten im akademischen Leben Deutschlands im vorigen Jahrhundert als eine kleine Schar, die sich gegen eine ganz riesenhafte Uebermacht zu wehren und durchzusetzen wußte mit Säbel und Schläger und, * wenn es sein mußte, auch mit der Faust. Heute ist sogar die letztere gegenüber den verhetzten, und Juden die honorige Satisfaktion verweigernden Kommilitonen die einzige Waffe, die leider in den rohen Universitätstumulten von uns manches Mal als ultima ratio, ja sogar meist heute als die einzige ratio mit Erfolg angewandt wird. Der notwendigste „Wehrsport" ist und bleibt daher für uns heute das Boxen und Jiu- Jitsu, wie erst vor kurzem wieder der K. C.-Tag in Frankfurt a. M. nachdrücklichst betont hat. Aber ich nehme an, daß diesen Wehrsport jene Kartellbrüder nicht meinen, als sie ihre Aufforderung an mich richteten. Sie hatten wohl gesehen, daß die Jugend an Deutschlands hohen Schulen immer mehr die Art der körperlichen Ausbildung übt, die wir vor dem Weltkriege als „Einjährige" während unseres Dienstjahres durchzumachen pflegten. Ich glaube, daß diese militärische Dienstzeit nicht nur für uns Akademiker eine wichtige Ergänzung der Universitätsjahre bedeutete, sondern den gesamten Massen des deutschen Volkes in hohem Maße körperliche und damit auch sittliche Disziplin gegeben hat. Schon aus diesem Grunde stehe ich durchaus positiv zum W e h r - sportgedanken unserer heutigen akademischen Jugend. Daß diese damit auch ihre blödsinnige antisemitische Hetze verbindet, schädigt nur letzten Endes den von uns allen erstrebten vaterländischen Zweck, vermag mich aber nicht von jener positiven Einstellung zum Wehrsportgedanken abzubringen. Ich möchte daher unfern K. C.-Verbindungen dringend empfehlen, diesen Wehrsport in ihr Programm aufzunehmen. Das wird uns um so leichter sein, als ja dieser Wehrsport in dem von uns bisher schon getriebenen Sport die denkbar beste Grundlage hat. Der K. C.er bringt ja heute schon von der Schule und aus unserem täglichen Verbindungssportprogramm eine Menge körperlicher Ausbildung mit, die wir früher erst beim Militär erhielten. Was noch hinzukommen muß, ist nicht so schwer zu schaffen. Ich möchte zunächst drei konkrete Unterrichtsgegenstände Vorschlägen, wobei ich das mir auf diesem Gebiete zunächst für die Ausbildung unserer Verbindungen am geeignetsten und wichtigsten Erscheinende hrrausgreife: 1. Schießen mit Kleinkalibergewehr und Pistole, Handgranatenwerfen. 2. Marschieren in der Abteilung nach Kommando, abteilungsweises Nehmen von Hindernissen, wie Graben, niedere und höhere Wände u. dergl., ohne und mit Gepäck. 3. Orientierung nach der Karte im Gelände und einfache Geländeaufnahmen in Form von Krokis.

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